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Technik - Taktik - Training Hier könnt Ihr Fragen und Tipps rund um die Themen Technik, Taktik und Training loswerden. Besonders Trainer können hier Erfahrungen austauschen und Trainingswillige ihre alltäglichen Probleme diskutieren.

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  #1  
Alt 06.12.2017, 18:55
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Rückhandmonster Rückhandmonster ist gerade online
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Idee Die Auszeit im Tischtennis - richtig nutzen

:: Ich bitte die Formatierung zu entschuldigen, aber da ich das nicht einfach hier reinkopieren kann, weil es hier nur Text und keinen Richtexteditor gibt, sieht es ein wenig poor aus.... Dabei hat die eingesetzte Forenversion das schon lange. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, damit der Content dann hier besser wird. Ich würde mich darüber freuen. ::

In diesem Beitrag soll es um die Auszeit und ihren sinnvollen Einsatz gehen. Auch wenn nicht so viele statistische Daten zur Auszeit vorliegen, so wird doch der eine oder andere bestätigen, dass die Auszeit wichtig für Sieg oder Niederlage war.

Zitat:
Zitat von Rückhandmonster
Es gibt so viele Meinungen wie es Menschen/Trainer gibt. Dieser Beitrag spiegelt meinen aktuellen Wissenstand und meinen aktuellen Fokus wieder und erhebt weder Anspruch auf vollständige Auflistung aller Themen noch auf universale Gültigkeit. Mein Fokus liegt leistungsorientierten Tischtennis. Ich verzichte bewußt auf das Gendern in meinen Artikeln. Ich hoffe, dass dieser Beitrag Anregungen für den Leser enthält würde mich über Meinungen zum Thema sehr freuen.
Aus meiner Sicht wird die Auszeit viel zu oft verschenkt. Werfen wir nun einen detaillierten Blick auf die Auszeit.

Inhaltsverzeichnis
  • Regeln
  • Zeitpunkt
  • Ziel
  • Verlauf
  • Inhaltliche Anweisungen
  • Tipps & Tricks
  • Mindmap

Regeln
  • 1 x pro Spiel je Spielerpartei pro Spiel
  • bis zu 1 min
  • kann selbstständig ausgelöst werden
  • Spieler
  • Betreuer/Coach
  • kann selbstständig vor Ablauf beendet werden
  • Änderung des Inhaltes, weil Coaching im Satz erlaubt ist (Stand 2017)
  • Eine Auszeit kann bis zu 1 Minute dauern. Aus taktischen Gründen könnte diese auch kürzer sein. Dazu aber später mehr. Alles andere entspricht den im Moment ( 06.12.2017) gültigen Regeln.

Zeitpunkt

Wann kann/sollte man eine Auszeit nehmen?

Hier eine Liste, wann eine Auszeit genommen wird:
  • bei Rückstand
  • bei Führung
  • bei Gleichstand
  • Anfang, Mitte, Ende Satz
  • bei eigenen Negativserien
  • Entscheidungssituationen
  • Satz z.B. 10:9, 9:10

Aus meiner Sicht werden Auszeiten leider zu oft zu spät genommen.

Faustregel: Lieber zu früh die Auszeit nehmen, als zu spät!

Persönlich versuche ich immer darauf zu achten, wie der Spielverlauf sich gestaltet. Am Ende sollen die Spieler*innen taktische Maßnahmen am Tisch umsetzen. Mit 11 Punkten ist der Satz relativ kurz.

Es macht also keinen Sinn bis zu einem 0:5 zu warten, wenn der eigene Spieler die in der Pause besprochenen taktischen Maßnahmen nicht umsetzt und darum relativ schnell zurückliegt. Hier greife ich auch schon mal am Anfang eines Satzes bei 0:3 zur Auszeit (natürlich nicht im 1. Satz) ein. Je nach Spielertyp passiert das schon im 2. Satz, da manche Spieler*innen mental mit einem 0:2 Satzrückstand schlechter umgehen können als andere.

