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Eigenbau Testberichte Hier werden Testberichte von den gebauten Hölzern verfasst.

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  #221  
Alt 28.09.2017, 14:32
schnittfix schnittfix ist offline
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AW: Endmythosfizierung - Fasern und die Wahl des richtigen Holzes

Zitat:
Für Fragen und Anregungen könnt ihr diesen Thread verwenden. Ich bedanke mich bei allen, die die Lust und Energie aufgebracht haben, sich alles durchzulesen.
Im Gegenteil, Danke für deine Lust und Energie, Erfahrung und Einsichten mit uns zu teilen.

Danke!

Spielst du den Vega Pro in 1.8 beidseitig?
Wenn ja, hast du mit der RH Probleme, weil du die VH sehr geschlossen spielst, die RH sollte dann auf Grund deiner Gelenkhaltung recht offen gedreht sein?

Ich frage, weil dein Holz und Belag hoch abspringen (spiele ebenfalls beidseitig Vega Pro in 1.8mm).

Gefallen hat mir eine andere Aussage, dass weiche, langsame Hölzer nicht zwingend nur in den Anfänger-/Schüler-/Jugendbereich gehören. Ich kenne einen Oberligaspieler/-Trainer (TTR 2100) der sich tatsächlich bei mir erkundigt hat welches Holz ich spiele und wo man dieses denn noch erwerben könne. Er selber bevorzugt weiche, langsame Hölzer (mit Tenergy 05/25).

Wenn Härte über die Frequenz gemessen (1200hz/Soft, 1500hz/Medium, 1800hz/hart) und Tempo durch die Blattstärke beeinflusst wird – wie gehe ich dann mit dem Begriff Flexibilität/Steifheit um und an welchem Messwert mache ich diesen fest?

Finde ich denn Hölzer die da einzuordnen wären, Geschwindigkeit im ALL-Bereich?:
  • soft - flexibel
  • soft - steif
  • medium - flexibel
  • medium - steif
  • hart - flexibel
  • hart - steif
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  #222  
Alt 28.09.2017, 15:50
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AW: Endmythosfizierung - Fasern und die Wahl des richtigen Holzes

Flexibilität/Biegesteifheit ist die gemessene Frequenz

Ich selbst bin überwiegend auf der Vorhand Zumacher und muss Beläge und Hölzer mit hohen Ballabsprung spielen. Rückhand würde mir auch Medium reichen. Ich spiele Vorhand wie Rückhand 1.8mm. Niveau: Bezirksliga oben bis Landesliga mitte bei sehr wenig bis gar kein Training. TTR schwankt zwischen 1740 und 1770.

Ergänzen möchte ich noch das man dieses oben aufgeführte Carbonholz mit 1390hz auch ohne Faser bauen könnte. Man muss nur die Ausrichtung der Holzfaser verändern.

Vergessen habe ich allerdings noch eine wichtige Eigenschaft zu Hölzern.

Katapult/Dämpfung:
Im Grunde reduziert sich alles auf weiches dämpfendes Balsa als Kern oder auch Sperrfurnier welches bevorzugt von Noppenspielern verwendet wird weil die dämpfenden Eigenschaften herausragend sind
und Abachi/Kiri/Weide und alle anderen (relativ leichten) Hölzer die in die Kategorie katapultige Hölzerfallen. Die Topspinhölzer haben überwiegend alle Abachi und Kirikerne welche eigentlich optimal sind. Katapultig bei hohen Tempo und moderaten Gewicht. Erschreckende Unterschiede von Abachi zu Kiri gibt es keine. Kiri ist noch ein Tuck leichter und macht in Grenzzonen Sinn. Beispielsweise bei sehr steifen und schnellen Hölzer mit ca. 95gr. Die Alternative wäre bei Abachi zu bleiben, allerdings wäre das Holz mit ca. 100gr dann fast unspielbar.

