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kawi 16.05.2006 15:48

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
ich bin auch der meinung, dass speziell GLN auf keinen fall im schüler/jugendbereich eingesetzt werden sollten! jeder sollte erstmal grundtechniken erlernen und nicht dieses tischtennis zerstörspiel mit GLN.
beidseitiger topspin+sicherer block/konter sollte wirklich jeder der im schüler alter anfängt, auch nur annähernd beherrschen. denn keiner kann ein guter spieler werden, ohne diese techniken, ob der auf beiden seiten NI spielt oder auch mal eine LN hat.
Ausgenommen die "ich brauche keinen vorhandbelag, ich habe eine glatte noppe die ich auch in den schlimmsten vorhandwinkeln hinhalten kann" spieler, dass hat nichts mehr mit sport zu tun!!!ohne die möglchkeit des schläger drehens kann man eh kaum gegen stärkere gegner bestehen bzw. ohne topspin oder anderen offensiv varianten!
ok wenn ich bei einem wichtigen serienspiel merke, dass mein gegenüber nun wirklich über nichts mit der noppe anfangen kann, dann leg ich auch keinen wert darauf ein möglichst schönes bzw spaßbringendes match zu machen, da steht der (mannschafts)erfolg an erster stelle und dann wird auch gnadenlos nur mit der noppe gespielt. aber wenn ich auf einem tunrier bin und spaß haben will und merke das mein gegner probleme hat, dann veruch ich die noppe weniger einzusetzen und ein bisschen mehr zu spielen, was wirklich eine menge spaß macht, da man wirklich mehr möglichkeiten hat als mit 2 NI belägen, wenn ich will geh ich in die abwehr, blocke am tisch, drehe den schläger und konter mit oder ziehe auch mal nen rückhand topsin, man ist einfach viel freier in seinem spiel, man ist praktisch angreifer und abwehrer in einem! zugegeben wenn man auf einen gegner trifft der ahnung hat wie er spielen muss, dann steht man auch auf verlorenem posten!
mir hat das eine jahr GLN schon mal soviel gebracht, dass ich wohl nur noch sehr sehr selten, ich würde schon fast sagen nie(aber man soll ja niemals, nie sagen :-) wieder gegen GLN spieler verlieren werde.
zurück zum thema:und nochmal muss ich sagen, auf keinen fall sollten solche beläge in jungen jahren gespielt werden, lieber sollen die kinder erst "richtig" tischtennis spielen lernen und wenn sie dann noch lust haben, einfach mal testen. aussgenommen griffige LN zum abwehrspiel, die könenn auch ruhig schon früh eingesetzt werden, denn diese dienen nicht einfach nur dazu das spiel des gegner kaputt zu machen sondern sind im grunde das gegenstück zum topspin spieler !! und da es im leben immer ein gegenstück gibt zu allem, darf dieses tolle gegenstück zum topsinspieler auf keinem fall aus unserem sport verschwinden!

Scorpion13435 16.05.2006 16:32

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
Was ist den der Unterschied in der Spielweise zwischen langen und kurzen Noppen? Habe beide noch nie gespielt.

mfg

Scorpion

Andro-männchen 16.05.2006 18:37

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
Ich denke nicht das z.b. Chen Weixing oder Ruwen Filius untalentiert sind, oder?
Natürlich gibt es auch "Kreisklassen-opas" :D die nix können und nur wegen ihren Noppen "erfolgreich" sind!

Merkur 16.05.2006 18:57

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
Zitat:

Zitat von Uli-Noppe
Bevor du GLN Spielern das Talent am Spiel absprichst solltest du vorher erst mal TALENT definieren!
Ich kenne so einige „talentierte“ Spieler die irgend einen Schlag sehr gut können – meist VH TS. Schon sind diese Spieler die rissen Talente! Kaum spielt man diesen Talenten aber den Ball anders hin wie z.B. mit einer GLN schon treffen die kaum einen Ball. Wenn ein Spieler talentiert ist sollte er die Möglichkeiten haben sich auf dieses Spiel einzustellen und auch gegen solche Spieler gewinnen!

