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Villert 01.07.2004 23:53

AW: Frage zum VH-Topspin
 
MiHu hatte das ganze eigentlich als erstes richtig und am besten dargestellt. Schau dir seinen Post nochmal an.


Einige nachfolgende Sachen sind aber nicht unbedingt korrekt.
Und zwar diese hier:

Zitat:

Zitat von MiHu
Das rechte Bein dreht am Boden, verbleibt also an der Stelle des Ausholens, die Fußspitzen wandern wieder nach vorne.

Das sollte man lieber nicht machen, da es nur beeinträchtigt und keinen Vorteil bringt.


Zitat:

Zitat von Martinspin
Lieber die Hand etwas höher als bis zur Stirn ziehen beim TS auf US.

Nein, dadurch hast du mehr Oberarmeinsatz und weniger Unterarm was einen Nachteil darstellt.


Zitat:

Zitat von Martinspin
Vorteil: Mehr Spin Nachteil: Weniger Tempo.

Völlig unlogisch. Bekommt der Ball mehr Spin, bekommt er automatisch auch mehr Tempo da er schneller gestriffen wurde.


Zitat:

Zitat von Martinspin
Für TS auf Block im Match ist die Technik nicht geeignet, da das zuviel Zeit braucht. Im Training auf Block ist das jedoch gut, da die Tops im Match sicherer kommen.

Muss man das verstehen?

martinspin 02.07.2004 07:42

AW: Frage zum VH-Topspin
 
@Villert

Das mit dem Tempo und mehr Rotation verstehe ich. Mehr Beschleunigung = Mehr Roatation.
Die Bewegungsebene der Schlagausführung. hat jedoch auch Einfluss auf die Rotation. Mehr Steilheit = Mehr Rotation.

Allgemein heisst es, dass der schnelle und flache TS letztlich mehr Rotation hat als der langsame. Trotzdem reden alle von den gefühlvollen Eröffnungstopspins mit viel Rotation, die schwierig zu blocken sind.

Was soll's... sind einfach zwei verschiedene Arten von Tops.

Auf viel US oder gegen LN-Verteidigung ziehe ich auf jeden Fall über Kopf.

Gruss
Martin

PS

Schau dir doch mal die Endphase des Tops von CHUAN Chih-Yuan ganz oben auf dieser Seite neben dem TT NEWS Logo an :)

rob1970 02.07.2004 07:58

AW: Frage zum VH-Topspin
 
weiter vorschlag für TS auf US: schlägerblatt etwas mehr öffnen.

martinspin 02.07.2004 08:21

AW: Frage zum VH-Topspin
 
Hi

Zitat:

Zitat von rob1970
weiter vorschlag für TS auf US: schlägerblatt etwas mehr öffnen.

Also, am liebsten würde ich jeden US-Ball abschiessen mit einem geilen flachen TS. Nur geht das leider nicht, bei flachen Bällen. Ziehe ich schon brav über Kopf, ist meine Quote auf US wesentlich höher als mit einem TS der nicht so hoch gezogen und dafür mehr geöffnet ist.

Der Vorteil des Ziehens über Kopf auf US ist für mich der, dass es ein bisserl mehr Ungenauigkeit verzeiht. Manchmal ist die Flugkurve nicht all zu flach, aber meistens habe ich damit eine gute Länge.

Gruss
Martin

martinspin 02.07.2004 08:35

AW: Frage zum VH-Topspin
 
Hi MiHu

Zitat:

Zitat von MiHu
Eine höhere "End"position erreicht man meistens durch das Anheben des Ellenbogens. Dieses Verhalten erschwert das schnelle Nachspielen nach dem Motto: mehr Masse = mehr Zeit oder einfacher: der Ellenbogen muss erst wieder abgesenkt werden.

Ich hab mir das mal überlegt mit dem Ellenbogen. Da beim TS auf US der Ball tendenziell in der fallenden Phase gespielt wird, hat das Anheben des Ellenbogens keinen nennenswerten Einfluss auf das Tempo. Bedingt durch die steilere Bewegunsebene steht der Ellbogen in der Endphase dann halt höher. Die Beschleunigung in der Schlagphase kommt auf jeden Fall aus dem Unterarm und dem Handgelenk.

Das schnelle Zurückkehren zur Neutralposition ist in meinen Augen eine separate Geschichte, die auf eigens trainiert werden muss. Das kommt durch ein schnelles Entspannen des Oberarms im Schultergelenk zustande. Viel länger dauert es bei mir nicht, bei steiler Bewegungseben wieder in die Neutralposition zu gelangen.

