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-   -   Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix) (https://forum.tt-news.de/showthread.php?t=10039)

acq 20.02.2003 20:57

Denke nicht das deutsche TT-Spieler allgemein ein grösseres Materialinteresse haben.
In diesem Forum tummelt sich nunmal jeder deutsche TT-Spieler mit Internetzugang dem es spass bereitet TT zu diskutieren, da kann man schnell den Eindruck kriegen das tt-news die deutsche TT-Szene spiegelt.
Mir persönlich sind die ganzen Materialbeiträge auch zu viel, aber ich muss sie ja nicht lesen.

w_W_ 07.03.2004 13:36

Re: Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix)
 
Zitat:

Zitat von Siegmund Freud
Er wurde - glaube ich - von Butterfly hergestellt.

Anfang der 80er Jahre wollte ich mir diesen Belag mal kaufen. Meine Bestellung war jedoch nicht erfolgreich. Obwohl er im aktuellen Katalog stand, konnte er nicht mehr geliefert werden, da er nicht mehr produziert wurde. Soweit ich weiss, steht er aber heute noch auf der Zulassungsliste.

Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass er nach 20 Jahren noch dieselben Spieleigenschaften hat!

Hat eigendlich noch jemand einen alten "Fräulein"?

Hallo.

Hatte die Nummer drei meiner dritten Mannschaft bis 12-2003
auf einem Eberhard Schöler Holz...

War ausgehärtet und hatte die Eigenschaften von PVC.

Es war schwierig ihm was neues zu besorgen.

Jetzt ist es gelungen:
Er spielt nun ein Butterfly Matzushita Abwehrholz
mit zwei mal Yasaka Anti Power.


Die Antwort wird Dir aber nicht wirklich helfen, oder ? :cool:

Fastest115 07.03.2004 15:26

Re: Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix)
 
Zitat:

Zitat von Benjamin
Problem ist aber, dass es mir und ich denke auch den anderen Kritikern nicht darum geht, dass ein Belag mit mangelnder Qualität hergestellt wird, sondern dass ein Belag der offiziell lediglich in einer griffigen Variante hergestellt wird, nachbehandelt wird und die Oberfläche damit glatt (nicht griffig) wird.
Dies hat nichts mit Qualitätsunterschieden zu tun, sondern ist eine nach den Internationen Tischtennisregeln verbotene Manipulation. Und es möchte mir doch bitte kein Mensch erzählen, dass durch einen Produktionsmangel auf eine griffige Noppe eine Chemikalie kommt, die die Oberfläche spiegelglatt macht? Das wäre aber ein merkwürdiger Zufall. Zudem würdest Du den chinesen damit ziemliche Unfähigkeit unterstellen.

Was ist wenn es der umgekehrte Fall ist: Der Belag wurde in der glatten (der sogenaanten Blue Edition) Version hergestellt und genehmigt. Dieser erlangte als Top-Störbelag Weltruhm. (Analog dem ersten Friendship 729). Diese "Behandlung" war aber sehr teuer für Chinaverhältnisse und dann haben die Chinesen es gelassen um ne günstigere Version zu produzieren (die griffige Yellow Edition)->Qualitätsschwankungen analog Friendship 729. Also wäre die glatte erlaubt und die griffige verboten????

Das weiß keiner außer nen paar Chinesen in irgend ner Provinz.

Mephistopheles 10.03.2004 18:33

Re: Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix)
 
Worum gehts hier eigentlich? Ist das jetzt ein Thread in dem man sich über China-Beläge aufregt oder darüber das es Leute gibt die sich über China-Beläge aufregen, oder geht es mal wieder nur darum das manche Menschen einfach nicht begreifen das Noppenspiel (egal ob glatt oder nicht) auch eine form vpn Tischtennis ist?

@ Benjamin:
1) Der Palio, auf den du so schön schimpfst, ist zugelassen und auch die Verwendung der Nachbehandelte Variante hat bisher soweit ich weiß auf keinem Turnier zur Disqualifikation geführt.
2) Solltest du wirklich glauben, das es sich dabei um einen Belag handelt der von selbst spielt und seine Spiele gewinnt, dann darfst du jederzeit gerne bei uns beim Training vorbeikommen und meinen Schläger einmal ausprobieren. Ich vermute wenn dir die ersten 10 - 20 Bälle irgendwohin nur nicht auf die Platte geflogen sind wirst du begreifen das man mit dieser Art Belägen genausoviel Trainieren muss wie mit "normalen" Belägen.
3) Schonmal drüber nachgedacht warum es in den hohen Spielklassen keine Palios gibt? Könnte vielleicht daran liegen das dieser Belag ab einem gewissen Spieltempo von kaum einem Spieler auf der Welt mehr zu beherrschen ist und eben kein Überbelag ist der alle Spiele selbst gewinnt. Wieso also derartige Beläge verbieten?