Mag sein das GLN für dich nicht die schönste Technik haben – aber gerade was Platzierung und Spielintelligent angeht sind solche Spieler den üblichen TS Einheitsbrei doch um Längen voraus. Da dies auch zum Spiel gehört könnte ich genau so provokativ 80% aller NI Spielern das Talent zum TT absprechen und das diese monoton und damit unattraktiv spielen – du siehst, es ist alles eine Frage des Blickwinkels!

Uli


Das Problem bei "Material" ist, dass man Tischtennis nahezu unbewusst spielt, das Spiel ist viel schneller als man bewusst denken kann, deshalb muss man durch regelmässiges Trainig sein "Unterbewusstsein" darauf programmieren damit "es" weitgehend für einen spielt, dass merkt man auch dass die besten Bälle dann kommen, wenn man sich nicht auf den Schläger konzentriet sondern nur auf den Ball. Es reicht nicht bewusst zu wissen, wie man gegen besti. "Material" spielen muss, sondern man muss es schaffen seine unterbewussten Reflexe kurzfristig auf "Material" einzustellen, das kann ich z.B. nicht und ich versucht hab mich gegen LN oder Anti einzstellen verliere ich hinterher dann auch gegen einen reinen NI-Spieler ich bin dann völlig verunsichert und meine Hand ist verkrampft.
Sich hier umstellen zu können setzt in der Tat hohes Talent voraus, man muss nicht nur regelmässig gegen "Material" trainieren sondern man muss seine unbewussten Bewegungsabläufe und Reflexe an des kognitive Bewusstsein übers das Gegnermaterial anpassen, so zusagen : Unterbewusstsen das sind glatte lange Noppen . Dann muss es im Hirn klick machen und die Bewegung automatisch an das Material anpassen. Das ist m.E. die grosse Kunst gegen Material zu spielen.
Ansonsten ist offensives Spiel mit TS doch kein Einheitsbrei, man kann weiche Tops ziehen harte Tops , Schlagspin und Spinschüsse und diese Varianten mit Seitspin kombinieren und kontern und Schiessen kann man auch ab und zu. Noppen werden doch meistens nur hingehalten und leben vom Spin des Gegners, gut damit muss man auch umgehen lernen, dass nimmt dann aber das athletische aus dem mod. TT raus.


Merkur

kawi 16.05.2006 19:46

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
Zitat:

Zitat von Merkur
Das Problem bei "Material" ist, dass man Tischtennis nahezu unbewusst spielt,...

einfach nur krass! also mal ganz ehrlich so eine philosphie ist tischtennis auch nicht und es nicht soo schwer sein spiel "umzustellen" leute mit GLN spiele ja keine "neuen" spinvariationen. SEHR grob gesagt gibt es nur unter- oder "ober"-schnitt und noch teilweise mit verschiedenem sidespin kombiniert. mehr kann vom gegenüber nicht kommen. der unterschied ist eventuell die flugkurve aber da gibts auch bei NI unterschiede, ich glaube eher es liegt genau daran, dass die leute sich einfach gegen LN zu viele gedanken machen und sich nicht auf die sache ansich konzentrieren und zwar tischtennis zu spielen! ich glaube meine gegner sind oftmals zu sehr damit beschäftigt innerlich über die "scheiß" noppe zu fluchen, als einfach tt zu zocken und einfach mal zu vergessen was ich auf meinem schläger habe bzw es in den hintergrund zu drängen.
ich gebe zu die umstellung in einem serienspiel von z.b abwehrspieler auf angriffspieler ist nicht so einfach, aber dann nimmt man sich kurz einen mannschaftskollegen spielt ein paar bälle und die welt ist wieder in ordnung!