Eigene Negativserien können auch bei einer hohen 10:x Führung zu einem Kippen des Spieles führen. Daher muß man als Coach darauf achten, dass der Flow im eigenen Spiel erhalten bleibt. Selbst bei einer 9:3 Führung und gegnerischem Aufschlag kann es schnell wieder eng werden. Im vermeintlich sicheren Gefühl werden die Aufschläge des Gegners nicht gut retourniert (9:5), ein eigener schlechter Aufschlag führt zum 9:6. Der nächste Punkt wäre ein 9:7 bei Aufschlag Gegner.

Bei einer Negativserie von 3-4 Punkten steigt die Verunsicherung des eigenen Spielers und der Gegner ist bei eigenem Aufschlag wieder auf 2 Punkte heran. Hier gilt es entsprechend über eine Auszeit den Flow des Gegners zu stoppen und den eigenen Spieler zu stärken.

Auch bei einem 10:9 kann es sinnvoll sein eine Auszeit zu nehmen. Hier gibt es 2 Situationen:

gegnerischer Aufschlag

in dieser Situation würde ich vor allem die Auszeit nehmen, wenn der Gegner schon verunsichert ist z.b. durch eigene Fehlaufschläge, leichte Fehler etc.
in dieser Situation muss der eigene Spieler auf mögliche Aufschläge des Gegenüber eingestellt und Wahrscheinlichkeiten besprochen werden.
Am Anfang des Gespräches gehe ich in der Regel ganz kurz darauf ein, welcher Aufschlag selbst in der Verlängerung vorwiegend gespielt werden soll, wenn das nicht klappt. Wobei durch das erlaubte Coaching im Satz hier eine deutliche Erleichterung eingetreten ist, da dies im Satz verändert werden kann.
Der Hauptteil des Gespräches geht darum, was der eigene Spieler jetzt auf welchen Aufschlag antworten soll und was die Wahrscheinlichkeiten der gegnerischen Spielzüge angeht.
Am Ende wird dann noch einmal die Zuversicht auf den Sieg bekräftigt und das Spiel gewonnen .

eigener Aufschlag
in dieser Situtation würde ich die Auszeit nehmen, wenn mein Spieler diese braucht! Das ist individuell sehr unterschiedlich.
In knappen Spielsituationen ist es besser lange Aufschläge zu spielen, weil das Risiko für den Rückschläger höher wird. Wobei auch hier wie immer gilt: Shit in – Shit out .

Eine Auszeit in der Verlängerung zu nehmen kann auch eine Option sein, dann gilt das gleiche wie oben schon geschrieben.
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Ziel

Um eine Auszeit nehmen zu wollen, muss ich mir darüber klar sein, warum ich diese nehmen sollte.

Folgende Gründe fallen mir dazu ein.

Spielfluss/Spielrythmus brechen
**Der Gegner ist im Flow und trifft jeden Ball.
**Der Gegner ist heiß und wird immer stärker
**Gegner hat Satzball/Matchball bei knappem Spielstand

Taktik neu/anpassen/verändern
die bisherige oder die ausgegebene Taktik soll verändert werden.
taktische Anweisungen werden gegeben

auf gegnerische Änderungen reagieren
Der Gegner ändert sein Verhalten bzw. die Spielweise (auch Taktik) und die Spieler*innen soll darauf eingestellt werden.

Vorbereiten auf entscheidenden Punkt
Spieler*innen führt 10:9 oder mit einem Punkt in der Verlängerung

Gegner verunsichern bei entscheidenden Punkt
Spieler*innen liegt mit 9:10 hinten oder mit einem Punkt in der Verlängerung

Konzentration
Spieler*innen reagiert zu hektisch oder gar nicht
Spieler*innen ist nicht “am Tisch”

mentale Unterstützung /Psyche
Körpersprache des Spieler*innen ist nicht gut

Erholung (physisch, psychisch)
Spieler*innen wirkt erschöpft/unkonzentriert
Spieler*innen macht leichte Fehler

