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-   -   Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geeignet (https://forum.tt-news.de/showthread.php?t=60138)

FS23456 30.07.2008 23:58

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geei
 
Zitat:

Zitat von Peter Igel (Beitrag 1200802)
Filus spielt keinen Grujic.

:D

Noppen-Kryptoianer 31.07.2008 00:34

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geeignet
 
Jetzt im August werde ich wahrscheinlich noch ein paar mal Einzeltraining machen, wobei mein Trainer sehr auf Balleimertraining setzt, was ich auch gut finde. Kannst du vielleicht ein paar einfache Übungen beschreiben, die für die Grundsicherheit gut sind (ich denke Grundsicherheit ist das beste was man ganz kurz vor der Saison noch machen kann). Ich Trainiere schon viel die Kombination Abwehr gegen Topspin - Topspin gegen passiv zurückgelegte Abwehrbälle. Das ist sicher einer der wichtigsten Grundspielzüge des modernen Abwehrers, aber was kann man noch machen.

Merkst du eigentlich Unterschiede in der Saisonvorbereitung von Abwehr- und Angriffsspielern (nicht am Tisch, sondern in Sachen Konditions- und Krafttraining )?

Mike Mistler 31.07.2008 22:26

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geei
 
Zitat:

Zitat von mahler55 (Beitrag 1199283)
Hallo,am vergangenen Wochenende habe ich an einem TT-Lehrgang bei Thomas Keinath teilgenommen.Ich bin neu in diesem Forum und habe seit sechs Monaten nach zwanzig Jahren Pause wieder angefangen zu spielen. Das in einem kleinen Verein ohne Jugend und ohne Systemtraining. Es dauert keine fünf Minuten, dann macht man schon ein Spiel, weil jeder versucht, an dem Trainingsabend viele Spiele zu absolvieren. Bis 1987 gehörte ich zum VFL Höhr-Grenzhausen, da wurde auch viel untereinander gespielt. Jeder der ersten Mannschaft spielte auch mit denen aus der vierten oder fünften, und alle Schüler und Jugendlichen trainierten oft noch mit den Herren. Es gab aber auch Systemtraining unter den Trainern und das reichlich. Durch die Verbindung zu TTC Grenzau und zu den anderen Vereinen konnte man praktisch rund um die Uhr trainieren.
Nun also mit diesem Lehrgang ein Neustart in der Sommerpause.
Es war toll.
Thomas Keinath, auch Tommy genannt(von manchen auch keini) nahm mir zuerst einmal meine vorhandene Verkrampfung. Es ging locker zu, es wurde mit Auflockerungsübungen begonnen und er korrigierte mich ganz entscheidend in meiner Einstellung zum Spiel und da besonders in meiner Art, den Schläger zu halten. Das war exakt die Frage, mit der ich zu diesem Lehrgang kam. Die Übungen, die dann folgten, umfassten das ganze Kaliber an Schlägen: VH/RH-Konter, VH/RH-Top, VH/RH-Block- dies alles aufeinander aufbauend ohne kompliziert zu werden.
Es kam aber viel, viel mehr hinzu: Schupfbälle, Aufschlagtraining und dazu unzählige wichtige Tipps.
Nie hatte ich das Gefühl von Überforderung, obwohl meine beiden Mitspieler(ganz richtig: Wir waren nur zu dritt!) viel besser spielen konnten als ich.
Die Athmosphäre in dieser kleinen Halle in Offenbach in der wingtsun-Gesundheitsschule war freundlich, offen und annehmend.
Da Thomas geduldig mit mir am Tisch stand, zuspielte und ruhig und ohne Hektik korrigierte, wurde auch ich immer ruhiger und traf besser. Ich freute mich an meinem Fortschritt und verzweifelte nicht gleich bei Misserfolg. So fiel es mir zum Beispiel nicht leicht, bei Anschlägen Rotation in den Ball zu bringen oder einen schnellen Anschlag zu spielen.
Mir wurde bewusst, dass ich durch geduldiges Üben von einfachen Elementen viel erreichen kann und ich mein Niveau steigere, in dem ich zuerst sicher ein Niveau beherrsche, bevor ich zu dem achso beliebten Spielen mit extremen Schlägen(und vielen Fehlern) im Training zurückkehre.
Nach dem ersten Tag(Samstag) mit insgesamt fast fünf Stunden Tisch-Tennis war ich ziemlich platt, hatte aber durch die Lockerheit im Training nicht einen übermäßigen Muskelkater.
Dies, obwohl das Training ernsthaft, konzentriert und durch den Balleimer stark belastend war.
Am Sonntag ging es um 10 Uhr weiter; wir mussten die Einheit etwas verkürzen, weil wir drei doch müde und unkonzentrierter wurden.
Obwohl mir die Luft immer mehr ausging, hätte ich noch den ganzen Tag weiter machen können, weil es mir unendlichen Spaß machte.
Thomas vermittelte mir was ganz Entscheidendes: dass ich mein Hobby auch in meiner Spielstärke durch ständiges und sich wiederholendes Training, Kraftübungen und Laufübungen wesentlich verbessern kann, dass im Training Spitzenspieler ganz viel an "Kleinigkeiten" arbeiten, wie zB Ballannahme, Schupfen über dem Tisch, kurzer Aufschlag und beileibe nicht ständig Topspin ziehen, das, wenn etwas nicht geht( zB durch Krankheit) durchaus anderes geht(z.B. Schupfen, Aufschlagtraining), dass Beinarbeit am Tisch ohne Ball ebenso wichtig ist wie sorgfältige Fußstellung.
Ich war auch froh, dass mein in keinem Lehrbuch so stehender Bananenschlag nicht korrigiert sondern ganz im Gegenteil als Chance gesehen wurde und mir beigebracht wurde, wie ich diesen Topspinball taktisch besser einsetze.

