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  #101  
Alt 17.01.2018, 13:58
Brett13 Brett13 ist gerade online
auf Abschiedstour
Ältestenrat - Hall of Fame SILBER
 
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AW: Trainer gesteht sexuellen Missbrauch

Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Ich kenne da zu wenige Details. Wurde der Junge bereits angeboten, bevor er mal eine Zeit lang rausgenommen wurde?
So wird es jedenfalls in einem der Berichte dazu dargestellt. Das soll wegen dem was die Polizei wohl über das Darknet später ermitteln konnte und durch die sichergestellten Videoaufnahmen beweisbar sein.

Zitat:
Tatsächlich erweist sich die Entscheidung des Familiengerichts als folgenschwer: Nach Angaben einer Polizeisprecherin wird der Junge auch nach der kurzen Inobhutnahme missbraucht.
Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Aus welchen Gründen genau wurde er rausgenommen?
Weil nachgewiesen werden konnte, dass sich der unsägliche Typ nicht an das von einem Gericht beschlossenes Kontaktverbot, das zu allen Kindern unter 18 Jahren bestand hatte, bei diesem 9-jährigen Kind gehalten hatte und die Mutter es zuließ. Also unterm Strich verständlicher und richtiger Weise aus dem Grund das Kindswohl zu schützen.

Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Welche Auflagen hat die Frau erfüllt oder gab vor, sie zu erfüllen, um das Kind zurück zu bekommen?
Nee, das lief laut den Berichten anders. Die Frau sollte die Auflage erfüllen, dass sie sich psycholigisch Untersuchen lassen sollte, um den Nachweis zu erbringen, dazu im Stande zu sein ihre Pflichten als Mutter überhaupt erfüllen zu können. Das ist von einem Gericht gekippt worden. Diesen Nachweis musste die Mutter auf Grund eies Urteils nicht erbringen. Ein Gericht entschied auch, dass die Inobhutnahme auf Antrag der Mutter beendet werden musste und dass das Kind zur Mutter zurück soll.

Zitat:
Das Familiengericht weiß laut der Justizsprecherin von Christian L.s Vorstrafen. Doch man geht davon aus, die Mutter werde zum Wohle des Jungen den Kontakt mit L. unterbinden. Sie sei zuvor nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Das Gericht sieht die Mutter nicht als Gefahr für den Jungen. "Tragischerweise hat man ihr geglaubt", sagt die Sprecherin rückblickend.
Die Auflage, dass der unsägliche Typ weiterhin Kontaktverbot hatte bestand in der Form weiter, dass er ohne Beisein der Mutter keinen Einzelkontakt haben durfte. Dagegen hatte er dann (wohl wiederholt) verstoßen.

Zitat:
Frühjahr 2017: Im Hause L. gibt es Streit mit dem Vermieter. Er informiert sich über Christian L.s Vergangenheit. Nachdem der Vermieter den Mann mit dem Neunjährigen allein auf der Straße sieht, zeigt er ihn an.

26. Juni 2017: Ein Richter des Amtsgerichts am Wohnort der Familie verurteilt L. wegen des Kontakts zu dem Kind zu vier Monaten Haft. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass L. mit dem Kind alleine war, nachdem das Paar zusammengezogen war. L. legt vor dem Freiburger Landgericht gegen das Urteil Berufung ein. Die Entscheidung steht aus.
Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Wurde das Kind tatsächlich nicht auf Missbrauch hin untersucht?
Dazu gibt es keine Informationen, auf die ich mich berufen könnte. Da wage ich es aber dennoch davon auszugehen, dass a) darüber berichtet worden wäre und entscheidender b) eine solche Untersuchung einen Nachweis erbracht haben würde, dass der Junge zigfach missbraucht und vergewaltigt wurde. Dass der Junge zu dem Zeitpunkt schwerst traumatisiert gewesen sein muss, ist für mich jedenfalls die realistisschste Einschätzung, bei den dargestellten Sachverhalten.

Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass sich auch in der relativ langen Inobhutnahme niemand in Erwägung gezogen hatte, den ganz sicher zu der Zeit sehr verstörten Jungen auf Missbrauch untersuchen zu lassen und das obwohl bekannt gewesen sein sollte, warum er in Obhut genommen wurde. Hier scheint es mir wahrscheinlich zu sein, dass man sich damit "zufrieden" gab, den sicher nicht guten Zustand des Jungen auf den Umstand, dass er von seiner Mutter getrennt wurde, "geschoben" hatte.
Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Wenn doch, wie zuverlässig sind diese Untersuchungen eigentlich?
Na ja, mir ist kein seriöser Fachmann bekannt, der von Hunderprozentig sprechen würde. Darum geht es soweit mir bekannt auch bei keiner Diagnose bzw bzw Untersuchungsergebnis. Bei psychologischen Untersugungen bzw Diagnosen schätze ich es auch wesentlich schwieriger ein als bei medizinischen, bei denen zumindest Verletzungen festgestellt werden können, aber auch nicht zu 100% deren Ursachen. Es geht darum auszuschließen, dass ein Missbrauch bzw gar eine Vergewaltigung stattgefunden haben könnte. Solche Untersuchungen hätte aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ergeben müssen, dass nicht auszuschließen gewesen wäre, dass der Junge missbraucht wurde. Solche Untersuchungen hätten es, nach meinem Verständnis jedenfalls, möglich gemacht aus dem Jungen was rauszukriegen, ihn also zu befragen. Ein Kind das untersucht worden wäre, bei dem dann darauf hin nicht ausgeschlossen werden kann, dass es missbraucht wurde, sondern eher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit übelstes durchmachen musste, wäre niemals zur Mutter zurückgegeben worden. Es wären sofort Ermittlungen eingeleitet worden. So jedenfalls meine Sicht auf die Geschehnisse.

Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Diese und noch viele anderen Fragen werden jetzt geklärt werden und das ist gut so. Ich hoffe aber, dass noch weit mehr Energie aufgebracht wird, um sich um das Opfer zu kümmern.
Viele dieser Fragen bedürfen keiner Klärung mehr. Welche Konsequenzen sich für die damit befassten Personen sich ergeben, das wird sich zeigen müssen.

Ja, das Opfer. Ich fürchte, dass es leider nicht das Glück haben wird, welches ihm zu gönnen ist. Eine staatliche Stelle wird das nicht leisten können. Sei es nur aus Kostengründen. Fürsorgliche (Pflege)Eltern könnten das vielleicht, aber wer nimmt schon ein schwerst traumatisiertes Kind in Pflege? Da gibt es nicht viele.

Bekannte von uns haben ein schwerstmisshandeltes Kind seit schon vielen Jahren in Pflege. Dem Kind wurde im Kleinkindalter dermaßen großes Leid zugefügt, dass es irreparabele Hirnschäden davon getragen hatte. Trotzdem müssen sie damit rechnen, dass die leibliche Mutter irgendwann mal einen Antrag stellt, das Kind zurückzukriegen, dem dann auch stattgegeben werden könnte. Das wissen sie. Damit müssen sie leben...
__________________
"Was wir heute wissen, ist nur der neuste Stand des Irrtums"
Ute Strehl
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  #102  
Alt 19.01.2018, 08:11
Abwehrtitan Abwehrtitan ist offline
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AW: Trainer gesteht sexuellen Missbrauch

Zitat:
In BILD erklären Politiker, was sich JETZT ändern muss

► Elisabeth Winkelmeier-Becker (55, rechtspolitische Sprecherin CDU) will, dass bei Kindesmissbrauch Strafen „im Normalfall“ nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. „Bei unsicherer Prognose muss der Schutz der Kinder vor Wiederholungstätern den Ausschlag geben. Die Richter stehen hier oft vor schwierigen Entscheidungen.“
► Johannes Fechner (45, rechtspolitischer Sprecher SPD): „Wir brauchen eine Fortbildungsverpflichtung für Richter, damit diese für das Thema Kindesmissbrauch sensibilisiert sind und bei Mehrfachtätern Sicherungsverwahrung anordnen.“
► Elisabeth Motschmann (65, CDU) fordert, Kindesmissbrauch künftig härter zu bestrafen: „Auch eine Sicherungsverwahrung mit therapeutischer Betreuung muss häufiger verfügt werden.“
► Stephan Mayer (44, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, CSU): „Wichtiger als eine Verschärfung der Strafen ist, dass die Strafrichter die Täter hart und konsequent bestrafen und von dem maximalen Strafrahmen Gebrauch machen. Wegen der häufig hohen Rückfallgefahr darf es keine Bewährungsstrafen geben und muss im Zweifel auch Sicherungsverwahrung angeordnet werden.“
► Bayerns Justizminister Winfried Bausback (52, CSU): „Sexueller Missbrauch zulasten der Schwächsten unserer Gesellschaft gehört zu den widerlichsten Straftaten! Wer so etwas tut, muss die ganze Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Und das geschieht in der bayerischen Justiz.“
Schaues Geplapper, nur getrieben vom aktuellen Druck den die Presse macht. Außerdem alles zu kurz gegriffen.

Grube ausheben Pädos + Politiker reinschmeißen, Deckel zumachen ! Oder alle miteinander ins Dschungelcamp und nie mehr raus, nen Dachschaden haben die ohnehin alle schon, kann also nicht mehr viel passieren. Arschlöcher unter sich ...
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  #103  
Alt 19.01.2018, 09:31
jimih1981 jimih1981 ist gerade online
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AW: Trainer gesteht sexuellen Missbrauch

Der Punkt ist das steckt man nicht drin. Insofern ja man kann natürlich ein Führungszeugnis verlangen bringt aber nix weil viele haben ja vorher nix gemacht oder wurden nicht erwischt. Besser ist wenn man jemand wirklich gut kennt und etwas über den Hintergrund von demjenigen weiß. Ich kann nicht verstehn wie man sich an Jugendlichen oder Kindern vergreifen kann. Es kann aber schon passieren dass man so Fälle hat wo sich der 18 Jährige Betreuer in die/den 16 Jährige/n Schutzbefohlene/n verliebt, das ist aber ein anderes Thema.

Ich sehe das auch so man muss sexuellen Missbrauch schon hart bestrafen sowohl von Vereins-/Verbandsseite als auch mit rechtlichen Konsequenzen. In Bayern gabs ja in nem Internat auch mal einen Fall.

Geändert von jimih1981 (19.01.2018 um 09:33 Uhr).
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