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| Technik - Taktik - Training - Vorsätze und Zielerreichung Hier könnt Ihr Fragen und Tipps rund um die Themen Technik, Taktik und Training loswerden. Spieler und Trainer können hier Erfahrungen austauschen und Trainingswillige von ihren alltäglichen Problemen und Zielen berichten. |
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Themen-Optionen |
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#11
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
Mal ein kleiner Einwurf von meiner Seite:
All deine Punkte sehen für mich sinnvoll aus. DU musst einfach ein gutes Gefühl dabei haben und nichts tun, das dir komplett gegen den Strich geht - denn am Ende ist ja der Spielspaß das Entscheidende, wenn du nicht gerade Geld mit Tischtennis verdienen musst um deine Familie zu ernähren ![]() Was mir allerdings etwas missfällt ist die Wahl des Thread-Titels. "Wie am schnellsten besser werden". --> Begehe bitte nicht den Fehler, zu schnell zu hoch hinaus zu wollen. Du kannst das mit dem Abnehmen vergleichen: Diese dämlichen Frauenzeitrschriften etc. zeigen immer nur, wie man in X Monaten Y Kilo abnehmen kann. Mag sogar sein, dass das in Ausnahmefällen mal funktioniert...aber es ist nicht von Bestand. Wenn man in kurzer Zeit etwas an seinem Körper stark verändert, läuft man Gefahr, dass es anschließend genauso schnell wieder ins Gegenteil zurückfällt (Jojo-Effekt). Trainingsmotivation in alle Ehren, aber ich empfehle dir: übertreib es nicht. Du läufst Gefahr, dass du mittendrin die Lust verlierst oder frustriert bist, wenn du nicht vorzeigbare Ergebnisse liefern kannst. Du bist keine Maschine, sondern ein Mensch. Wenn du wirklich besser werden willst, würde ich mir Gedanken machen, wie du auf LANGE SICHT dein Training verbessern kannst, anstatt von heute auf morgen Vollgas zu geben (abgesehen von einem Kick-Off für die ersten 2 - 3 Wochen) Viel Erfolg dabei!
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Ich bin Theoretiker - das heißt, dass ich praktisch nur denke... |
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#12
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
Hallo,
zum RC-Wert ist zu sagen, dass der immer der wahren Spielstärke hinterherläuft. Wenn dir das wichtig ist musst du viel gegen Gegner spielen, die etwa deiner wahren Spielstärke entsprechen (+/- 100 Punkte). Zum Vergleich der Regionen: Der Süden ist zweifelsohne die stärkste Region in NÖ. Das schlägt sich auch im Punktedurchschnitt der Spieler nieder. Ich selbst (aus dem Norden) habe gegen SÜD-Spieler mit höheren PC-Werten eine ziemlich positive Bilanz. Bei den regionalen Spielen kann ich kaum Punkte gewinnen, da die Gegner meist noch weniger Punkte haben, andererseits aber mit einer Niederlage viel verlieren. Letzteres kommt ca. 3 mal pro Durchgang vor und drückt meine RC-Punkte nach unten.
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Grüße Wolfgang |
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#13
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
Zum Thema Antizipation: Spiele richtige Drecksübugen und alles mit Aufschlag Wettkampfnah! Keine Mühle oder Falkenberg sondern z.B.