Ein Lehrgang bei einem professionellen Tisch-Tennisspieler von dieser Qualität ist etwas ganz Besonderes. Besonders nicht durch sein Können,sondern durch sein Einlassen auf meine Person und meine Bedürfnisse. Thomas brachte mich vorwärts oft ohne dass ich es überhaupt merkte. Es waren leise, kurze Hinweise. Ich sperrte die Ohren weit auf.
Mike, dem die Schule gehört, organisierte das Drumherum hervorragend. Wir saßen alle in der Mittagspause am Main in einem zauberhaften Restaurant und redeten über alles Mögliche und ganz wenig über Tisch-Tennis.

Natürlich wurde in den Pausen über Material, Schlaf, Training von Profis gesprochen, aber eigentlich wenig. Mehr sorgten wir alle dafür, dass wir uns entspannten und ein bisschen Quatsch machten.
Ich bezahlte für diesen Lehrgang 150 Euro. Für mich kam noch die Anfahrt aus dem Ruhrgebiet hinzu, die Parkgebühr und normalerweise die Übernachtung, die sich bei mir privat regelte.
Natürlich kaufte ich mir ein neues Trikot und Socken. Aber das brauchte ich sowieso.
Der Lehrgang mit Thomas Keinath und dem Organisator(und Mitspieler) Mike Fischer war jeden Cent wert, weil ich Lust bekommen habe, mehr zu trainieren und mir eine Chance gebe, mit Ruhe und Spaß in meinem Hobby einen Ausgleich zu dem Beruf zu finden, der mich stark belastet, den ich aber liebe.
Ich arbeite mit Jugendlichen und dies mit vielen Übungen aus der Körperarbeit und glaube einschätzen zu können, was mich als Mensch vorwärts bringt und was nicht so.
Nun habe ich neue Freunde in Offenbach(das soll ein schwieriger Lebensort sein, für mich aus dem Schimanskiland nur sympathisch) und ich werde wieder kehren.

....der Bericht war so interessant, dass er es verdient hat, noch einmal zu erscheinen....und ich kann jedes Wort bestätigen, denn genauso erging es mir auch im letzten Jahr, als ich Keini kennen lernen und seine Qualitäten als Trainer geniessen durfte...

....einfach nur wunderbar finde ich es, dass die Kommunikation hier endlich die richtigen Dimensionen angenommen hat...obwohl, lieber Keini, wenn das hier so weiter geht, dann wirst Du wohl im Sekundentakt die Anfragen beantworten müssen;) ....