Gruss
Martin

Villert 02.07.2004 09:46

AW: Frage zum VH-Topspin
 
Zitat:

Zitat von martinspin
Die Bewegungsebene der Schlagausführung. hat jedoch auch Einfluss auf die Rotation.

Eine Bewegung über Kopf heist ja nicht das sich die Bewegungsebene ändert.


Zitat:

Zitat von martinspin
Mehr Steilheit = Mehr Rotation.

Glaube ich nicht. Quelle?


Zitat:

Zitat von martinspin
Trotzdem reden alle von den gefühlvollen Eröffnungstopspins mit viel Rotation, die schwierig zu blocken sind.

die sind schwierig zu blocken weil sie anders abspringen, viel Spin können sie natürlich auch haben.


Zitat:

Zitat von martinspin
Schau dir doch mal die Endphase des Tops von CHUAN Chih-Yuan ganz oben auf dieser Seite neben dem TT NEWS Logo an :)

...
1.Hat die spezialisierte Technik der Topspieler nichts mit den Bewegungen zu tun die wir vermitteln sollen, 2. ist das ganze einfach nur ein spektakuläres Foto. Von 100 Topspins zieht er nämlich 99 mal mit sauberer Bewegung :)

martinspin 02.07.2004 11:07

AW: Frage zum VH-Topspin
 
Hi Villert

Zitat:

Zitat von Villert
Glaube ich nicht. Quelle?

Jürgen Schmicker beschreibt in seinem Buch "Das grosse Buch vom Tischtennis" die Rotationstärke mit einer Formel:

M = m x a x l;

M = Rotation
m = Belagseigenschaft
a = Beschleunigung
l = Entfernung der Bewegungsrichtung vom Ballzentrum.

Er schliesst daraus, das bei gleichem Belag und gleicher Beschleunigung die Entfernung der Bewegungsrichtung zum Ballzentrum das entscheidende Kriterium ist für die Roatation.

Auf den VH-TS überträgt heisst das für mich beim TS auf US, je steiler die Bewegungseben ist, umso mehr Rotation erhält der Ball.

Gruss
Martin

Dragonspin 02.07.2004 11:59

AW: Frage zum VH-Topspin
 
Es ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass ein flacher schneller Spinball mehr Rotation hat, als ein langsamer mit hoher Flugkurve.
Die Topspins mit hoher Flugkurve sind nur wegen des Absprungwinkels schwieriger zu blocken. (Und weil der Rotationsimpuls, der ja noch oben geht, deutlich stärker ist, als der Impuls nach vorne)

martinspin 02.07.2004 12:57

AW: Frage zum VH-Topspin
 
Hi Dragonspin

Zitat:

Zitat von Dragonspin
Es ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass ein flacher schneller Spinball mehr Rotation hat, als ein langsamer mit hoher Flugkurve.
Die Topspins mit hoher Flugkurve sind nur wegen des Absprungwinkels schwieriger zu blocken. (Und weil der Rotationsimpuls, der ja noch oben geht, deutlich stärker ist, als der Impuls nach vorne)

Was du schreibst ist alles klar und stimmt so auch :top:

Ich unterscheide einfach die beiden Topspins, den schnellen nach vorne und den langsamen nach oben.

Beim Topspin auf Block ist es an und für sich nicht notwendig, ihn über Kopf zu spielen und macht im Match auch keinen Sinn. Habe jedoch festgestellt, dass wenn ich im Training beim TS auf Block diesen über Kopf ziehe, ich im Match viel weniger Probleme habe mit flachen US-Bällen. Bei mir besteht sonst die Tendenz, den Topspin nur auf Schulterhöhe zu ziehen, so quasi ein Spinkonter. Trainiere ich beim TS auf Block nur den Spinkonter, führt das dazu, dass ich im Match auf US viele Bälle ins Netz ziehe. Der zweite Vorteil für den Topspin über Kopf ist der, dass ich meine Quote im Spiel höher ist.

Gruss
Martin

Villert 02.07.2004 13:22

AW: Frage zum VH-Topspin
 
Dann solltest du deinen Kids aber die richtige Technik beibringen (unterschiedlicher Schlagansatz auf Schnitt und Block, Ausschwung vor der Stirn) und nicht die die bei dir am besten funktioniert, schliesslich sollen sie ja mal besser spielen als du oder?


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