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lordjon 18.07.2004 22:20

AW: Anfängertraining
 
Zitat:

Zitat von meteora
was ich sehr gut an deiner methode finde ist, das die kinder danach den konter schneller und leichter lernen können.
meine bedenken sind nur dass der topspin als schlag schwerer zu erlernen ist und sich deswegen für die kinder am anfang noch kein erfolgserlebnis einstellt

Moment, Moment!
Das Thema des Threads heißt "Anfängertraining"!
Das bedeutet einerseits, dass man weniger auf Erfolge (= Punkte) schaut, sondern mehr auf die Technik. Meiner Meinung nach ist bei einem Spieler im Grundschulalter ein Lob des Trainers viel eindrucksvoller und ein größerer Erfolg, als ein Sieg in einem Mannschaftsspiel. Man muss den Kindern nur im Training durch Körpersprache, etc. klarmachen, dass es was Besonderes ist, im Balleimer den Trainer für bestimmte Zeit für sich alleine zu haben.
Das mit dem spielerischen Erfolg gibt sich eigentlich auch recht schnell, weil in den niedrigeren Altersklassen sowohl Unter- als auch Oberschnitt noch nicht so ausgeprägt sind, so dass auch ein noch nicht ganz ausgereifter (und zudem kontinuierlich verbesserter) Topspin zum Erfolg führen kann.

Andererseits darf man beim Anfängertraining nicht davon ausgehen, dass der Topspin im Bezug auf Tempo und Spin so kommt, wie man das von einem Wettkampfspieler erwartet. Wichtig ist die Fähigkeit, Vorwärtsrotation zu erzeugen, und das mit der richtigen Schlagebene und dem richtigen Treffpunkt des Balles.
Das kann man viel abseits der Platte üben (5-10 Min in jedem Training bevor man an die Platte geht reichen meiner Ansicht nach im Durchschnitt!); Ball über eine Umrandung spielen; 1m von der Platte entfernt den Ball am Boden auftippen lassen und mit einer Topspinbewegung auf die Platte spielen...
Da gibts viele Möglichkeiten! Wenn man das gut mit Balleimer mixt, lernen das die meisten zumindest in Ansätzen recht schnell.
Wenn dann von 10 Kindern eines dabei ist, was immer noch den Ball partout nicht tangential treffen will, dann lernt man halt in Gottes Namen zuerst den Konter, aber wie aus dem Beitrag hoffentlich deutlich wurde habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Topspin-Methode gemacht.

klugscheisser 18.07.2004 22:24

AW: Anfängertraining
 
Zitat:

Zitat von lordjon
Moment, Moment!

guter Beitrag, danke ! :top:

martinspin 18.07.2004 22:27

AW: Anfängertraining
 
Hallo w_W_

Zitat:

Zitat von w_W_
Ein Handicap, was sich bei einigen meiner Kids herausstellt ist, daß sie denSchläger nicht in der Unterarmebene halten sondern nach oben abknicken und sich so das Hannelenk lahm legen. Hier bin ich am rätseln, wie das passieren konnte und wie man das wieder schnell abstellen kann.

Diesen Effekt kenne ich auch von den Jugendlichen meiner Anfängergruppe. Auch in diesem Punkt sind die Meinungen der Trainer geteilt. Die einen finden es anfangs besser, den Schläger noch oben gerichtet zu haben und einige Kinder halten den Schläger sehr tief in der Hand.

Beim ersten Typ versuchen ich ihnen zu erklären, dass sie die Hand lockerer halten sollen, denn sie sind im Handgelenkt recht steif.

Beim zweiten Fall versuche ich den Kindern zu erklären, dass sie im Handgelenkt zu locker sind und dort den Schläger stabiler halten sollen.

Gruss
martinspin

martinspin 18.07.2004 22:36

AW: Anfängertraining
 
@all

Der Treibschlag als Vorstufe ist wirklich nicht zu verachten. Bei entsprechender Schlägerneigung geht dieser Schlag schon in Richtung Spinkonter. Was ich am Treibschlag schätze, ist der die bogenfömige Kurve des Balls.
Ein guter Topspin ist für mein Empfinden mit einigem Handgelenkeinsatz verbunden. Seien wir mal ehrlich: Wir sprechen hier von Anfängern und nicht von fortgeschrittenen Spielern. Der einzige Unterschied vom Treibschlag zum TS ist die Ausschwungphase, die beim TS in Stirnhöhe ist. Bringt man einem Anfänger von Anfang an einen sauberen Konter bei, der in Schulterhöhe endet, sehe ich kein Problem darin, leichten US damit zu bewältigen. Auf der Anfängerebene gibt es die hardcore-us-Spieler gar nicht, so dass mit dem Treibschlag schon anständig gespielt werden kann.