Es gibt auch sogenannte Hybride wie das Custom Blade Backspin Supreme (wird in 4-8 Wochen vorgestellt) welches sich auf der Rückhand leicht Balsatypisch spielt (hohe Dämpfung) und auf der Vorhand durch den Einsatz von Kiefer und Abachi relativ Katapultig wirkt. Solche Hölzer sind aber sehr rar. Es sollen einige Holzbauer solche Hölzer im Sortiment haben. Erfassen konnte ich das mangels ordentlicher Präsentation allerdings nicht. Die altbewährten Hersteller (Neubauer, Andro, Donic Butterfly) haben eine solch grundlegende Asymetrie in Ihren Hölzern nicht. Ein dramatischen Unterschied von Vorhand zu Rückhand gibt es folgerichtig nicht. Mit den Backspin Spezial habe ich da schon ein Holz im Sortiment. Der Nachfolger, das Supreme hat noch etwas ausgeprägtere Unterschiede.
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  #223  
Alt 28.09.2017, 16:20
schnittfix schnittfix ist offline
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AW: Endmythosfizierung - Fasern und die Wahl des richtigen Holzes

Zitat:
Zitat von das_gesäß Beitrag anzeigen
Flexibilität/Biegesteifheit ist die gemessene Frequenz.
Demnach gibt es also keine biegesteifen Hölzer mit 1100hz oder 1300hz?

Sind Flexibilität/Biegesteifheit und Weichheit/Härte ein und dasselbe?

Zitat:
soft - flexibel
soft - steif
medium - flexibel
medium - steif
hart - flexibel
hart - steif
Habe ich Aussicht auf so einen Test oder liegt das außerhalb physikalischer Möglichkeiten?

Neulich wurde im Forum eine Datenbank genannt (tabletennisdb, Bewertungssystem subjektiv User basierend), welche unter anderem die Holzeigenschaften Weichheit/Härte und Flexibilität/Biegesteifheit differenziert.

Auch wenn ich von "weichem" oder "hartem" Anschlag lese denke ich, dass das mit Flexibilität bzw Biegesteifheit erst einmal nichts gemeinsam hat.

Wo liegt hier mein Verständnisfehler?
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  #224  
Alt 28.09.2017, 17:29
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AW: Endmythosfizierung - Fasern und die Wahl des richtigen Holzes

Ob Biegesteif oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden.... Der eine meint 1400hz ist hart und eher wenig Beigesteif. Dem anderen ist das noch zu weich und elastisch...
Eine Einteilung in Hart, Medium und Soft scheint aus meiner Sicht sinnvoller als mit Biegesteif zu argumentieren. Bei Soft, Medium und hart spürt man auch deutliche Unterschiede.

Es gibt noch etwas anderes wie Touch (Anschlag). Hartes VS weiches Deckfurnier. Einige berichten von deutlichen Unterschieden. Ich konnte keine dramatischen Unterschiede feststellen. Der Unterschied eines weichen Kiefer Furniers zu einen harten Ebenholz Deckfurnier ist marginal. Warum das so ist habe ich schon ausgeführt.

Der Kleber.

Das Furnier saugt sich mit Kleber voll was die ganze Geschichte "hartes Deckfurnier/weiches Deckfurnier" egalisiert. Nicht vollsten, aber so viel das die Unterschiede von weichen zu harten Deckfurnier sehr gering sind. Zumindest in Begrenzung von Deckfurniere mit 1mm Furnierstärke oder kleiner.

Ich werde in 1-2 Wochen ein Baugleiches Holz bauen und in den "Testkoffer" dazu legen damit jeder Limba mit Ebenholz vergleichen kann. Man wird feststellen das sich hinsichtlich Touch nichts dramatisch verändert.

Kurz Flexibilität und härte sind nicht das selbe.
Allerdings ist die Flexibilität (Elastizität) deutlich variabler als der Touch.

Den Testkoffer gibt es nur komplett. Man sollte mal alles durchtesten damit man weiß was welche Faser macht und mal gucken ob ein teures Ebenholzdeckfurniere bei Topspins erhebliche Vorteile bringt oder.
Im wesentlichen sollte man feststellen, das man nicht so Geil auf ein bestimmtes Material sein soll. Man soll sich eher auf das Gesamtkonzept konzentrieren anstatt ein gewisses Furnier oder einer gewissen Faser nachzujagen.

Mit den Worten meiner Oma
"auch andere Mütter haben schöne Töchter"
Oder Worte meines Metzgers
" nicht nur Argentinier machen gute Kühe"

Es gibt Tendenzen die zwingend erforderlich sein sollten wenn man auf die letzten paar Prozent hinaus will. Ebenholz bei maximaler Schnittumkehr, sowie weiche Materialien als Deckfurnier für maximalen Spin. Sprichwörtlich bietet Balsa unter Umständen wirklich eine Optimale Spinunterstützung.