@ Sigmund Freud:
Klar spinnen die Deutschen, und vor allem die duetschen Tischtennisspieler in den unteren Klassen, davon kann ich wirklich ein Lied singen. Aber die paar, die gesund im Kopf sind (Und entschuldigt bitte das ich mich dazu zähle :cool: )sollten sich darüber Freuen anstatt sich zu ärgern. Denn wenn sich mal wieder irgend so ein Spinner über meinen Palio aufregt, dann fange ich an zu grinsen weil ich mir relativ wenig sorgen machen muss das er die spielerischen Fähigkeiten (zumindest die Geistigen) besitzt um gegen mich zu gewinnen.

WildWilbur 10.03.2004 23:21

Re: Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix)
 
Manchmal hilft´s auch, wenn man mal auf´s Datum schaut. Mag sein das Wein mit den Jahren besser wird, olle Threads sicher nicht. :)

WW

Cheftrainer 13.03.2004 15:02

Re: Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix)
 
Zitat:

Zitat von Mephistopheles

...
@ Benjamin:

1) Der Palio, auf den du so schön schimpfst, ist zugelassen und auch die Verwendung der Nachbehandelte Variante hat bisher soweit ich weiß auf keinem Turnier zur Disqualifikation geführt.
...

Das ist zumindest überholt.

So geschehen kürzlich bei einem Oberligaspiel:

Eine Spielerin ist mit einem nachbehandelten Palio angetreten den sie wohl so gekauft hatte. Er unterscheidet sich aber in der Oberfläche von einem Palio den man aktuell kaufen kann.

Oberschiri war Clemens Rang. Der hatte sich die Mühe gemacht einen Originalbelag mitzubringen und bei dem Spiel zu vergleichen.

Konsequenz: Der Schläger wurde nicht zugelassen und die Spielerin musste ohne Noppen auskommen. Da diese Info inzwischen verbreitet wurde, wird dies wohl auch für Oberligaspiele gelten, wo nicht gerade ein C. Rang anwesend ist!

Zitat:

Zitat von Mephistopheles
@ Benjamin: ...
2) Solltest du wirklich glauben, das es sich dabei um einen Belag handelt der von selbst spielt und seine Spiele gewinnt, dann darfst du jederzeit gerne bei uns beim Training vorbeikommen und meinen Schläger einmal ausprobieren. Ich vermute wenn dir die ersten 10 - 20 Bälle irgendwohin nur nicht auf die Platte geflogen sind wirst du begreifen das man mit dieser Art Belägen genausoviel Trainieren muss wie mit "normalen" Belägen.

Ich glaube nicht, dass deine Vermutung zutreffen wird. Er spielt nämlich selbst "üble" lange Noppen auf der RH und kurze auf der VH. Und das Ganze in keiner Klickerliga sondern BOL mitte. Insofern wird er kein Problem haben sich in kurzer Zeit auf einen nachbehandelten Palio einzustellen.

Ich denke nicht, dass man von seiner Kritik ableiten sollte, dass er nicht auf lange Noppen steht. Ihm geht es wohl eher darum, dass jeder mit zugelassenem Material anzutreten hat.

Volkmar 13.03.2004 22:09

Re: Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix)
 
Zitat:

Zitat von Cheftrainer
Das ist zumindest überholt.

So geschehen kürzlich bei einem Oberligaspiel:

Oberschiri war Clemens Rang. Der hatte sich die Mühe gemacht einen Originalbelag mitzubringen und bei dem Spiel zu vergleichen.

Erstaunlich. Und woher hatte der diesen sog. Original-Belag? Als Original-Belag dürfte man wohl nur den Belag bezeichnen, der irgendwann mal der ITTF zur Genehmigung vorgelegt wurde. Nur mit diesem Belag kann verglichen werden. Und nur mit diesem Belag darf auch verglichen werden. Ich hätte im Extremfall kein Problem, vor ein Zivilgericht zu ziehen und die Verbandsgerichtsbarkeit ebenso wie diese abwegige Entscheidung eines Schiedsrichters zu kippen. Im übrigen wurde hier vor einiger Zeit über eine Stellungnahme des DTTB berichtet, wonach der Palio, sofern der das ITTF-Zeichen trägt, zunächst einmal als zulässig anzusehen ist - bis zum Beweis des Gegenteils natürlich. Dieser Beweis kann aber nur anhand des oder der Beläge geführt werden, die der ITTF zur Genehmigung vorgelegt wurden, und nicht mit irgendeinem Belag, den sich irgendein Schiedsrichter irgendwo beschafft hat und von dem er persönlich der Meinung ist, dieser Belag sei zugelassen.

q.e.d.