Snurd 16.05.2006 19:54

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
Meinen Senf muss ich auch noch absondern:
Ich kenne einige Beispiele auf Kreisebene, die mit ihren Noppen gegen den ein oder anderen technisch überlegenen Spieler gewinnen. Doch reicht allein die Technik eben nicht aus, diese "untalentierten" Spieler zu bezwingen, wie man sieht. Köpfchen heißt das Stichwort, das sich wohl bis in hohe Ligen manchmal nicht einschalten will (kleines Statement eines OL-Noppenspielers: es reicht manchmal bis zur RL hinten völlig aus, die Gegner mit den Noppen auf den Ellenbogen anzuspielen, damit einfache Returns entstehen, die man ganz leicht abschießen oder gegenziehen kann). Und wer kopflos an den Tisch geht, verliert eben auch gegen Gegner, die "nur die Kelle hinhalten".
Ich z.B. spiele selbst GLN, drehe dabei aber auch und habe eigentlich sogar mehr Gefühl in der RH als in der VH, aber nachdem ich 3 Jahre lang die "normale" Technik geübt hatte, wollte ich mal etwas neues ausprobieren und landete im Endeffekt bei den GLN, die ich m.E. sehr variabel einsetze und im Zusammenspiel mit dem Drehen nicht bei jeder Gelegenheit hinhalte.
Um ein Gegenbeispiel zu nennen: am vergangenen Sonntag spielte ich auf einem Turnier bis 1.KK mit (noch darf ich :D ) und hatte einen alten Bekannten in der Gruppe, der vor der Saison auf GLN umgestiegen war (Bilanz hinten zu 3 ). Er gewann schon am Vortag in der Klasse bis KL einige Spiele und scheiterte an demselben Spieler, an dem ich verzweifelte (offensiver Anti-Spieler). Doch als ich gegen ihn antritt, ohne vorher oft gegen GLN gespielt zu haben, brauchte ich genau 3 Schläge: Rollaufschlag, Schuss und Topspin. Ich will es kurz machen: 3:0 gewonnen, er bekam genau 12 Punkte im Spiel, wobei ich ein Meister der Fehlaufschläge bin :D
Als Fazit würde ich sagen: jeder soll das Material spielen, mit dem er am erfolgreichsten spielt. Wenn man "Untalentiertheit" durch Material ausgleicht und damit erfolgreich wird, bitte schön - denn dann sieht man ja, dass man eben sein Material gut beherrscht und damit auch gegen kopflose Spieler gewinnt, die man mit Doppel-NI nicht bezwingen würde, da diese eben nur eine Schiene kennen und eben nicht noch eine 2. oder 3. ..

gabor56 16.05.2006 20:09

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
moin alle zusammen...
ich finds immer wieder erstaunlich das solch ausgelutschte themen immer wieder aufgegriffen werden...und noch erstaunlicher finde ich es mit welchem einsatz sich die verschiedenen lager verteidigen...liegt es vieleicht daran das beide lager irgendwo unrecht haben ?!
mehr als ein grinsen entlockt es mir nicht wenn gln spieler behaupten es sei eine kunst am tisch mit den dingern zu stören...andersherum ist es genau so albern wenn ni spieler behaupten, "noppis" wären talentfrei oder könnten nicht spielen, denn es ist jawohl eher umgekehrt, denn wer mehr als 1-2 sätze braucht um das spiel gegen glatte noppen zu begreifen, der brauch sich wirklich nicht zu beschweren!!!

als hört auf euch zu verteidigen : wenn man als scheiss noppenquetscher beschimpft wird, einfach lächeln und zustimmen, aber bitte nicht behaupten man würde irgend eine grosse kunst beherrschen...und jene, die während sie gegen material verlieren,auch noch darüber lästern, sollten einfach nur ihre eigene unfähigkeit zu geben...

gruss gabor
übrigens auch ein noppenstocherer

wfox 16.05.2006 20:13

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
Zitat:

Zitat von gabor56
...
als hört auf euch zu verteidigen : wenn man als scheiss noppenquetscher beschimpft wird, einfach lächeln und zustimmen, aber bitte nicht behaupten man würde irgend eine grosse kunst beherrschen...und jene, die während sie gegen material verlieren,auch noch darüber lästern, sollten einfach nur ihre eigene unfähigkeit zu geben...
...