Technikkorrektur
fast ausschließlich im Jugend/Kinderbereich, wenn gravierende technische Schwächen durch den Gegner ausgenutzt werden oder
gravierende Fehler auftreten


Die Gründe für das Nehmen einer Auszeit hängen immer sehr stark vom den individuellen Spieler*innen ab, das sollte man als Trainer immer beachten. Wenn der Spieler sich von der Auszeit unterbrochen fühlt, dann sollte man auf jeden Fall den Spieler*innen den Grund für die Auszeit mitteilen. Aber als Trainer sieht man von aussen eben manchmal mehr. Andererseits sind Trainer auch nur Menschen und können mal daneben liegen.
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Verlauf

Eine Auszeit folgt bestimmten Regeln (ähnlich den Coachingregeln), die man aus meiner Sicht zwar leicht anpassen und individualisieren kann, deren genereller Verlauf aber eingehalten werden sollte.

siehe auch Quelle nach Tailor – Auf diesen Grundlagen basieren auch die Coachingregeln.

Spieler*innen raus holen (Rest + Psyche)
Handtuch/Trinkflasche
Frage nach dem Abendessen 😉 – gerade bei “kleineren Menschen” sehr hilfreich

Spieler*innen zur Ruhe kommen lassen
Psyche
beruhigen oder pushen
ist individuell, was die Spieler*innen benötigen

Empathie
Bestätigung des Spieler*innen
positiv
Es ist Zeit für positive Verstärkung und NUR DAFÜR!

Analyse des Spieler*innen abholen
Spieler anhören oder befragen – je nach Spieler, hier ist es auch wichtig den Spieler zu hören!
Empathie zeigen und positiv verstärken!

Tipps geben
max. 1-3 Punkte – mehr wird in der Regel nicht “verstanden”
hängt von Spieler*innen ab
präzise, kurz, eindeutig, positiv
Eröffne möglichst lang in die Vorhand
lege Aufschläge kurz in die Rückhand zurück
bleib am Tisch oder geh in die Halbdistanz
“Nicht-Formulierung” vermeiden
falsch: spiele nicht in seine Vorhand
richtig: spiele mehr kurz in seine Rückhand für die Eröffnung
Prognose
wie könnte der Gegner die Taktik verändern? – je nach Spielertyp kann man als Trainer eine Einschätzung mitgeben, die vielleicht hilft, aber dann gibt es unter einen Tipp weniger
der Gegner wird wahrscheinlich mehr über Deine VH-Seite angreifen, versuche dann die Eröffnung über seine RH-Seite zu forcieren. Ansonsten wie besprochen weiter spielen.
Abschlusspush
noch einmal emotional und mental pushen
Du schaffst das
dein Spiel
belohn dich für die gute Leistung

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Inhaltliche Anweisungen

Kommen wir jetzt zu den inhaltlichen Themen, die man in einer Auszeit ansprechen sollte.

Aus meiner Sicht muss man sich bei 1 min doch sehr kurz halten. Wichtig ist, dass die wirklich wichtigen Themen dabei zum Tragen kommen. Es ist wichtig den Tipp zu finden, der den Spieler*innen am meisten hilft und den sie auch umsetzen können. Das fällt am leichtesten, wenn ein Vertrauensverhältnis zwischen Spieler*innen und der coachenden Person besteht.