Kurzer US, kurz VH oder lang RH. Oder 1-2x TS aus 2/3 RH, 1-2x TS aus 2/3 VH. Regelmäßig, am Anfang wirst du schon Probleme aus dem Halbfeld mit der Übung haben. Auch 2.BL Leute trainieren die gerne mal, bzw. die Handvoll mit denen Ich mal das Vergnügen hatte. Oder Gegner macht Halblangen AS, TS frei ODER Schupf / Flip in Tischmitte uns Gegner keult über eine der Ecken durch. Halt alles unregelmäßige mit schnellen Reaktionen, denk dir was aus. Du bist immer im Vorteil wenn du schnell antizipierst oder unter Druck automatisch gute Entscheidungen treffen kannst. |
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#14
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
Zitat:
Antizipation setzt sich aus der Beobachtung des Gegners und der Reaktionsschnelligkeit zusammen. Deswegen solltest du Übungen trainieren, bei denen du immer wieder den Fokus darauf lenken musst, was dein Gegner gerade tut. Beispiel: RH gegen RH (eher Konter als Topspin), beide Spieler können irgendwann in VH des Gegners wechseln. Ziel: Mit dem Wechsel in VH den Punkt erzielen. Durch diese simple Übung wirst du gezwungen, deinen Gegner zu beobachten, sein Handgelenk, seine Stellung zum Tisch / Ball und kannst so leichter erkennen, wann er wahrscheinlich wechseln wird. Eine andere Variante: RH gegen RH. Beide Spieler können irgendwann die RH umlaufen und VHT auf Punkt spielen. Wenn man bemerkt, dass der Mitspieler umlaufen will, kann in tiefe VH gewechselt werden. Ziel: Durch Umspringen den Punkt machen bzw. Umspringen rechtzeitig erkennen und deshalb Platzierung ändern. Hier wirst du auch wieder gezwungen, zu beobachten und rechtzeitig zu reagieren. Es gibt zahlreiche solche Übungen, v.a. regelmäßige Übungen, bei denen irgendwann einfach ins freie Spiel gewechselt werden kann (z.B. durch eine andere Platzierung), bieten sich dafür sehr an, weil sie 1. einfacher sind als der Wettkampf und 2. die Aufmerksamkeit immer auf dem Mitspieler / Gegner sein muss, um den Wechsel ins freie Spiel nutzen zu können. Und dann kannst du natürlich noch die Reaktionsschnelligkeit trainieren. Dafür gibt es zahlreiche Übungen, die auch tischtennisfremd sein können. Wichtig für die "Antizipation" ist jedoch, dass du die Signale (Handgelenk, Schultern, Hüfte, Beine) richtig deutest und das geht besser am Tisch als vor der Kamera ;-)
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Tischtennisschule der Werner Schlager Academy: http://www.wernerschlageracademy.com/tischtennis-schule.html |
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#15
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
Danke für die Tipps.
Die erste Übung spiele ich auch immer, aber die zweite war mir neu, danke ![]() Bezüglich Signale deuten: Ich persönlich finde es extrem schwer von den Schultern abzulesen, wo der Ball hingeht, aber ich lese derzeit auch ein Buch, da steht, dass man es von den Schultern am aller einfachsten ablesen kann. Aber meine Probleme: a) Da muss ich mitten unter dem Ballwechsel weg vom Ball rauf zu den Schultern schauen und dann weider zurück zum Ball... Beim Handgelenk ist es kein Problem, das ist ja eh direkt neben dem Ball, aber die Schultern?! Macht das wirklich jemands so? b) Bei der Rückhand finde ich sieht man es sehr gut von den Schultern aus. Dorthin wo die Schultern zeigen, geht meistens der Ball. Aber funktioniert das bei der Vorhand auch? Da sind ja die Schultern nach hinten eingedreht, wie soll man das da ablesen? edit: Bist du eigentlich der Fabian von der WSA oder ein anderer Trainer? |
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#16
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
Das Zauberwort dazu heißt peripheres Sehen (http://de.wikipedia.org/wiki/Peripheres_Sehen)
Du beobachtest weiter den Ball, aber trotzdem bleiben die Schultern und ihre Stellung in deinem Sichtfeld. Je stärker die Schulter eingedreht ist, umso eher wird ein paralleler Ball gespielt. Auch je später der Ball getroffen wird, umso eher kommt ein paralleler Ball. Das periphere Sehen trainiert man z.B. mit einer regelmäßigen Übung und der Zuspieler zeigt immer mal wieder eine Zahl von 1-5 mit der anderen Hand. Trainiert das ganz gut. PS: Ja, genau der ;-)
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Tischtennisschule der Werner Schlager Academy: http://www.wernerschlageracademy.com/tischtennis-schule.html |
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#17
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
@Gozu: Welches Buch ließt Du da gerade, der Titel? Danke
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Whatever the odds, keep on smiling
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#18
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
Table tennis tactics for thinkers:
