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Umfrageergebnis anzeigen: Wie würdet Ihr Euer politisches Interesse einschätzen?
ich bin politisch interessiert 160 55,36%
ich bin teilweise politisch interessiert 88 30,45%
ich interessiere mich nicht für Politik 17 5,88%
ich verweigere die Aussage 24 8,30%
Teilnehmer: 289. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #37631  
Alt Gestern, 09:36
Snape Snape ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Niedrige Renten resultieren aus niedrigen Einzahlungen, klassisches Leistungsprinzip.
Gibt es hier wirklich eine Diskrepanz? Hast Du Zahlen dazu?

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Der Vorschlag bedeutet, Einzahlungen in die Rentenkasse leisten zu müssen, OHNE damit Anspruch auf eine Rente zu bekommen.
Super Vorschlag.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Beamte ins Rentensystem zu ziehen bedeutet ja ebenfalls eine Ausweitung des 'Zwangssystems'.
Nun, immerhin ist bisher nicht wirklich plausibel, warum Beamte davon ausgeschlossen waren bzw. immer noch sind.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Das nennt sich Rechtsstaatlichkeit, dass man das nicht nach Gutdünken bei Leuten abgreift, die einem auf den Senkel gehen, sondern bei allen.
Bei allen?
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  #37632  
Alt Gestern, 12:10
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Wie gesagt, ob und wie man das System repariert, oder ob das überhaupt Not tut, hat nichts mit den zu niedrigen Renten zu tun.
Niedrige Renten resultieren aus niedrigen Einzahlungen, klassisches Leistungsprinzip.
Die Renten nicht mehr an die Beitragshöhe zu koppeln ist verfassungsrechtlich und unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit problematisch.
Und das wäre der Fall, wenn man auf Dividenden, Mieteinnahmen etc. Rentenbeiträge erhebt.



Ich sage nicht, das hier alles knorke ist, hat nur mit dem Thema armutsfeste Rente wenig zu tun.
Der Vorschlag bedeutet, Einzahlungen in die Rentenkasse leisten zu müssen, OHNE damit Anspruch auf eine Rente zu bekommen.
Beamte ins Rentensystem zu ziehen bedeutet ja ebenfalls eine Ausweitung des 'Zwangssystems'.

Und das soll dann kein Zwangssystem mehr sein?
Das ist ja Jimis Problem bei der ganzen Sache, um mal wieder darauf zu kommen, was ich bei Jimis Beitrag kritisiert habe?



Das nennt sich Rechtsstaatlichkeit, dass man das nicht nach Gutdünken bei Leuten abgreift, die einem auf den Senkel gehen, sondern bei allen.
So wie sich aber aktuell die Finanzwirtschaft entwickelt, da wirst du über kurz oder lang gar nicht darum herumkommen Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne entsprechend zu belasten.

Du kannst auf lange Sicht niemandem erklären, warum BMW 33% Steuern bezahlt, der Angestellte, der gut verdient, aber über 40%. Der Anteilseigner zahlt dann nur 25% auf seine Ausschüttung.

Bei den Start-Ups hat ja Macron den Vorschlag gemacht diese nach Umsatz zu besteuern, da im Grunde gar keine Gewinnerzielung mehr beabsichtigt ist.

Und ja, der Output der RV ist schlecht. Ein AN, der 45 Jahre lang etwa 2.500 Brutto verdient wird in 20 Jahren, wenn die Reform voll durchschlägt, etwa 1.000 Euro Rente haben, die dann noch voll zu versteuern ist.

Auf die 2.500 Euro brutto werden aber jeden Monat etwa 500 Euro RV Beiträge von AN und AG erhoben.

45 Jahre x 6.000 Euro sind dann 270.000 Euro, die einbezahlt wurden.

Verzinst man dies über die Jahre nur mit 2%, dann hätte derjenige über 500.000 Euro erspart (die aktuelle 0-Zinsphase mal außen vor, das ist kein Dauerzustand).

Beim Umlagesystem muss er dafür 150 Jahre alt werden, dass es sich lohnt...

Das Umlagesystem funktionierte bis in die 90er, weil im Krieg mehrere Millionen potentielle, damalige, Rentner gefallen sind.

Es gab einfach viel weniger Alte.

On den 90ern hat man zudem für Unternehmen die steuerliche Attraktivität von Betriebsrenten massiv eingeschränkt. Das War dann das Ende der dicken Zusatzrente, die heute noch viele bekomnen.

Und da es über die Umlage kaum noch funktioniert, dann muss man es halt steuerlich lösen.

Das Beispiel Norwegen nur mit Öl zu begründen hinkt doch auch. Deutschland kann genauso gut einen Staatsfonds einrichten. Stattdessen verscherbeln Bund und Länder seit Jahren ihr Tafelsilber.

Einerseits beschwert man sich über hohe Mieten, andererseits hat man Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG etc. privatisiert.

Im Übrigen: Was den Norwegern ihr Öl war über Jahrzehnte in Deutschland der Bergmann. Da hat die SPD sehr wohl für ihre Klientel mehr als gut gesorgt.

