TT-NEWS Tischtennis Forum

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Honobita 13.12.2016 23:05

AW: Ruwen Filus (GER)
 
Zitat:

Zitat von Frank Schmidt (Beitrag 2803488)
Was das Arbeitspensum eines Profis angeht, kannst du sicher sein, dass er deutlich mehr Stunden pro Woche arbeitet als der Durchschnitt der Bevölkerung, das bisschen Rumdaddeln am Tisch, das in deiner Berechnung 100% seiner Arbeitszeit darstellt, ist eher der geringere Teil - ich kenn genug Profis aus allen möglichen Sportarten - überall denkt man, ein Sportler hat ne 20 Stunden Woche. :hahaha:

Das ein Profi mehr arbeitet als der Durchschnittsangestellte, kann ich kaum glauben. 6 Stunden Tischtennis pro Tag sind sicher auch für einen Profi viel. Nimmt man noch durchschnittlich eine halbe Stunde täglich Ausdauer- oder Krafttraining dazu, sind das 6.5. Selbst wenn man die Spiele am Wochenende dazunimmt, kommt man nicht auf mehr als 40 Stunden wöchentlich.

Dann wohnen die Profis oft noch direkt vor (Trainings-)Ort - im Alltag entfällt der Reiseweg, den der durchschnittliche Angestellt hat. Natürlich kommen dann Reisen an die Turniere dazu - während einer Turnierwoche wird aber dafür weniger trainiert.

Zumindest unter der Woche hat ein/e Tischtennis-SpielerIn doch recht viel Freizeit. In einigen Sportarten mag das anders sein - zum Beispiel Fussballer traineren aber noch weniger.

Zigeuner 13.12.2016 23:21

AW: Ruwen Filus (GER)
 
Also ich tue mich schwer damit die "Arbeitszeiten" eines TT-Profis 1 zu 1 mit einer standardmäßigen 40h-Woche eines Büroarbeiters zu vergleichen und dann noch lax dahergeagt von einem fluffigen Job zu sprechen, quasi dem einfachsten Job der Welt.

Für mich sind das Milchmädchenrechnungen. Erstmal, was braucht es denn für einen Arbeitsaufwand um überhaupt erstmal dahinzukommen.
Und dann ist deren Training doch nicht mit eurem Yoga-Kurs oder Ball über die Schnur, was ihr Tischtennis nennt, vergleichbar. Da ist doch eine Intensität vorhanden, welche ein Mensch in seiner 40h-Woche nicht hat. Man kann sowas einfach nicht miteinander vergleichen.

Thiloho 14.12.2016 10:06

AW: Ruwen Filus (GER)
 
Zitat:

Zitat von Honobita (Beitrag 2803504)
Zumindest unter der Woche hat ein/e Tischtennis-SpielerIn doch recht viel Freizeit. In einigen Sportarten mag das anders sein - zum Beispiel Fussballer traineren aber noch weniger.

Naja das mit den Profis und der Arbeitszeit ist sone Sache.

Ein Bekannter hat lange Regionalliga Fußball gespielt, hätte bei Bochum einen Profivertrag bekommen, aber dann doch lieber Regionalliga gespielt (Das klingt absurd ist aber sehr rational: Immer 90 Minuten Spielzeit plus Mannschaftskapitän, sehr viel Handgeld und er konnte sein Studium beenden. Bei Bochum hätte er wohl auf der Bank gesessen und in der zweiten Mannschaft gespielt und Studium war nicht so gerne gesehen)

Er meinte auch die tägliche Trainingszeit eines Profis während der Saison ist sehr gering, fast schon lächerlich. Aber die Regeneration ist einfach so extrem wichtig.

Nach einem Spiel tut einem alles bis Di weh. (Schmerztabletten wie Smarties) Also wird nur locker trainiert. Freitag wird auch wieder nichts gemacht, weil man für Samstag fit sein muss. Bleiben 2 "härtere" Trainingstage pro Woche.

Aber die Regeneration ist bzw. dafür Sorge zu tragen ist ein essentieller Teil der Arbeitszeit.

Und mal ehrlich, Filus studiert noch nebenbei. Spricht meiner Meinung nach für ihn.
TT-Profi als fluffigen Traumjob hinzustellen ist auch nicht so richtig. Zumindest mir wäre das echt zu wenig und würde mich völlig fertig machen. Da noch nebenbei studieren etc. ist schon vernünftig.

Noppenzar 14.12.2016 10:25

AW: Ruwen Filus (GER)
 
Das gilt vielleicht für Beamte im Bürodienst oder einfache Büroangestellte.