Taktik
die generelle Spieltaktik ist hier wichtiger als einzelne Spielzüge, da sich der Gegner darauf einstellen kann und wird
z.B. spiele ihn öfter auf den Körper an oder baue die Angriffe über Mitte/Vorhand auf
auch an dieser Stelle -> nur positive Formulierungen
Aufschlag
der Aufschlag ist wichtig für den eigenen Spielaufbau und daher auf jeden Fall ein Thema in der Auszeit
z.B. schlage vor allem kurz mit Seitschnitt oder leer in Tischmitte auf
Rückschlag
z.B. versuche die Rückschläge kurz zu halten und wenn lang, dann über die Rückhandseite
3. Ball
z.B. bleib bei kurzen Bällen auch kurz und greife lange Bälle über seine weite Vorhand an
Platzierung
z.B. die meisten Punkte machst Du mit dem RH-Block über Tischmitte, bring ihn dazu auf deine RH zu ziehen
Spielweise
ergreife selber die Initiative oder lass ihn angreifen und konter ihn aus
gute eigene Bälle
Wenn der Spiele gut spielt und das spielt läuft, dann sollten auf jeden Fall seine Taktik und seine guten Bälle im Zusammenhang erwähnt und besonders “veranktert” werden
z.B. er hat Schwierigkeiten mit deinen kurzen Aufschlägen, die Bälle kommen zu lang und du greifst die super mit der VH an. Bleib aktiv auf den Beinen und nutze die VH für den Angriff weiter so konsequent
Schwachpunkte Gegner
generell konzentriere ich mich in diesem Fall eher auf die Stärken des eigenen Spielers (die in gewissem Maße auch die Schwächen des Gegners sind).
z.B. immer wenn Du lange Bälle auf seine Rückhand spielst, dann kommst Du gut mit Deinem TS Vorhand oder Rückhand ins Spiel
Technikkorrektur
Die Technikkorrektur wird im Erwachsenenbereich sehr selten eingesetzt, da im Spiel keine wirkliche Änderung erfolgen kann. Im Kinder/Jugendbereich wird sehr oft Technik korrigiert, was aus meiner Sicht auch sinnvoll ist.
z.B. beim Topspin wirklich aus den Beinen arbeiten, mehr nach vorne ziehen, Schläger beim TS mehr schließen…
“nur” Kinder/Jugendbereich
nur bei gravierenden Mängeln
selten im Erwachsenenbereich

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Tipps & Tricks

Generell sehe ich persönlich die Auszeit nicht nur als Möglichkeit den eigenen Spieler zu stärken, sondern wie oben auch schon angeklungen, als Mittel um den Gegner zu unterbrechen/stören.

Bei einer Auszeit fällt normalerweise die Spannung des Spielers ab. Genau diesen Effekt kann man sich zu nutze machen. Dazu beobachtet man den Gegner und wenn die Spannung unten ist (siehe oben Coachingregeln) beendet man die Auszeit vorzeitig. Das führt unter Umständen dazu, dass der gegnerische Spieler “nicht so wach” an den Tisch zurück kommt und der eigene Spieler es leichter hat.

In den Internationale Regeln steht dazu:

4.4.2  Ein Spieler oder Paar kann ein Time-out (Auszeit) von bis zu 1 Minute während eines Individualspiels verlangen

4.4.2.5  Sobald der Spieler (das Paar), der (das) Time-out verlangte, bereit ist weiterzuspielen, spätestens jedoch nach Ablauf einer Minute, wird die Karte bzw. Markierung entfernt und das Spiel wieder aufgenommen.

Diese Taktik muss man nicht einsetzen, aber sie ist im Sinne von “Winning Ugly”.

Mindmap

Auch in diesem Fall gibt es eine kleine Mindmap dazu. Viel Spaß damit.
tischtennis-training-berlin.de - Auszeit - Uebersicht Mindmap_2017_public.pdf

Dieser Beitrag ist zuerst in meinem Blog erschienen.
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  #2  
Alt 06.12.2017, 22:51
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DerWechsler DerWechsler ist gerade online
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AW: Die Auszeit im Tischtennis - richtig nutzen

Damit ist alles gesagt, super
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  #3  
Alt 06.12.2017, 23:12
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:-) AW: Die Auszeit im Tischtennis - richtig nutzen

Danke.
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  #4  
Alt 07.12.2017, 08:06
Pensky Pensky ist gerade online
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AW: Die Auszeit im Tischtennis - richtig nutzen

Ich habe es nur quer gelesen. Beim Zeitpunkt fehlt aber -gerade um den Spannungsabbau zu nutzen- unmittelbar im Anschluss an die Auszeit des Gegners, wenn dieser nach seiner Auszeit top motiviert an den Tisch trippelt.
Das ist mein favorisierter Zeitpunkt.