25 Jahre auf der Ölplattform gibt bis zu 5.000 Euro Rente in Norwegen, unabhängig vom Einstiegsalter. Ähnlich ist es hier mit der Knappschaft. Mit Anfang 50 geht ein Bergmann in Rente und ein "Sreiger" kommt da auch auf seine 4.000 Euro.
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  #37633  
Alt Gestern, 12:32
BlinderBarmer BlinderBarmer ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Was soll ich da groß zu sagen, glaubst du wirklich, das Deutschland mit der Steinkohle so viel Gewinn gemacht hat wie Norwegen mit dem Öl?
Seit Jahrzehnten ist die Kohle auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig, und jetzt sollen aus den nicht gemachten Gewinnen und schon lange ausgegebenem Subventionen riesige Staatsfonds aufgemacht werden?

Das der Output der RV schlecht ist, ist doch von mir nie bestritten worden.

Aber die jetzigen Rentner sind die Bevölkerungsgruppe, die das geringste Armutsrisiko haben.
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  #37634  
Alt Gestern, 12:39
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Armendariz Armendariz ist gerade online
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Ich dachte Deutschland hat mit der Kohle vor allem zum Eigengebrauch profitiert (Energie)?
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  #37635  
Alt Gestern, 13:50
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Ich dachte Deutschland hat mit der Kohle vor allem zum Eigengebrauch profitiert (Energie)?
Im Grunde hat man die Kohle subventioniert, damit man nicht von außen erpressbar ist. Rentabel war die nie. Es ist ja auch der einzige Rohstoff über den wir verfügen.

Logisch muss man das nicht verstehen. Mit der Braunkohle, die über einen viel niedrigeren Energiegehalt verfügt, macht man ganze Landstriche platt, vorhandene Infrastruktur bei der Steinkohle (wo noch für 400 Jahre Vorräte unter uns lagern) gibt man auf.

Die Idee des Staatsfonds hat auch nichts mit Gewinen aus einzelnen Industriezweigen zu tun. Norwegen hat das Öl, wir einen unglaublichen Außenhandelsüberschuß.

Man könnte dann auch in High-Tec investieren ohne dass die Profite dann von Trittbrettfahrern im Ausland eingefahren werden.

Ob der Computer oder der Mp3 Player, soviel Sachen sind hier erdacht worden, wo man es versäumt hat eine Industrie darum aufzubauen.

Ein Umdenken von "billig, billig, billig" in "Qualität, Qualität, Qualität" ist dringend vonnöten.

Bei uns sitzt da halt ein gut ausgebildeter Werkzeugmacher, der auf den 1/100 mm genau fertigt. Der kostet aber auch mehr als ein angelernter Arbeiter.

Warum lässt Thailand von Hochtief einen ganzen Flughafen (der funktioniert! ) bauen und bei uns klappt es nicht?

Wenn ich einen Tenergy kaufe oder einen Belag von ESN, dann tue ich das, weil das Material viel besser ist als der ganze Chinakram. Und wenn die Chinesen dann (National Version) dieselbe Qualität bringen sind sie, oh Wunder, noch teurer als BTY.

Kaufe ich ein BTY Holz, so hat das immer ähnliche Eigenschaften. Bisschen schwerer, bisschen leichter, aber die Qualität stimmt. Nehme ich ein Yinhe, da ist der Griff mal dicker, mal dünner, mal ein helles Deckfurnier, mal ein dunkles, mal ist das Holz ab Werk schon verzogen. Kaufe ich einem Dtecs, dann hält der, beim Palio fallen nach ein paar Wochen die Noppen raus.

Worauf ich hinaus will:

Wir brauchen in der Wirtschaft Qualität. Der Trend geht aber zu immer billiger.

Auf lange Sicht geht das nicht zusammen. Preiskämpfe mit China können wir nicht gewinnen.
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  #37636  
Alt Gestern, 16:42
mithardemb mithardemb ist offline
Schlautuer
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Hat auch keine behauptet. Also ich jedenfalls nicht.
Doch genau in der von mir zitierten Stelle und im Original im Beitrag #37623 "Geringe Renten sind eine Folge von geringen Einzahlungen, immer und ausschließlich."

Geringe Renten sind nach unserem System eine Folge der Demographie.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Wenn man über den Flaschenpfand sammelnden Rentner spricht, ist das immer der individuelle Fall.
... und wenn die Renten so stark absinken, dass fast jeder Probleme mit der Miete hat, dann ist das ein allgemeines Problem.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Das, was die Rentner bekommen, ist abhängig von dem, was die Arbeitenden erwirtschaften.
Wenn JEDER ne Million im Lotto gewinnt, ist das genauso.
Wenn man allerdings Kapital zurücklegen oder investieren würde, wäre man nicht abhängig davon, was die jüngere Generation in die Rentenkasse einbezahlt.


Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Inwieweit ist das jetzt relevant?
... die von dir behauptete Zwangsläufigkeit entspricht nicht der Realität.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Übergangsphase halt.
Man muss nicht überall ne Verschwörung wittern.
Keine Verschwörung sondern eine Enteignung die sich über mehrere Jahrzehnte hinzieht und das Geld von den Rentnern in den Bundeshaushalt transferiert. Na ja, sollen sie halt Flaschen sammeln und aufs Land ziehen.
__________________
I don't feed the trolls.
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