Ein Tischtennisprofi macht den ganzen Tag das FÜR GELD, wo hier im Forum mancher 50-80% seiner Freizeit opfert.

Eine typische Woche (nicht Lehrgang) sieht doch für einen Pro folgendermaßen aus:

Wenn Sonntags ein Spiel war, dann:

Montag meistens eine lockere Einheit
Di-Fr. 2 Einheiten
Samstag lockeres Training oder Reise zum Spiel
Sonntag Spiel.

TRAINER halte ich für den Viel anspruchsvolleren und zeitintensiveren Job.

Als Spieler brauchst du auch ein gewisses Maß an Regeneration, beim "normalen" Werktätigen "Urlaub" genannt.

Ein TT-Profi muss nicht auf der "Arbeit" erscheinen, wenn ihn die Muskeln zwicken, jeder andere schon.

Und ein Punkt ist hier noch überhaupt nicht erwähnt worden:

Gut bezahlte Sportler haben den Zinseszins-Vorteil, da sie die Ochsentour mit 40 oder 45 Oberarzt zu sein und erst dann richtig zu verdienen nicht haben.

Ein Süß hat, Gerüchten zufolge, dank eines Super Ausrüstervertrages, zwischen Anfang 20 bis zur Invalidität über 10 Netto im Monat gemacht.

Er sagte selbst, dass er jetzt erstmal ein paar Jahre nichts machen MUSS und fasst auch noch eine, exorbitant teure, Pilotenausbildung ins Auge.

Ein Arzt ist in seinem jetzigen Alter gerade mal Stationsarzt mit 4 Brutto, wird mit 40 dann Oberarzt wo er dann ein Gehalt im Bereich Filus beziehen dürfte und, wenn es super läuft, wird er irgendwann Chefarzt mit 300k.

Als niedergelassener Arzt muss er seine Praxis auch erstmal am laufen halten und ein Einkommen von 200k hat da auch nicht jeder.

Und jetzt soll nochmal irgendwer behaupten, dass TT-Profi, ich rede von "Richtigen" gestandenen Spielern und nicht Nachwuchs wie Ort oder Dang, die nach der Schule einfach mal 2-3 Jahre versuchen den Durchbruch zu schaffen, nicht ein absolut privilegierter Beruf ist.

Noppenzar 14.12.2016 10:38

AW: Ruwen Filus (GER)
 
@thilohilo:

Im Fußball hast du das Problem, dass Regionalliga etc maximal bis Anfang 30 spielen können, weil dann der Körper kaputt ist.

Ein Tischtennisprofi kann viel länger Geld verdienen.

Fussballer bekommen mittlerweile sehr früh, schon in der A-Jugend, gutes Geld (bei Schalke 2-3/Monat) und ,wenn sie dann nicht den Sprung nach ganz oben schaffen können sie noch , je nach Qualität, 10 Jahre für 3-10/Monat dritt-/viert-/fünftklassig spielen.

Dann ist aber FEIERABEND!


Vom Pech einer Invalidität mal abgesehen, kann ein Profi wie Steger noch mit 45 sein Auskommen mit TT bestreiten. Danach kann er dann Verbandstrainer werden oder fängt, wie Steffen Fetzner im TT-Handel an.

Thiloho 14.12.2016 10:54

AW: Ruwen Filus (GER)
 
Zitat:

Zitat von Noppenzar (Beitrag 2803579)

ein absolut privilegierter Beruf ist.

Das ist es definitiv und ist auch fair / gerecht. Es sei Ihnen gegönnt.

Ich finde es nur sehr kindlich wenn man nur dieses schwarzweiß Denken hat.

TT- Profi = absoluter Traumjob, bisschen rumdaddeln und sich ne goldene Nase verdienen

TT -Profi = nagt am Hungertuch.

Korbel hatte in Düsseldorf 2006-2008 auch einen teuren, neuen Mercedes. Da war er ein junger Familienvater von Mitte bis Ende 30. Auch für einen solchen Dienstwagen muss man mit Studium dafür im Job Leistung bringen ;)

Also hatte er hoffentlich schon seine Schäfchen halbwegs im trockenen:)

Wohlfühlbacher 14.12.2016 10:55

AW: Ruwen Filus (GER)
 
Zitat:

Zitat von Noppenzar (Beitrag 2803579)
Und jetzt soll nochmal irgendwer behaupten, dass TT-Profi, ich rede von "Richtigen" gestandenen Spielern und nicht Nachwuchs wie Ort oder Dang, die nach der Schule einfach mal 2-3 Jahre versuchen den Durchbruch zu schaffen, nicht ein absolut privilegierter Beruf ist.