...wobei irgendwer mir mal erzählte, dass ein Ballwechsel dazwischen liegen muss (ist ein Netzaufschlag eigentlich ein Ballwechsel?)... ich bin allerdings nicht regelfest.

Geändert von Pensky (07.12.2017 um 08:10 Uhr). Grund: Regelunkunde
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  #5  
Alt 07.12.2017, 11:02
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AW: Die Auszeit im Tischtennis - richtig nutzen

Das mit der Zeit ist leider rein theoretisch. Weder die Beschränkung auf 1 min noch das Abbrechen der Auszeit funktionieren, da es ja keinen Schiedsrichter gibt. Selbst wenn doch, dann gibts maximal ne gelbe Karte, was man für einen Sieg auch in Kauf nehmen kann.
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  #6  
Alt 07.12.2017, 11:14
Heinzi the Oberboss Heinzi the Oberboss ist gerade online
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AW: Die Auszeit im Tischtennis - richtig nutzen

Die eigene Auszeit darf direkt im Anschluss an die des Gegners genommen werden, muss kein Ballwechsel dazwischen liegen.

Zitat:
Zitat von Internationale Tischtennisregeln B
4.4.2.3
Time-out kann nur zwischen zwei Ballwechseln in einem Satz verlangt werden; die Absicht wird durch ein “T”-Zeichen mit den Händen angezeigt.
Man darf sie nur nicht bei 0:0 nehmen (oder während eines laufenden Ballwechsels).

Das mit dem Auszeit abbrechen ohne Schiedsrichter funktioniert meiner Erfahrung nach eigentlich ganz gut, wird in der Jugend NRW-Liga manchmal gemacht und es wird respektiert auch wenn der gegnerische Spieler meist noch ein paar Sekunden braucht.

In den Kreisklassen wissen das die meisten wahrscheinlich gar nicht, dass man die abbrechen darf.

Btw Rückhandmonster, wie immer top deine Beiträge zu Trainingsthemen

Fällt mir nach einer Partie auch zu oft auf, dass ich das Time-Out hätte früher nehmen sollen.
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  #7  
Alt 07.12.2017, 13:33
NicoZ NicoZ ist gerade online
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AW: Die Auszeit im Tischtennis - richtig nutzen

Zitat:
Zitat von Heinzi the Oberboss Beitrag anzeigen
Man darf sie nur nicht bei 0:0 nehmen [...].
Doch, doch: Das darf man - wenn es vorher einen Ballwechsel in dem Satz gab. (Let wegen Netzaufschlag oder externer Störung nach 5 Minuten Dauerschupf oder ...)
Ob das wahnsinnig sinnvoll ist, ist ne andere Sache.
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  #8  
Alt 07.12.2017, 18:51
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Rückhandmonster Rückhandmonster ist gerade online
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:-) AW: Die Auszeit im Tischtennis - richtig nutzen

Zitat:
Zitat von Pensky Beitrag anzeigen
Ich habe es nur quer gelesen. Beim Zeitpunkt fehlt aber -gerade um den Spannungsabbau zu nutzen- unmittelbar im Anschluss an die Auszeit des Gegners, wenn dieser nach seiner Auszeit top motiviert an den Tisch trippelt.
Das ist mein favorisierter Zeitpunkt.

...wobei irgendwer mir mal erzählte, dass ein Ballwechsel dazwischen liegen muss (ist ein Netzaufschlag eigentlich ein Ballwechsel?)... ich bin allerdings nicht regelfest.
Danke!! Man lernt nie aus, danke. In meinem Blog kann ich es einbauen... hier nicht mehr... kann leider oben nicht mehr editieren.