Den Hype um Hinoki oder anderen Materialien kann ich demnach nicht nachvollziehen.

Es gibt noch tolle ERgänzungen wie CR und tempern.
Aber aus einen Limba CR Furnier kann man kein Ebenholzfurnier machen. Das härten der Furniere durch CR ist zwar da, aber es macht keinen dramatischen Unterschied am Touch/Anschlag aus.
Tempern ist das backen des Klebers. Durch Temperatur und Zeit X im Ofen wird da gesamte Konstrukt härter/Biegesteifer. Auch hier ist es nicht extrem, allerdings doch spürbar.

Geändert von das_gesäß (28.09.2017 um 18:02 Uhr).
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  #225  
Alt 28.09.2017, 19:06
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AW: Endmythosfizierung - Fasern und die Wahl des richtigen Holzes

Ich möchte aufpassen, nicht an dir vorbei zu denken. Das fällt mir ein wenig schwer, da ich beeinflusst bzw vorbelastet bin durch diverse Bezeichnungen der diverser Hersteller und dem Marketing der entsprechenden Kataloge.

Ich versuche anhand deines Vokabulars mir ein theoretisches Bild zu machen. Erfahrung sammeln muss ich letztendlich später live:
Zitat:
Es wird Anspruchsvoller:
Die Tischtennishölzer liegen überwiegend im Bereich von 1000hz - 2000hz. Es gibt eine Hand voll darüber und darunter. Unterteilt man diesen Frequenzbereich in 3 Teile (Soft, Medium, Hart) so liegen die Grenzen für Soft im Bereich 1000-1333hz für Medium 1334 - 1666 und hart im Bereich 1667-2000hz.
Zur besseren Verständlichkeit liste ich meine Hölzer mal nach Frequenz auf.
Zitat:
Um heraus zu finden, was man denn eigentlich will, sollte man sich Hölzer im Bereich 1200 Hz (soft), 1500 Hz (medium) und 1800 Hz (hart) anschauen und testen.
Ich möchte nur verstehen, dass du "weich" gleichstellst mit "flexibel" und "hart" gleichstellst mit "biegesteif". Mir geht es nicht darum herauszufinden, ob irgendwer subjektiv 1300hz schon für zu hart oder 1800hz für noch zu weich hält.

Nebenbei: Hast du – deinem eigenen Anspruch gerechte – Hölzer mit 1500/1800hz bauen können? Für mich wäre diese Reise zunächst interessant, bevor ich mich 6 1200hz Hölzern zuwende.

Oder anders gefragt: Kannst du mir Hölzer nennen, welche aktuell erhältlich sind und bei 1500hz und 1800hz im Bereich ALL+/OFF- liegen?

Denn Tip zum Donic Senso Waldner Ultra Carbon finde ich gut. Ist das ein Modell das Waldner selber gespielt hatte?
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  #226  
Alt 28.09.2017, 21:17
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AW: Endmythosfizierung - Fasern und die Wahl des richtigen Holzes

Ja, weich = Flexibel
Hart = Biegesteif

Ich traue mir zu Hölzer für dich nach Vorgabe zu fertigen.

Das Senso Ultra Carbon hat Herr Waldner vermutlich nicht selber im Punktspiel gespielt. Da gibt es Leute die fähiger sind als ich.
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  #227  
Alt 29.09.2017, 00:24
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Es scheint, als ob ich demnächst den 6er-Testkoffer bestellen werde.
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  #228  
Alt 29.09.2017, 12:13
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AW: Endmythosfizierung - Fasern und die Wahl des richtigen Holzes

Wie misst du denn die Frequenz deiner Hölzer?

für mich sind die Werte alle sehr niedrig. Wenn ich das gemessen habe, waren bei mir die meisten Hölzer eher zwischen 1350-1600Hz
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  #229  
Alt 29.09.2017, 13:20
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Die Hölzer werden am Griff eingespannt. Das Mikrophon wurde auf gleicher Höhe etwa 1m vom Holz entfernt positioniert. Aus 10cm entfernung wird der Ball mittig aufs Blatt fallen gelassen. Der Ton wird aufgezeichnet. Ich mache das ganze für jedes Holz 4-6mal und mittele dann den Wert. Deutliche Peaks werden nicht berücksichtigt.
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  #230  
Alt 29.09.2017, 13:39
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Wo am Griff spannst du sie ein? Das ist ja sehr entscheidend...
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