http://www.amazon.de/Table-Tennis-Ta...s+for+thinkers Das Buch ist ganz stark zu empfehlen. Für 14 € ist es ein Wahnsinn, was man von dem Buch lernt. Mir persönlich hat es extrem viel gebracht (bin selbst auch eine Person, die sehr gerne über alles sehr genau nachdenkt, sehr genau analysiert und herausfinden will warum was funktioniert, etwas nicht funktioniert usw.). Ich glaube unmittelbar durch das Lesen des Buches bin ich alleine schon besser geworden, einfach weil ich nun wirklich angefangen habe darüber nachzudenken, wohin ich Gegnern den Ball zurückspielen muss, um ihnen möglichst das Leben schwer zu machen (habe dadurch unter anderem einige Matches gewonnen, welche ich sonst "nie" gewonnen hätte). Und auch andere Dinge, z.B.: Aufschläge so machen, das ich am besten nachspielen kann und mir Abläufe einprägen kann oder das ich weiß, das 95% der Spieler mir den Ball genau dort und dorthin mit dem und dem Schnitt zurückspielen werden. Und ich selbst weiß jetzt auch wo meine Fehler sind und woran ich arbeiten muss um "ein Level aufzusteigen". Aber ich nehme auch viel mehr die Fehler von Gegnern von mir Wahr, z.B.: weiß ich bei den meisten Gegnern wohin sie den Ball spielen, noch bevor sie den Ball überhaupt berühren (oder es meist selbst wissen...) einfach weil viele Gegner immer das gleiche machen ohne es selbst zu bemerken (oder Spieler einen bestimmten Ball immer gleich annehmen). Nur eines finde ich leider ein bisschen negativ an dem Buch: Es wird oft beschrieben wie man "fakes" macht, d.h. Beispielsweise ich einen diagonalen Vorhandball antäusche, ihn aber dann parallel spiele. Und aus der Beschreibung heraus kann ich mir das einfach absolut nicht vorstellen, z.B.: " Whether you are hitting or looping, you should normally line up your shoulders when you backswing on the forehand so that the shoulders roughly aim in the direction you are hitting towards. ... ... Imagine lining up to hit or loop a forehand crosscourt from your forehand side. You line the shoulders up during backswing, and are about to start the forward swing. Your opponent sees your shoulder rotation, sees that they are lined up to hit crosscourt, and instinctively moves to react to a crosscourt shit since most players hit the ball wherever their shoulders line up to hit. Then, at the last second before starting your forward swing, you rotate the shoulders back a bit more, line them up for a down-the-line shot, take the ball a little later, and then hit down the line. Instant free point. " Also von der Erklärung her, ist es mir schon klar. Ich drehe meinen Körper zurück, d.h. wenn ich meine zwei Schultern mit einer Linie verbinden würde und diese Verlängern würde, sollten diese zur Vorhand meines Gegners zeigen. Und dann im letzten Moment drehe ich sie noch weiter zurück und fange dann an mit der Hand nach vorne zu gehen um parallel zu spielen. Aber ich kann mir nicht vorstellen weshalb der Gegner dann glauben sollte, dass der Ball in die Vorhand geht, da er ja sieht, das ich noch nicht den Ball schlage. Für sowas wären ein paar Bilder mehr schon schön gewesen (aber eigentlich ist es ansich eh klar, was gemeint ist). Sowas muss man halt mit Trainern üben, aber ich glaube die meisten Trainer die ich kenne, machen das nicht so (?). Die meisten die ich kenne, schauen einfach irgendwo anders hin wenn sie den Ball treffen oder ändern den Winkel vom Schlägerblatt um parallel zu spielen. Beim Schupfen kann ich es mittlererweile einigermaßen gut (da lernt man es ja auch schnell). Also entweder im aller letzten Moment entscheiden ob er lang oder kurz wird oder zuerst mit einer schnellen Bewegung einen aggressiven Schupfer antäuschen und dann kurz spielen... Aber beim Topspin krieg ich es einfach nicht hin (zumindest so, das ich glaube, das ich es richtig mache). Genauso beim Blocken mit der Rückhand (dazu beschreibt er zwei Techniken zum verfälschen der Richtung). Auch das Faken von "Heavy no-spin" (d.h. Aufschläge, welche keinen Schnitt haben aber nach starkem Unterschnitt ausschauen), ist mir nicht ganz klar. Seiner Meinung nach trifft man bei starkem Unterschnitt den Ball ganz oben beim Schläger, da der Punkt sich dort am schnellsten Bewegt (bei starkem Handgelenkseinsatz). Um keinen Schnitt zu erzeugen trifft man ihn unten, in der Nähe des Griffes (da der Punkt sich vergleichsweise langsam bewegt). Wenn ich das mache, hat auch mein "no-spin" Ball so viel Unterschnitt, dass der Effekt von no-spin nicht kommt..... edit: Das aller beste wäre, wenn der Author von dem Buch eine DVD machen würde, und dort alles genau erklärt. Die DVD würde ich sofort kaufen... |
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#19
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
Ok auf die Idee in english zu suchen kam ich jetzt nicht. Hatte bisher nur in deutsch gesucht und das Meiste kenne ich da schon. Werde mir das Buch mal zulegen.