Das Timout nach dem Timeout halte ich persönlich nicht für so sinnvoll, da der Gegner ja den Zeitpunkt bewusst gewählt hat. Ich würde den nächsten Punkt abwarten.**Ansonsten gebe ich dem Gegner noch mehr Zeit zum Push...
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Geändert von Rückhandmonster (07.12.2017 um 18:54 Uhr).
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  #9  
Alt 07.12.2017, 19:24
Majestät Majestät ist offline
Die Clenbuterol-Rückhand
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AW: Die Auszeit im Tischtennis - richtig nutzen

Zitat:
Zitat von Rückhandmonster Beitrag anzeigen

Die Gründe für das Nehmen einer Auszeit hängen immer sehr stark vom den individuellen Spieler*innen ab, das sollte man als Trainer immer beachten.
[...]
Generell sehe ich persönlich die Auszeit nicht nur als Möglichkeit den eigenen Spieler zu stärken, sondern wie oben auch schon angeklungen, als Mittel um den Gegner zu unterbrechen/stören.
Denke dies sind die Kernpunkte! Oft wird die Auszeit losgelöst vom Gegner genommen/nicht genommen, doch sollte hier die Gesamtsituation entscheidend sein (z.B. evtl. Lauf des Gegners unterbrechen, auch wenn der eigene Spieler konzentriert, clever und gut spielt).

Den oberen Punkt finde ich allerdings am wichtigsten. was für den einen SpielerIn der perfekte Zeitpunkt für ne Auszeit sein kann, kann für einen anderen ein schlechter Zeitpunkt sein. Mit dazu gehört mMn auch die Absprache, wer die Auszeit nehmen sollte...nur Spieler, nur Trainer oder beide.
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  #10  
Alt 08.12.2017, 08:19
Lousy Defence Lousy Defence ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Pensky Beitrag anzeigen
(...) Beim Zeitpunkt fehlt aber -gerade um den Spannungsabbau zu nutzen- unmittelbar im Anschluss an die Auszeit des Gegners, wenn dieser nach seiner Auszeit top motiviert an den Tisch trippelt.
Das ist mein favorisierter Zeitpunkt.
Zitat:
Zitat von Rückhandmonster Beitrag anzeigen
(...) Das Timout nach dem Timeout halte ich persönlich nicht für so sinnvoll, da der Gegner ja den Zeitpunkt bewusst gewählt hat. Ich würde den nächsten Punkt abwarten.**Ansonsten gebe ich dem Gegner noch mehr Zeit zum Push...
Habe ich als Betreuer eines Jugendlichen ein(!)mal exakt so gemacht: Coach vom Gegner nimmt Timeout, sagt seinem Schützling zwei Worte, guckt zu mir rüber - "Timeout-Ende! Timeout-Ende!!!. Dummes Grinsen in unsere Richtung ob vermeintlicher taktischer Meisterleistung.
Ich nehme das "Gegen-Timeout", damit mein Spieler (der gerade seine Flasche Wasser zum Mund geführt hatte) sich nicht hetzen lässt und damit ich meinen letzten Satz in Ruhe zuende sprechen kann. Haben anschließend das Timeout mal wirken lassen: bis Sekunde 60 (zumindest gefühlt) einfach nur gewartet und den zappelnden Gegner angeguckt (also natürliches Timeout-Ende) und der Gegner hat dann total überzogen (overpaced) agiert und keinen Punkt mehr gemacht (fünfter Satz). Game over.

Ansonsten halte ich von diesen Psycho-Spielchen - insbedondere im Jugendbereich - nicht sehr viel. Aber da war es mir recht, dass ich meinem Spieler und dem Gegner einfach mal vermitteln konnte: Okay, können wir auch. So lassen wir uns nicht unter Druck setzen.
War auch ganz froh, in der Situation noch das Timeout zur Verfügung zu haben. Obwohl ich sonst dem bereits hier geäußerten Verdacht zustimme, dass die Auszeit meistens eher zu spät als zu früh genommen wird.
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