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Abwehrnewbie 18.02.2005 11:42

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
Noch ein Nachschlag für die Theoretikergilde: Aus Ermangelung von ordentlichen Trainern in meinem Verein bin ich auf Selbstlernen angewiesen. Ich schau mir Dinge aus Videos von guten Spielern ab, bzw. lerne manchmal hier was im Forum bzw. bekomme manchmal gute konkrete Infos. Auf der chinesischen Videoseite gibt es eine 15 teilige Folge von TT-Lehrvideos a 50 Minuten. Die sind super. Man versteht zwar kein Wort, aber man sieht genau, wie es geht. Die Chinesen erklären darin den Topspin ganz am Ende und nur ganz kurz. Er spielt also in diesem Lernprogramm überhaupt gar keine Rolle. Es geht ausschliesslich ums Kontern und Schieben - und das in epischer Breite mit entsprechend interessanten Variationen.

klugscheisser 18.02.2005 11:48

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
Zitat:

Zitat von Abwehrnewbie
Aus Ermangelung von ordentlichen Trainern in meinem Verein bin ich auf Selbstlernen angewiesen

Jetzt haben sich unsere Beiträge überkreuzt, so langsam verstehe ich dein Problem. Es wäre von Interesse, wie alt du bist, wie lange duc schon spielst und wo du wohnst. (kannst ja per PN antworten):

Ich rate dir, die einen Verein in der Nähe zu suchen, wo du am angeleiteten Training mit einem guten Trainer teilnehmen kannst. Dazu musst du deinen jetzigen Verein nicht verlassen, gegen den üblichen Vereinsbeitrag bist du wahrscheinlich in vielen Vereinen auch als Trainingsgast willkommen. Das bringt mehr, als tausend gute Ratschläge hier im Forum

/Peter

JanMove 18.02.2005 11:49

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
Also meine Strategie ist, genau soviel Risiko zu gehen wie ich vom Gegner dazu gezwungen werde. Mit dieser Strategie fahre ich eigentlich ganz gut, obwohl es mich manchmal nervt, dass ich nicht offensiver gespielt habe. Dazu gehört für mich, den 1. Return auf kurze und halblange Bälle in der Regel zu schupfen, da ich diese Bälle nicht anziehen oder auch sicher genug flippen kann. Und sind wir mal ehrlich 99% aller Spieler können überhaupt nicht (richtig) flippen, auch wenn man hier immer wieder lesen kann, was für tolle Bälle die Leute so spielen (Flip, Spinkonter, Spinblock, RH-Gegentopspin, ....). Warum soll ich also Bälle spielen, die mit grösserer Wahrscheinlichkeit eh nur meinen Fehler bedeuten?! Das ist dann Zufallstischtennis, und ich hasse nichts mehr als Zufallstischtennis. Hab auch in Trainingsmatches festgestellt, dass ich grundsätzlich ergebnistechnisch betrachtet viel schlechter spiele, wenn ich mal versuche extrem offensiv zu agieren. Das geht bei mir nur in die Hose. Abgesehen davon sind solche Matches meistens auch nicht besonders schön.

Schlussendlich ist es der richtige Mix aus aggressivem Spiel und Sicherheitsspiel, den jeder für sich selber finden muss. Ich für meinen Teil sage Variabilität ist Trumpf!

JanMove

Hacki Hack 18.02.2005 11:51

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
@ Abwehrnewbie: was meinst du mit "ganz konkrete Tipps" :?:

Ich kann mich da nur klugscheisser anschließen...

@topic: In der Anfangsphase ist, wie gesagt, der Erfolgsquotient höher bei einem Schupfspiel; jedoch mit steigendem Niveau muss man agressiver werden, die Initiative ergreifen. Im offensiven Spiel ist einfach mehr Potential.

Mir ist klar, dass der Kreisklassespieler, der seit 20 Jahren schupft nicht mehr die Aussichten auf ein Offensiv-Spiel wie ein 8-jähriger hat. Generell waren meine Aussagen auf Schüler gerichtet.
Deshalb sollte man von Anfang die Basis in das "moderne Spiel" legen, nämlich das Offensive. (Meine Meinung)

klugscheisser 18.02.2005 11:52

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
Zitat:

Zitat von JanMove
Also meine Strategie ist, genau soviel Risiko zu gehen wie ich vom Gegner dazu gezwungen werde.

Ich für meinen Teil sage Variabilität ist Trumpf!

JanMove


ja !

Abwehrnewbie 18.02.2005 12:14

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
Zitat:

Zitat von klugscheisser
Ich rate dir, die einen Verein in der Nähe zu suchen, wo du am angeleiteten Training mit einem guten Trainer teilnehmen kannst. Das bringt mehr, als tausend gute Ratschläge hier im Forum.