Viele Grüße

Mike

Pansky - Fan 01.08.2008 09:11

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geeignet
 
Zitat:

Zitat von mahler55 (Beitrag 1199283)
Hallo,am vergangenen Wochenende habe ich an einem TT-Lehrgang bei Thomas Keinath teilgenommen.Ich bin neu in diesem Forum und habe seit sechs Monaten nach zwanzig Jahren Pause wieder angefangen zu spielen. Das in einem kleinen Verein ohne Jugend und ohne Systemtraining. Es dauert keine fünf Minuten, dann macht man schon ein Spiel, weil jeder versucht, an dem Trainingsabend viele Spiele zu absolvieren. Bis 1987 gehörte ich zum VFL Höhr-Grenzhausen, da wurde auch viel untereinander gespielt. Jeder der ersten Mannschaft spielte auch mit denen aus der vierten oder fünften, und alle Schüler und Jugendlichen trainierten oft noch mit den Herren. Es gab aber auch Systemtraining unter den Trainern und das reichlich. Durch die Verbindung zu TTC Grenzau und zu den anderen Vereinen konnte man praktisch rund um die Uhr trainieren.
Nun also mit diesem Lehrgang ein Neustart in der Sommerpause.
Es war toll.
Thomas Keinath, auch Tommy genannt(von manchen auch keini) nahm mir zuerst einmal meine vorhandene Verkrampfung. Es ging locker zu, es wurde mit Auflockerungsübungen begonnen und er korrigierte mich ganz entscheidend in meiner Einstellung zum Spiel und da besonders in meiner Art, den Schläger zu halten. Das war exakt die Frage, mit der ich zu diesem Lehrgang kam. Die Übungen, die dann folgten, umfassten das ganze Kaliber an Schlägen: VH/RH-Konter, VH/RH-Top, VH/RH-Block- dies alles aufeinander aufbauend ohne kompliziert zu werden.
Es kam aber viel, viel mehr hinzu: Schupfbälle, Aufschlagtraining und dazu unzählige wichtige Tipps.
Nie hatte ich das Gefühl von Überforderung, obwohl meine beiden Mitspieler(ganz richtig: Wir waren nur zu dritt!) viel besser spielen konnten als ich.
Die Athmosphäre in dieser kleinen Halle in Offenbach in der wingtsun-Gesundheitsschule war freundlich, offen und annehmend.
Da Thomas geduldig mit mir am Tisch stand, zuspielte und ruhig und ohne Hektik korrigierte, wurde auch ich immer ruhiger und traf besser. Ich freute mich an meinem Fortschritt und verzweifelte nicht gleich bei Misserfolg. So fiel es mir zum Beispiel nicht leicht, bei Anschlägen Rotation in den Ball zu bringen oder einen schnellen Anschlag zu spielen.
Mir wurde bewusst, dass ich durch geduldiges Üben von einfachen Elementen viel erreichen kann und ich mein Niveau steigere, in dem ich zuerst sicher ein Niveau beherrsche, bevor ich zu dem achso beliebten Spielen mit extremen Schlägen(und vielen Fehlern) im Training zurückkehre.
Nach dem ersten Tag(Samstag) mit insgesamt fast fünf Stunden Tisch-Tennis war ich ziemlich platt, hatte aber durch die Lockerheit im Training nicht einen übermäßigen Muskelkater.
Dies, obwohl das Training ernsthaft, konzentriert und durch den Balleimer stark belastend war.
Am Sonntag ging es um 10 Uhr weiter; wir mussten die Einheit etwas verkürzen, weil wir drei doch müde und unkonzentrierter wurden.
Obwohl mir die Luft immer mehr ausging, hätte ich noch den ganzen Tag weiter machen können, weil es mir unendlichen Spaß machte.
Thomas vermittelte mir was ganz Entscheidendes: dass ich mein Hobby auch in meiner Spielstärke durch ständiges und sich wiederholendes Training, Kraftübungen und Laufübungen wesentlich verbessern kann, dass im Training Spitzenspieler ganz viel an "Kleinigkeiten" arbeiten, wie zB Ballannahme, Schupfen über dem Tisch, kurzer Aufschlag und beileibe nicht ständig Topspin ziehen, das, wenn etwas nicht geht( zB durch Krankheit) durchaus anderes geht(z.B. Schupfen, Aufschlagtraining), dass Beinarbeit am Tisch ohne Ball ebenso wichtig ist wie sorgfältige Fußstellung.
Ich war auch froh, dass mein in keinem Lehrbuch so stehender Bananenschlag nicht korrigiert sondern ganz im Gegenteil als Chance gesehen wurde und mir beigebracht wurde, wie ich diesen Topspinball taktisch besser einsetze.