Was das antäuschen angeht... In den unteren klassen machen es die meisten mit Handgelenk und ich glaube auch nur da macht es mehr Sinn mit dem antäuschen. In höheren Klassen wird der Ball einfach später getroffen , also da kann man es dann schon an den Schultern erkennen. In höheren Regionen macht es für mich kaum Sinn anzutäuschen. So zu spielen durch späteren Balltreffpunkt parallel anstatt diagonal ist dann schon Nutzen genug, lesen können es dann eh die meisten Gegner was da kommt. Mit dem Balltreffpkt. oben und unten am Schläger funktioniert definitiv so, bei mir auch recht gut. Mache dadurch einige Pkt. oder bekomme gute Vorlagen. Man kann halt recht gut täuschen weil die Bewegung gleich aussieht.
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Whatever the odds, keep on smiling
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#20
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AW: Wie am schnellsten besser werden?
Zitat:
Sorry, Gallifax, aber das stimmt so nicht. Gerade in höheren Klassen wird das antäuschen viel wichtiger. Je höher das Spiellevel ausgeprägt ist, umso eher ist ein Spieler auch in der Lage feine Antäuschbewegungen zu machen, gerade was das Täuschen durch das Handgelenk angeht. Schultern sind relativ leicht zu erkennen, auch Balltreffpunkt. Aber die kleinen Bewegungen mit dem Handgelenk sind in der Kürze der Zeit und bei der Geschwindigkeit der Bewegungen so gut wie nicht auszumachen (außer man heißt halt Timo Boll und hat unglaublich gute Augen). Täuschungen und Fake Moves fangen schon beim Aufschlag an. Schaut euch mal die Aufschläge der Profis an. Es gibt meistens eine Auftakt-, eine Schlag- und eine Täuschbewegung. Bei der ITTF Junior Hopes Week 2013 in der WSA hat Werner Schlager eine kleine Demonstration zum Service gegeben: http://www.youtube.com/watch?v=psqmHQYKDYs Hier sieht man sehr schön, dass er zum Beispiel mit seinem Schläger immer nach unten geht, aber einmal Unterschnitt, einmal Oberschnitt serviert. Das Antäuschen - auch über die Schultern - ist schon sinnvoll. Problematisch ist, dass es eine grobe Bewegung ist, die leicht erkennbar ist. Und sowohl Täusch- und als auch Schlagbewegung müssen früher eingeleitet werden, als es z.B. beim Handgelenk der Fall ist. Wie kann das Täuschen über die Schulter dann sinnvoll sein? Das hängt damit zusammen, dass Tischtennisspieler eine sehr kurze Zeit haben, um sich zu entscheiden und teilweise Entscheidungen sehr früh getroffen werden. In einer Studie dazu hat man herausgefunden, dass je höher das Level der Spieler ist, desto länger lassen sie sich für ihre Entscheidungen Zeit und je kürzer ist die Zeit, in der die Entscheidung gefällt und ausgeführt wird. Deswegen kann die Täuschung über die Schulter in niedrigen Klassen durchaus funktionieren, weil da die Entscheidung schon früher getroffen wurde, in höheren Klassen ist dafür dann das viel feiner steuerbare Handgelenk erforderlich. Zum "No-Spin-Service": Versuch es mal so, dass du den Ball einmal mit vollem Handgelenkeinsatz triffts (Balltreffpunkt während maximaler Beschleunigung des Handgelenks) und einmal dein Handgelenk die Bewegung schon ausgeführt hat und die dann erst den Ball triffst. So sieht es beide Male nach Handgelenkeinsatz aus, aber du spielst unterschiedliche Stärken von Spin.
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Tischtennisschule der Werner Schlager Academy: http://www.wernerschlageracademy.com/tischtennis-schule.html |
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