Noch einmal: Der Treischlag ist mit dem Spinkonter verwandt, nur das der erstere spät gespielt wird und beim zweiten mit mehr Hangelenkeinsatz operiert wird.

Gruss
Martin

Joachim Voigt 19.07.2004 06:37

AW: Anfängertraining
 
Zitat:

Zitat von w_W_
( Die Trainerleergänge rufen nach uns... )

Gibt es bei Euch sowas? Was wird denn da geleert? Die Kartei? Das Hirn der Kandidaten? Iss ja krass... :p :rolleyes:

Zitat:

Zitat von w_W_
Ein Handicap, was sich bei einigen meiner Kids herausstellt ist, daß sie den Schläger nicht in der Unterarmebene halten sondern nach oben abknicken und sich so das Hannelenk lahm legen. Hier bin ich am rätseln, wie das passieren konnte und wie man das wieder schnell abstellen kann.

Verschiedene mögliche Ursachen:
1. Schläger zu schwer, Lösung: kindgerechte Schläger (leichte, kleine Kinderhölzer, leichte beläge)
2. Größe der Spieler, sie versuchen "Höhe" zu gewinnen, Lösung: Tisch tiefer oder Spieler auf Matten stellen
3. Vorbild, vielleicht spielt irgendeiner, den sie als Vorbild sehen so, Lösung: erklären warum schlecht (auch Vorbilder haben Eigenheiten, die nicht für jeden geeignet sind), üben, üben, üben
usw.

Joachim Voigt 19.07.2004 06:40

AW: Anfängertraining
 
Zitat:

Zitat von martinspin
@all
viele gewagte Theorien über Spinkonter und Treibschlag

Der Treibschlag ist nun wirklich nicht mit dem Spinkonter verwandt, und auch die angeblich so minimale Änderung zum Topspin ist falsch. Wenn Du den Treibschlag für so genial hältst, dann mach das doch mit Deinen Kids, aber mach doch hier nicht andere irre, so etwas auch noch nachzumachen.

Joachim Voigt 19.07.2004 06:48

AW: Anfängertraining
 
Habs gerade nochmal durchgelesen. Ist ja wirklich abenteuerlich...

Zitat:

Zitat von martinspin
@all

Der Treibschlag als Vorstufe ist wirklich nicht zu verachten. Bei entsprechender Schlägerneigung geht dieser Schlag schon in Richtung Spinkonter. Was ich am Treibschlag schätze, ist der die bogenfömige Kurve des Balls.

Entweder Du meinst keinen Treibschlag oder Du erzählst Quatsch. Voraussetzung für eine bogenförmige Flugkurve (die "Technik" des Löffelns mal ausgeschlossen) ist viel Rotation. Ein Treibschlag hat wenig Rotation: unmöglich!

Zitat:

Zitat von martinspin
Ein guter Topspin ist für mein Empfinden mit einigem Handgelenkeinsatz verbunden.

Kann helfen, ist sicher im Spitzensport Voraussetzung, bei Anfängern nicht unbedingt erforderlich, aber gut.

Zitat:

Zitat von martinspin
Seien wir mal ehrlich: Wir sprechen hier von Anfängern und nicht von fortgeschrittenen Spielern.

Wieso muß ich dazu ehrlich sein? Was ändert das an der Technik?

Zitat:

Zitat von martinspin
Der einzige Unterschied vom Treibschlag zum TS ist die Ausschwungphase, die beim TS in Stirnhöhe ist.

Wenn alles andere gleich ist, dann ist der Schlag identisch, da Balltreffpunkt identisch. Die Ausschwungphase ist dann relativ unerheblich. Aber die Behauptung alles andere wäre identisch ist sicher nicht richtig.

Zitat:

Zitat von martinspin
Bringt man einem Anfänger von Anfang an einen sauberen Konter bei, der in Schulterhöhe endet, sehe ich kein Problem darin, leichten US damit zu bewältigen.

Natürlich geht das: Schlägerblatt auf und heben. Und das nennst Du dann "Technikschulung"? Man kann Unterschnitt auch mit Ballonabwehr beantworten, auch das ist problemlos möglich.

Zitat:

Zitat von martinspin
Auf der Anfängerebene gibt es die hardcore-us-Spieler gar nicht, so dass mit dem Treibschlag schon anständig gespielt werden kann.

Stimmt. Klein sind die Kids auch, Schiessen können sie auch: Ich bin dafür mit Ballonabwehr zu beginnen. Die Erfolge bei Turnieren dürften excellent sein.

