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FS23456 24.11.2008 14:45

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
Kann man den Beitrag online ansehen? Link?

noppen-jedi 24.11.2008 14:46

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
Schau mal 7 Posts nach Oben :rolleyes:

Trillian 24.11.2008 14:51

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
Gutes Augentraining: ICE auf Hochgeschwindigkeitsstrecke fahren und Augen so mitbewegen, dass kurzzeitig Schwellen des Nachbargleises aufgelöst werden.

Jox 24.11.2008 16:39

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
glaub das war mal beim stefan raab wo timo gefragt wurde wie er den spin der gegnerischen aufschläge erkennen kann. er meinte daraufhin ganz trocken: ich schau wie sich das butterflyzeichen dreht^^

Cheftrainer 24.11.2008 17:25

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
Das kann er aber nicht erkennen.

Auch ein Timo Boll hat physische Grenzen.

Er kann also erkennen ob der Ball leer ist oder ob er Rotation hat, er erkennt nicht die Richtung wenn der Ball einigermassen schnell rotiert. Wenn er das bei Raab so gesagt haben sollte, dann eher so das der Fragesteller auch nur ein bisschen kapiert ^^

Aber Fakt ist das Timo am Stempel leer und nicht leer unterscheiden kann. Die Richtung erkennt er an der Schlagbewegung und am Beginn der Ballflugbahn.

Und wie man an den 7 Rückschlagfehlern beim letzten Zusammentreffen mit Wang Hao sieht, ist die Erkennung leider nicht perfekt :D

Klaus123 24.11.2008 17:38

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
Ich glaube es ist auch wichtig wie schnell oder "hochauflösend" das Auge den auf einen zu fliegenden Ball verfolgen kann. Wenn mein Gegner ne Bombe zieht, dann macht mein Auge vielleicht maximal zwei oder drei "Schnappschüsse" von der Situation: ich sehe ihn ausholen, höre ein "Klock" und ich sehe den Ball noch unscharf wie er einschlägt, aber mehr "Bilder" macht mein Auge nicht, d.h. ich weiß gar nicht welche Flugkurve der Ball hat und wo er hinfliegt. Ist einfach ne gewisse Trägheit in der Nah-Ferne-Adaption. Wenn man das durch Augentraining irgendwie verbessern kann laßt es mich wissen.


P.S. habe den Beitrag jetzt gesehen, wurde ja im Prinzip dort schon alles gesagt.

Sven T. 25.11.2008 01:02

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
Zitat:

Zitat von Cheftrainer (Beitrag 1306669)
Das kann er aber nicht erkennen.

Auch ein Timo Boll hat physische Grenzen.

Er kann also erkennen ob der Ball leer ist oder ob er Rotation hat, er erkennt nicht die Richtung wenn der Ball einigermassen schnell rotiert. Wenn er das bei Raab so gesagt haben sollte, dann eher so das der Fragesteller auch nur ein bisschen kapiert ^^

Aber Fakt ist das Timo am Stempel leer und nicht leer unterscheiden kann. Die Richtung erkennt er an der Schlagbewegung und am Beginn der Ballflugbahn.

Und wie man an den 7 Rückschlagfehlern beim letzten Zusammentreffen mit Wang Hao sieht, ist die Erkennung leider nicht perfekt :D

Er hat selber schon mehrfach gesagt, dass er guckt welche Rotation in einem Ball ist und dementsprechend seinen Schlägerwinkel einstellt.

Ich hatte da Anfangs auch Zweifel. Bei dem Planetopiading haben sie ihn ja auch Zahlen vorlesen lassen, dass stell ich mir schwerer vor, als zu erkennen in welche Richtung sich der Ball dreht. Frau Münzel meinte bei meiner Trainerausbildung es habe einen Versuch mit Boll gegeben, wo man durch den Roboter unbekannte Rotationen einspielen lassen habe und er von allen am besten darauf reagiert habe.

Das er also eine wahnsinns Wahrnehmung hat ist zweifelsohne bewiesen, was genau er sieht und was nicht, kann aber vermutlich nur er sagen.

Cheftrainer 25.11.2008 02:12

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
Zitat:

Zitat von Sven T. (Beitrag 1307120)
...dass stell ich mir schwerer vor, als zu erkennen in welche Richtung sich der Ball dreht...