Meine Güte, an die eigene Nase fassen?
Wo kommen wir denn da hin? :rolleyes:

w (talentfreier noppenstocherer, ampelbeigrüngänger und Käserinderabmacher)

kellenkarle72 16.05.2006 20:19

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
Zitat:

Zitat von Snurd
Meinen Senf muss ich auch noch absondern:
Ich kenne einige Beispiele auf Kreisebene, die mit ihren Noppen gegen den ein oder anderen technisch überlegenen Spieler gewinnen. Doch reicht allein die Technik eben nicht aus, diese "untalentierten" Spieler zu bezwingen, wie man sieht. Köpfchen heißt das Stichwort, das sich wohl bis in hohe Ligen manchmal nicht einschalten will (kleines Statement eines OL-Noppenspielers: es reicht manchmal bis zur RL hinten völlig aus, die Gegner mit den Noppen auf den Ellenbogen anzuspielen, damit einfache Returns entstehen, die man ganz leicht abschießen oder gegenziehen kann). Und wer kopflos an den Tisch geht, verliert eben auch gegen Gegner, die "nur die Kelle hinhalten".
Ich z.B. spiele selbst GLN, drehe dabei aber auch und habe eigentlich sogar mehr Gefühl in der RH als in der VH, aber nachdem ich 3 Jahre lang die "normale" Technik geübt hatte, wollte ich mal etwas neues ausprobieren und landete im Endeffekt bei den GLN, die ich m.E. sehr variabel einsetze und im Zusammenspiel mit dem Drehen nicht bei jeder Gelegenheit hinhalte.
Um ein Gegenbeispiel zu nennen: am vergangenen Sonntag spielte ich auf einem Turnier bis 1.KK mit (noch darf ich :D ) und hatte einen alten Bekannten in der Gruppe, der vor der Saison auf GLN umgestiegen war (Bilanz hinten zu 3 ). Er gewann schon am Vortag in der Klasse bis KL einige Spiele und scheiterte an demselben Spieler, an dem ich verzweifelte (offensiver Anti-Spieler). Doch als ich gegen ihn antritt, ohne vorher oft gegen GLN gespielt zu haben, brauchte ich genau 3 Schläge: Rollaufschlag, Schuss und Topspin. Ich will es kurz machen: 3:0 gewonnen, er bekam genau 12 Punkte im Spiel, wobei ich ein Meister der Fehlaufschläge bin :D
Als Fazit würde ich sagen: jeder soll das Material spielen, mit dem er am erfolgreichsten spielt. Wenn man "Untalentiertheit" durch Material ausgleicht und damit erfolgreich wird, bitte schön - denn dann sieht man ja, dass man eben sein Material gut beherrscht und damit auch gegen kopflose Spieler gewinnt, die man mit Doppel-NI nicht bezwingen würde, da diese eben nur eine Schiene kennen und eben nicht noch eine 2. oder 3. ..



genau das gleiche wollte ich auch schreiben... :D :D :D

Rudi Endres 16.05.2006 20:42

AW: Noppenspieler = untalentiert
 
Ob man für oder gegen LN ist, ist eher eine ideologische Frage. Es amüsiert mich aber mit welcher Selbstverständlichkeit man die Topspintechnik für "gut" und andere Techniken für "schlecht" hält. Um erfolgreich zu werden, muss man bereits im Schüleralter nach der Grundausbildung eine Spezialisierung einleiten. Die Forderung, erst im Erwachsenenalter auf LN umzustellen, widerspricht daher grundlegenden Trainingsprinzipien. Es ergäbe ja auch keinen Sinn bis 18 mit KN Treibschläge zu üben und dann auf den "richtigen" Topspin umzustellen.


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