Zitat:

Zitat von martinspin
Noch einmal: Der Treischlag ist mit dem Spinkonter verwandt, nur das der erstere spät gespielt wird und beim zweiten mit mehr Hangelenkeinsatz operiert wird.

Das ist Blödsinn. Die beiden Schläge haben nun wirklich kaum etwas miteinander gemeinsam.

henrypijames 19.07.2004 06:54

AW: Anfängertraining
 
Ich kenne noch ein Anfaenger-Trainings-System (ich weiss nicht, wer es erfunden oder propagiert hat), das mit Schupfballe beginnt. Es hat einige Vorteile:

1. Schupfball ist vergleichsweise langsam. Fuer Anfaenger, die noch starke Koordinationsprobleme haben, ist der Fehlerquote hier am niedrigsten. Und wenn der Ball laenger im Spiel blaeibt, spart es nicht nur Zeit zum Ballaufheben, sondern auch Frustration wegen Erfolgslosigkeit.

2. Schupfball bringt dem Spieler viel Ballgefuehl bei. Er hat hier besser "zusehen" (auch weil der Ball langsam fliegt), wie sein Schlag den Ball beeinflusst,

3. Schupfball ist gerade fuer unteren Spielniveau den wichtigsten Schlag und auch im Spitzenbereich enorm wichtig. Er ist der einzige Schlag (abgesehen von "Aufschlag" oder "Rueckschlag", die eigentlich Sammelbegriffe fuer mehrere verschiedene Schlagtechniken sind), auf den man nicht verzichten kann, egal welches Spielsystem man hat.

Ich persoenlich finde dieses System sehr gut. Ich finde grundsaetzlich, dass gerade Nicht-Spitzenspieler allgemein zu wenig Schupfen trainieren.

w_W_ 19.07.2004 08:51

AW: Anfängertraining
 
Zitat:

Zitat von Joachim Voigt
Gibt es bei Euch sowas? Was wird denn da geleert? Die Kartei? Das Hirn der Kandidaten? Iss ja krass... :p :rolleyes:

Ich dachte, Schiedsrichter / Trainer werden grundsätzlich geleert :-)

Ok, sorry.

Zitat:

Zitat von Joachim Voigt
Verschiedene mögliche Ursachen:
1. Schläger zu schwer, Lösung: kindgerechte Schläger (leichte, kleine Kinderhölzer, leichte beläge)
2. Größe der Spieler, sie versuchen "Höhe" zu gewinnen, Lösung: Tisch tiefer oder Spieler auf Matten stellen
3. Vorbild, vielleicht spielt irgendeiner, den sie als Vorbild sehen so, Lösung: erklären warum schlecht (auch Vorbilder haben Eigenheiten, die nicht für jeden geeignet sind), üben, üben, üben
usw.

Ich muß das Abknicken genauer erklären:

Man lege den Unterarm auf den Schreibtisch, die Hand ebenfalls mit der
Innenseite flach auf den Tisch. Nun hebe man die Hand an ohne den
Unterarm vom Tisch zu heben. In dieser Richtung knicken die Jungs Ihr
Hannelenk ab.

Bewegungsbeschreibung:
Vorhandschläge landen so zum Teil sogar als Scheibenwischerschlag nicht mehr vor der STirn oder knapp daneben sonder mit zu wenig Aufwärtsbewegung auf Höhe der Brustwarze...

Spielt man den Kids dann Unterschnittbälle zu, landen diese im Netz.

Aber statt der richtigen Richtung stellen sie mit der schiefen Handgelenk- haltung nun auf einen vollkommen komischen Schlag um bei dem der
Schläger rechts auf Schulterebene ankommt... oder noch weiter daneben...
so in einer Art Hebeversuch.

Diese Missbildungsphase habe ich bei mehreren Kurzen feststellen müssen.

Abgeschaut haben die das glaube ich nicht.


Netter Nebeneffekt:
Damit mit so einem Schlag der Ball über das Netz kommt muß der Ball
schnell getroffen werden.... die Armgeschwindigkeit ist bei den Jungs
extrem hoch- kein Schlafarm :-)

meteora 19.07.2004 10:08

AW: Anfängertraining
 
ein typischer fehler den ich bei meinen kids entdecke, ist dass die schlägerspitze beim ausholen zum vorhandkonter nach oben zeigt anstatt zur seite. könnte dies deinem problem nahe kommen?
wenn ja dann liegt es meiner meinung nach zum größten teil an der schlägerhaltung. überprüfe ob alle deine kleinen den schläger richtig halten oder ob der finger in die mitte des schlägerblatts wandert.
mit einer richtigen schlägerhaltung wird in dieser hinsicht zumindest das handgelenk korrigiert.


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