Dir ist schon klar, dass die Ausbildung eines später gestandenen TT-Profis bereits im Alter von ca. 5 Jahren beginnt.

Zigeuner 14.12.2016 11:18

AW: Ruwen Filus (GER)
 
@Noppenzar

So wie du es darstellst ist es wirklich extrem einseitig in die Richtung easy peasy Goodlife. Es wird eigentlich nur betont wie wenig getan werden muss, wie locker das Training ist und wie super gleichzeitig die Bezahlung ist.
Achja und außerdem wird die Regeneration als Urlaub bezeichnet und man kann eh dauernd krank feiern, wenn man keinen Bock hat :hahaha:.
Dazu werden irgendwelche Ausnahmefälle mit nachweislich extrem guten Verträgen (die außerdem schon ein paar Jahre zurückliegen) wie Süß oder Korbel etc rausgepickt.

Thiloho hat Recht, man sollte von diesem Schwarzweißdenken wegkommen.

User 17544 14.12.2016 13:39

AW: Ruwen Filus (GER)
 
Zitat:

Zitat von Noppenzar (Beitrag 2803579)
Ein Süß hat, Gerüchten zufolge, dank eines Super Ausrüstervertrages, zwischen Anfang 20 bis zur Invalidität über 10 Netto im Monat gemacht.

Gerüchte sind dein Ding, nicht wahr?

Fürchterlich:kotz:

Zitat:

Zitat von Noppenzar (Beitrag 2803579)
Ein Arzt ist in seinem jetzigen Alter gerade mal Stationsarzt mit 4 Brutto, wird mit 40 dann Oberarzt wo er dann ein Gehalt im Bereich Filus beziehen dürfte und, wenn es super läuft, wird er irgendwann Chefarzt mit 300k.

...und hier geht es munter weiter:uff:

...schau doch zur Abwechselung mal in Ruwen Filus click-TT-Historie. Ab der Saison 2013/2014 spielt er in der TTBL positiv. 2005/2006 und die Saison drauf spielte er noch 2. Liga Nord, wo ja bekanntlich Spieler wie Oberärzte bezahlt werden. Danach in der 1. Liga bzw TTBL erst mal ein paar Saisons viel Lehrgeld bezahlt mit miesen Bilanzen, die dir natürlich die 1. Liga bzw die TTBL-Vereine mit Oberarztgehältern vergolden:spinner:

Bei der BW war er sicher nur deshalb, weil das TT-Spielen allein so unaufwendig ist, dass ihm langweilig war:tischkante:

Vom rumfudeln an Noppen und Antis magst du viel Ahnung haben - das Gerücht ist mir zumindest mal zu Ohren gekommen:ohja:

Noppenzar 15.12.2016 17:21

AW: Ruwen Filus (GER)
 
Zitat:

Zitat von Thiloho (Beitrag 2803585)
Das ist es definitiv und ist auch fair / gerecht. Es sei Ihnen gegönnt.

Ich finde es nur sehr kindlich wenn man nur dieses schwarzweiß Denken hat.

TT- Profi = absoluter Traumjob, bisschen rumdaddeln und sich ne goldene Nase verdienen

TT -Profi = nagt am Hungertuch.

Korbel hatte in Düsseldorf 2006-2008 auch einen teuren, neuen Mercedes. Da war er ein junger Familienvater von Mitte bis Ende 30. Auch für einen solchen Dienstwagen muss man mit Studium dafür im Job Leistung bringen ;)

Also hatte er hoffentlich schon seine Schäfchen halbwegs im trockenen:)

Ich kenne Petr durch Bekannte auch privat etwas. Er ist mehrfacher Millionär.

Er hat sein Geld sehr clever investiert. Er könnte alleine von seiner, clever ausgehandelten, Beteiligung am Verkauf des BTY Korb (weltweit eines der meistverkauften Hölzer) komfortabel leben. Dazu jahrelang sehr gutes Preisgeld in Japan. Mal 500.000, mal 750.000 etc.

In Sachen Gels ist er im TT ganz vorne. Ich gönne es ihm. Er und seine Frau haben, als sie nach Deutschland kamen und er in Altena Zweite Liga spielte, als Aushilfe im Shop bei Koervers in Essen gearbeitet.

Beide im übrigen ganz feine Menschen!


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