Ein Lehrgang bei einem professionellen Tisch-Tennisspieler von dieser Qualität ist etwas ganz Besonderes. Besonders nicht durch sein Können,sondern durch sein Einlassen auf meine Person und meine Bedürfnisse. Thomas brachte mich vorwärts oft ohne dass ich es überhaupt merkte. Es waren leise, kurze Hinweise. Ich sperrte die Ohren weit auf.
Mike, dem die Schule gehört, organisierte das Drumherum hervorragend. Wir saßen alle in der Mittagspause am Main in einem zauberhaften Restaurant und redeten über alles Mögliche und ganz wenig über Tisch-Tennis.

Natürlich wurde in den Pausen über Material, Schlaf, Training von Profis gesprochen, aber eigentlich wenig. Mehr sorgten wir alle dafür, dass wir uns entspannten und ein bisschen Quatsch machten.
Ich bezahlte für diesen Lehrgang 150 Euro. Für mich kam noch die Anfahrt aus dem Ruhrgebiet hinzu, die Parkgebühr und normalerweise die Übernachtung, die sich bei mir privat regelte.
Natürlich kaufte ich mir ein neues Trikot und Socken. Aber das brauchte ich sowieso.
Der Lehrgang mit Thomas Keinath und dem Organisator(und Mitspieler) Mike Fischer war jeden Cent wert, weil ich Lust bekommen habe, mehr zu trainieren und mir eine Chance gebe, mit Ruhe und Spaß in meinem Hobby einen Ausgleich zu dem Beruf zu finden, der mich stark belastet, den ich aber liebe.
Ich arbeite mit Jugendlichen und dies mit vielen Übungen aus der Körperarbeit und glaube einschätzen zu können, was mich als Mensch vorwärts bringt und was nicht so.
Nun habe ich neue Freunde in Offenbach(das soll ein schwieriger Lebensort sein, für mich aus dem Schimanskiland nur sympathisch) und ich werde wieder kehren.


Moin Berni,

freut mich das es Dir gefallen hat! Einen Schimanski gibt es hier auch, ein Schüler von mir ist bei der Kripo und wird von mir immer Schimanski genannt. Wenn wir uns am Wochenende sehen, bekommst Du aber nicht mehr so viel Punkte vor mein lieber. Freue mich. Gruss, Pansky:)
P.S: Grüsse auch ins schöne Berlin !

Mike Mistler 01.08.2008 14:56

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geei
 
Zitat:

Zitat von Pansky - Fan (Beitrag 1201496)
Moin Berni,

freut mich das es Dir gefallen hat! Einen Schimanski gibt es hier auch, ein Schüler von mir ist bei der Kripo und wird von mir immer Schimanski genannt. Wenn wir uns am Wochenende sehen, bekommst Du aber nicht mehr so viel Punkte vor mein lieber. Freue mich. Gruss, Pansky:)
P.S: Grüsse auch ins schöne Berlin !

Hallo Pansky-Fan,

schöne Grüße zurück;)

Gruß Mike

Cheftrainer 02.08.2008 16:13

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geeignet
 
Zitat:

Zitat von Fastest115 (Beitrag 1197543)
...
Bei Übung 4 habe ich für Normalsterbliche das Problem das sie meist nicht schnell genug sind um von VH Top aus VH in VH Top aus RH zu kommen.
Sieht man meist bei Falkenberg wo sie dann oft von Tiefe VH nicht mal den RH Ball schaffen. Außerdem sind die Blocker oft nicht so genau und blocken den Ball sogar noch in Tiefe RH dann geht garnichts mehr mit VH wahrscheinlich nicht mal bei nem Profi...

Auch für "Normalsterbliche" ist es wichtig so schnell zu spielen, dass man mit der Beinarbeit noch nachkommt. Natürlich muss man im Trainingsprozess auch Reize setzen um das Tempo zu erhöhen, aber es ist eine simple taktische Erfahrung, dass man manchmal einfach weicher ziehen muss, um den folgenden Blockball erlaufen zu können. Gerade Kids merken manchmal nicht, dass sie schneller spielen als es die Beinarbeit zulässt. Daher immer zwei Ziele im Auge behalten:

1. Schneller werden (anspruchsvolle Beinarbeitsübungen auf Tempo)
Wichtig: Kurze Sequenzen mit ausreichend Pausen, da es sich hier eine Mischung aus Techniktraining (Beintechniken), Koordination und Schnelligkeit handelt. Da wäre Ermüdung kontraproduktiv!