Ist es aber nicht sofern viel Rotation im Spiel ist. Es gibt nämlich physische Grenzen. Das Auge und das Gehirn kann nur eine bestimmte Anzahl an Momentaufnahmen verarbeiten. Daher verliert sich jede Information, wenn die Rotation zu stark wird.

Bei dem Zahlenexperiment wurden ja Bälle mit sehr wenig Rotation eingespielt, da funktioniert Timos Augen/Hirn Kombo noch.

Wenn die Bälle zu viel Rotation haben, muss mir das kein Boll bestätigen. Dann weiß man das die einzige brauchbare Information eben nur (!) der Ballflug sein kann (mit der Aufschlagbewegung natürlich).

In der Praxis ist die Information wann ein leerer oder rotationsarmer kommt aber sehr wichtig. Oft kann er die Richtung erkennen. Wenn statt einem Streifen auch ein Stempel erkennbar ist, weiss er das der Ball wenig Spin hat.

Zitat:

Zitat von Sven T. (Beitrag 1307120)
Er hat selber schon mehrfach gesagt, dass er guckt welche Rotation in einem Ball ist und dementsprechend seinen Schlägerwinkel einstellt...

Natürlich schaut er auf den Ball. Er meint damit aber den bereits erwähnten Ballflug (an der Kurve sieht man die Spinrichtung). An dem Stempel erkennt er nur wieviel Spin im Ball ist. Wenn wenig drin ist kann er sicher auch die Richtung erkennen. Dann dürfte die Info aber ggf. weniger relevant sein!

Dragonspin 25.11.2008 09:24

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
Beim Experiment mit den offenen Ringen, die sich auf einer 180° Anlage bewegen, konnte er immerhin bis zu 90 km/h die Öffnung erkennen. Er könnte also zumindest beim Schupf-Spiel doch etwas mehr erkennen, zusammen mit der Bewegung des Gegners und dem Ballflug dürften das ganz brauchbare Informationen sein um die Rotation einzuschätzen.

Cheftrainer 25.11.2008 10:37

AW: Planetopia kommt was über T Boll
 
Da gibt es dennoch einen Unterschied.

Wenn man mal annimmt, dass ein Mensch nur 50 Bilder pro Sekunde sehen und verarbeiten kann und ein Ball sich nun mit 50 Umdrehungen pro Sekunde drehen würde, dann sieht der Mensch den Stempel immer an der gleichen Stelle. Er erkennt also nicht die Rotation.

Würde der Ball sich mit 52 Umdrehungen pro Sekunde drehen, sieht der Mensch durch die 50 Bilder pro Sekunde nur 2 Umdrehungen pro Sekunde da er eine volle Drehung immer verpasst.

Aus diesem Grund ist die "Frequenz der Einzelbilder" nicht hoch genug. Wir glauben instinktiv nur, dass man sowas sehen können muss, da wir ja absolut fließende Bewegungen sehen (bzw zu sehen glauben). In Wirklichkeit ist das aber ein Trick des Gehirns. Man bekommt eine stetige Welt vorgegaukelt obwohl das Gehirn nur einzelne Bilder zusammensetzt und interpoliert.

Das hat automatisch zur Folge, dass es viel leichter ist ein schnell fliegendes Muster (Kreis mit Öffnung irgendwo) zu erkennen als beispielsweise zu erkennen wie schnell ein solcher Kreis rotiert.

Das Auge braucht für eine Einschätzung der Öffnungsrichtung doch nur ein gutes Einzelbild. Um das zu bekommen muss Boll die Augen schnell bewegen und scharf sehen usw. Wenn man aber eine Rotation einschätzen will würde Boll viel mehr Einzelbilder brauchen (eine höhere Anzahl als die Rotationsfrequenz auf jeden Fall).

Das wiederum hat zur Folge das niemand (auch Boll nicht) in der Lage ist am Stempel eine Rotation ab einer gewissen Stärke einzuschätzen. Wenn Boll sagt, dass er auf den Ball sieht um die Rotation einzuschätzen, dann spricht er davon, dass er den Ballflug einschätzt. Anhand der Flugkurve (wegen des Magnuseffekts) kann man auf die Rotation schließen.


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