Was Benjamin betrifft:

Zitat:

Ich glaube nicht, dass deine Vermutung zutreffen wird. Er spielt nämlich selbst "üble" lange Noppen auf der RH und kurze auf der VH. Und das Ganze in keiner Klickerliga sondern BOL mitte. Insofern wird er kein Problem haben sich in kurzer Zeit auf einen nachbehandelten Palio einzustellen.
Er spielt schon längere Zeit keine Kurznoppe mehr auf der VH, sondern wieder NI.

Gruß, Volkmar

Cheftrainer 14.03.2004 03:35

Re: Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix)
 
Nenne es halt eine Tatsachenentscheidung. Der Schiri hat mit seinen Mitteln festgestellt, dass der Belag nachbehandelt war. Ich vermute mal, dass er nur zur Verdeutlichung des Sachverhalts einen anderen unbehandelten Belag dabei hatte. Wenn man sich darauf berufen will, dass der Belag ja per Definition nur als "nachbehandelt" gelten kann, wenn die griffige Version der ITTF vorgelegt wurde, dann schätze ich das als das "Suchen eines Schlupflochs" in den Regeln ein.

Der Schiri hat die Pflicht den Schläger zu prüfen. Er muss (m.E.) keinen Beweis führen, wenn er der Ansicht ist, dass das Material unzulässig ist. Und ob man das Material in gutem Glauben gekauft hat sollte den Schiri gar nicht interessieren. Schließlich ändert das nichts am Sachverhalt.

Volkmar 14.03.2004 11:01

Re: Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix)
 
Zitat:

Zitat von Cheftrainer
Nenne es halt eine Tatsachenentscheidung. Der Schiri hat mit seinen Mitteln festgestellt, dass der Belag nachbehandelt war. Ich vermute mal, dass er nur zur Verdeutlichung des Sachverhalts einen anderen unbehandelten Belag dabei hatte. Wenn man sich darauf berufen will, dass der Belag ja per Definition nur als "nachbehandelt" gelten kann, wenn die griffige Version der ITTF vorgelegt wurde, dann schätze ich das als das "Suchen eines Schlupflochs" in den Regeln ein.

Der Schiri hat die Pflicht den Schläger zu prüfen. Er muss (m.E.) keinen Beweis führen, wenn er der Ansicht ist, dass das Material unzulässig ist. Und ob man das Material in gutem Glauben gekauft hat sollte den Schiri gar nicht interessieren. Schließlich ändert das nichts am Sachverhalt.

Du bist Dir doch selber darüber im Klaren, daß das sehr dünnes Eis ist, oder nicht ? Das ist keine Tatsachenentscheidung, denn es geht nicht um die Frage, ob ein Ball die Kante noch berührt hat oder nicht. Ob ein Belag zugelassen ist oder nicht, ist etwas, was anhand der bei der ITTF vorliegenden Materialmuster eindeutig geklärt werden kann.

Deshalb kommt überhaupt nicht darauf an, ob der Schiri einen anderen Belag dabei hatte - wie auch immer der ausgesehen hat. Es kommt allein darauf an, ob der Schiri einen der Referenz-Beläge dabei hatte, und das hatte er sicher nicht. Und wenn er einen derartigen Belag nicht dabei hatte, muss zugunsten des Spielers gelten, daß der Belag laut aktueller Liste zugelassen ist.

Mit Deinem Argument kann ich als Schiedsrichter in einem unterklassigen Punktspiel hingehen und z.B. einen Sriver für nicht mehr zulässig halten, wenn er zu sehr abgespielt ist. Das öffnet der Willkür Tür und Tor.

Gruß, Volkmar

fritc 14.03.2004 14:22

Re: Die spinnen, die Deutschen! (Frei nach Obelix)
 
Zitat:

Zitat von Cheftrainer
Nenne es halt eine Tatsachenentscheidung. Der Schiri hat mit seinen Mitteln festgestellt, dass der Belag nachbehandelt war. Ich vermute mal, dass er nur zur Verdeutlichung des Sachverhalts einen anderen unbehandelten Belag dabei hatte. Wenn man sich darauf berufen will, dass der Belag ja per Definition nur als "nachbehandelt" gelten kann, wenn die griffige Version der ITTF vorgelegt wurde, dann schätze ich das als das "Suchen eines Schlupflochs" in den Regeln ein.

Der Schiri hat die Pflicht den Schläger zu prüfen. Er muss (m.E.) keinen Beweis führen, wenn er der Ansicht ist, dass das Material unzulässig ist. Und ob man das Material in gutem Glauben gekauft hat sollte den Schiri gar nicht interessieren. Schließlich ändert das nichts am Sachverhalt.

:top: sehr gut! genau so solten sich die Schiris verhalten. Nur leider gibt es in den unteren Spielklassen in der regel keinen OSR der prüft.


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