2. Tempo den eigenen Möglichkeiten anpassen. Gerade Kids müssen lernen, das man das Tempo nicht nur steigern kann, sondern manchmal auch mal verlangsamen kann ^^

Benni91 03.08.2008 09:58

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geeignet
 
@thomas keinath: echt cool was du hier verfasst hast, es ist echt mal schönen einen einblick in das Training eines Profis zu erhalten.

Nun meine Frage: Was hälst du von dem Training mit so einem Returnboard während der Saisonpause ? Viele meinen das man dadurch seine Technik gut verbessern kann da man immer den gleichen schlag und die gleiche technik anwenden muss das der Ball zurück kommt jedoch ist das für mich ein bisschen fraglich ?!

und noch eine Frage: Im training soll man da immer einen gleichen Trainingspartner haben um gezielt zu trainieren oder kann man die Spieler varieren ??

Grüße Benni

Cheftrainer 03.08.2008 17:43

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geeignet
 
Nur weil man immer den gleichen Schlag anwenden muss ist das kein Mittel um die Technik zu verbessern. Man kann damit eine Technik sehr gut stabilisieren. Aber in der Praxis kann man auch gut Fehler stabilisieren.

Ich habe gerade vor Kurzem (während eines Lehrgangs im Schwarzwald) das erste mal jemand aktiv mit dem Brett arbeiten sehen. Der Trainer war vom Tischtennis Institut Hambrg und hat das Brett beim Training mit einer Kleingruppe (3 Mädchen, eine war seine Tochter die wohl in der Landesspitze BaWü vertreten ist) verwendet. Im Prinzip hat er damit die ungerade Anzahl ausgeglichen. Zwei waren bei ihm am Balleimer, eine hat mit dem Returnbrett immer kurze Schlagsequenzen geübt (Aufschlag, dritter Ball oder VH Topspin, RH Endschlag...). Ich habe bisher von diesem Brett nicht viel gehalten, aber man konnte gut sehen, dass die Kids damit sehr gut spezifische koordinative Fähigkeiten (Differenzierung) trainiert haben, da der Ball sonst völlig anders geflogen wäre.

Aber das Brett bringt an sich erstmal nichts. Es ist immer eine Frage wie es eingesetzt wird. Daher ist es zum Selbststudium (also ohne Trainer) nicht besonders gut geeignet.

Das sind zumindest meine Beobachtungen die ich in den wenigen Tagen gemacht habe. Der Trainer hat nämlich jede Einheit immer mit drei Kids trainiert und jedes Kind war etwa 1/3 der Zeit mit dem Returnbrett und einer Aufgabe des Trainers beschäftigt. Die restlichen 2/3 waren Einzeltraining am Balleimer. Am Returnbrett waren es immer sehr kurze Schlagsequenzen (also nicht lange Serien zum "Automatisieren"). Meistens wurde ein Schlag gegen das Brett gespielt und der zweite Schlag auf ein Zielfeld (bzw. Zielobjekt).

Wenn Du aber nur die Meinung von TK zu dem Retrnbrett haben willst, solltest Du eine PM senden. Meiner Ansicht nach dürfte er aber der falsche Ansprechpartner sein. Er hat sowas in seinen Trainingsgruppen/Lehrgängen bisher (meines Wissens nach!!!) nie eingesetzt...

Benni91 04.08.2008 12:37

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geeignet
 
@cheftrainier: danke für die ausführliche Antwort, ich dachte da TK ja auch eine eigene Trainingschule hat, das er dort vllt. das returnboard anwendet :)

Ich habe schon wieder eine Frage :D

und zwar habe ich heute ca. 45min Aufschläge bei mir in der Garage trainiert, nun merkte ich das die Bälle nicht so kommen wie ich es eig. will habt ihr da einen Tipp wie man dies verbessern kann ?!

Cheftrainer 04.08.2008 12:42

AW: Saisonvorbereitung - Beispiel aus dem Profibereich - aber auch für fast alle geei
 
Ferndiagnose ist da nicht möglich. Im Zweifelsfall musst du das halt oft genug wiederholen.

Lass es Dir von einem Trainer oder noch besser im Rahmen eines Lehrgangs mal zeigen auf was du achten solltest usw...


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