Das sehe ich anders. Ich habe als Kind das komplette Programm mitbekommen, was es so gibt. Dann hab ich 20 Jahre keinen Schläger mehr angefasst und nun hab ich plötzlich einen heiden Spass am TT, aber ich hatte anfangs fast alles vergessen und langsam kommt es wieder, bzw. ich lerne auch viele neue Dinge, die ich früher nicht gelernt habe, obwohl ich damals einen um Welten besseren Trainer hatte als was ich in den Vereinen jetzt so sehe. Was ich so an Trainern sehe ist wirklich mies. Die haben meistens selbst kein gutes Niveau und/oder sind nicht in der Lage zu sehen, was die Leute falsch machen bzw. was sie weiterbringen würde. Hier im Forum habe ich hingegen schon wirklich erstklassige Informationen und Tips bekommen, die mir auch wirklich enorm geholfen haben - ebenso mein Technikstudium mit Videos. Normales Vereinstraining heutzutage hätte das nie geleistet, wobei es im Herrenbereich in meiner Gegend ohnehin überhaupt kein Training gibt.

Um mal ein Beispiel für konkrete Tips zu nennen, damit ihr wisst, was ich meine: Beim Push auf kurze und mittellange Unterschnittangabe den Ball so früh wie möglich annehmen, in jedem Fall noch in der aufsteigenden Phase. Dadurch wird der Push sicherer und gefährlicher.

martinspin 18.02.2005 12:14

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
Hi Leute

Ist doch schön, dass da Thema "Schupf" jedesmal wieder so ein hohes Echo auslöst. Irgendwas muss also im Thema drin stecken, so würden nicht plötzlich so viele verschiedenen Leute auf den Plan gerufen.

Nochmals zur Erinnerung: Meine These lautet, dass das Schupfspiel die folgenden Basics fördert.

Stabiler Griff - Vorderfusstechnik - Ausfallschritt - Wahrnehmung des gegnerischen Ballkontakts - Sicherheitsspiel - Analyse von Eigenfehlern - Rotationsvariationen - Konzentration auf den Ball.

Ich sehe den grossen Vorteil mit Schupf zu beginnen, im Erlernen der oben genannten Grundlagen, weil beim Schupf immer genügend Zeit vorhanden ist, um solche Dinge bewusst zu trainieren.

Gruss
Martin

klugscheisser 18.02.2005 12:25

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
Zitat:

Zitat von martinspin
Nochmals zur Erinnerung: Meine These lautet, dass das Schupfspiel die folgenden Basics fördert.

Stabiler Griff - Vorderfusstechnik - Ausfallschritt - Wahrnehmung des gegnerischen Ballkontakts - Sicherheitsspiel - Analyse von Eigenfehlern - Rotationsvariationen - Konzentration auf den Ball.

Ich sehe den grossen Vorteil mit Schupf zu beginnen, im Erlernen der oben genannten Grundlagen, weil beim Schupf immer genügend Zeit vorhanden ist, um solche Dinge bewusst zu trainieren.

Gruss
Martin


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Abwehrnewbie 18.02.2005 12:31

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
Zum Punkt "stabiler Griff":
Íst imho wesentlich besser, wenn man den Griff möglichst locker in der Hand hält. Ich zumindest so viel mehr Gefühl und spiele dadurch den ganzen Schlag viel lockerer. Nachteil: Der Schläger fliegt schonmal weg, aber ohne Verluste gehts nicht :-)

klugscheisser 18.02.2005 12:39

AW: Schupfen will gelernt sein!
 
Zitat:

Zitat von Abwehrnewbie
Ich habe als Kind das komplette Programm mitbekommen, was es so gibt.

Prima. Dann hattest du ja wohl einen guten Trainer

Zitat:

Dann hab ich 20 Jahre keinen Schläger mehr angefasst und nun hab ich plötzlich einen heiden Spass am TT, aber ich hatte anfangs fast alles vergessen und langsam kommt es wieder, bzw. ich lerne auch viele neue Dinge, die ich früher nicht gelernt habe, obwohl ich damals einen um Welten besseren Trainer hatte als was ich in den Vereinen jetzt so sehe. Was ich so an Trainern sehe ist wirklich mies. Die haben meistens selbst kein gutes Niveau und/oder sind nicht in der Lage zu sehen, was die Leute falsch machen bzw. was sie weiterbringen würde.
Vielleicht kennst du die falschen Trainer.

Zitat:

Hier im Forum habe ich hingegen schon wirklich erstklassige Informationen und Tips bekommen, die mir auch wirklich enorm geholfen haben - ebenso mein Technikstudium mit Videos. Normales Vereinstraining heutzutage hätte das nie geleistet,
Prima. Die logische Konsequenz wäre, dass du deinen Sport am Besten nur noch per Video und im Internet betreibst.
Bei jedem gutenTraining ist Video-Studium und Beratung übrigens fester Bestandteil.

Zitat:

wobei es im Herrenbereich in meiner Gegend ohnehin überhaupt kein Training gibt.
Ich mache auch kein Herren-Training, weil es keinen Spass macht, den Leuten, die seit Jahruzehnten ohnehin alles besser wissen, etwas erklären zu wollen.

Das war jetzt mein letzter Beitrag zu dien zwei völlig unterschiedlichen Themen


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