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JoKo 22.11.2016 13:00

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Zitat:

Zitat von crycorner (Beitrag 2797637)
Wo ziehst Du die Altersgrenze? Ab wann können Kinder diese bewusste Entscheidung, Tischtennis als Leistungssport mit 4-5 Trainingstagen die Woche zu betreiben, denn selbst fällen? Oder zählt da eine individuelle Reife des Kindes? Wer beurteilt die?

Ich merke sehr wohl, wenn jemand in die Pubertät und wieder raus kommt.
Zitat:

Zitat von crycorner (Beitrag 2797637)
Was, wenn das Kind bereits mit 13 mehr als 2x die Woche trainieren will und selbst einen großen Spaß und gleichzeitig einen großen Ehrgeiz entwickelt. Soll das Kind dann die beispielsweise zusätzlichen Kadertrainings besuchen dürfen oder wird dem Kind das verwehrt? Alternativ: Wird das Kind zu den intensiveren Kadertrainings gelassen und geht stattdessen nicht mehr in den Verein?

Von mir wird keiner zu Kadertraining gemeldet und von den Eltern hier auch nicht. Ich halte diese gerade angesagten Bewegungsnormierungen ohnehin für bescheuert und kann mich über die derart geförderten Kiddies amüsieren, die sich gegen unsere Küchentischdaddler einen Wolf ziehen und dabei gar nicht so selten sogar den kürzeren.

Vollblutprofi 22.11.2016 13:07

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Aber gerade um unterschiedliche Spielsysteme kennen zu lernen, ist es gut, wenn man bei den Erwachsenen mitspielt. Das geht zum einen im Training, aber da wird es eben - weil oft unter der Woche - einfach zu spät für die Kleinen - oder aber bei Turnieren und Wettkampfspielen, die Freitag oder am Wochenende sind.

crycorner 22.11.2016 13:16

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Zitat:

Zitat von JoKo (Beitrag 2797661)
Ich merke sehr wohl, wenn jemand in die Pubertät und wieder raus kommt.

Das heisst? Eigene Entscheidung mit Eintritt in die Pubertät oder mit Ende der Pubertät?

Zitat:

Zitat von JoKo (Beitrag 2797661)
Von mir wird keiner zu Kadertraining gemeldet und von den Eltern hier auch nicht. Ich halte diese gerade angesagten Bewegungsnormierungen ohnehin für bescheuert und kann mich über die derart geförderten Kiddies amüsieren, die sich gegen unsere Küchentischdaddler einen Wolf ziehen und dabei gar nicht so selten sogar den kürzeren.

Wenn das in Deinem Verein so bekannt und bei den Eltern angesagt ist, ist das doch in Ordnung. Ein Kind, das im Kader spielt, wird auch nicht von jetzt auf gleich eine Wahnsinnsrakete.
Ich finde Dein Modell richtig gut. Unter der Prämisse, dass Du Dich generell auf die mittleren oder minder Begabten konzentrierst und ggf. einen Raum für diese Kinder schaffst, der dafür sorgt, dass die den Sprung zu den Erwachsenen mitmachen und auch weiter Tischtennis spielen, wenn die Schule vorbei ist. Genau diese Kinder werden später benötigt, um den Breitensport nicht überaltern zu lassen.

Eine leistungsorientierte Talentförderung findet dann halt in anderen Vereinen statt, da Deine diesbezügliche Haltung ja sehr strikt ist. Wäre Dein Modell bundesweit vorgeschrieben, gäbe es bald keine deutschen Spitzenspieler mehr, da die in ihrer Schülerzeit viele, viele Trainingsstunden verloren haben, die sie nie wieder aufholen.

Es wäre nur gut, wenn Du akzeptierst, dass Dein Modell was Besonderes ist, aber dass die anderen Fördermodelle genauso ihre Daseinsberechtigung haben, auch wenn sie weit weg von Deinem persönlichen Ideal sind.
Ich habe schon eine Handvoll hochtalentierte Tischtenniskinder gesehen, die einfach eine riesige Freude daran hatten, besser zu werden. Und die auch durch diesen Sport und ihren besonderen Fähigkeiten darin zu selbstbewussten Menschen wurden.

Wir haben zwei U15 JES, die in unserer Mannschaft (Kreisklasse B) gemeldet sind. Also keine Top-Talente, sondern später mal mit Potenzial, maximal auf Bezirksebene zu spielen. Ich habe als Mannschaftsführer im Vorfeld mit den Kindern und den Eltern gesprochen, ob der Einsatz in unserem Team, gerade auch bei voraussichtlich knappen Auswärtsspielen in Ordnung ist. Die Kinder werden direkt nach dem Spiel von uns heimgefahren. Wenn wir noch was trinken wollen, machen wir das danach. Das funktioniert sehr gut und den Jungs haben die Einsätze bei uns einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben. Das ist auch weit weg vom Leistungssportgedanken, aber innerhalb Deines Jugendschutz- Themas. Und ich finde nicht, dass wir da was falsch machen.

JoKo 22.11.2016 13:28

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Zitat:

Zitat von Vollblutprofi (Beitrag 2797663)
Aber gerade um unterschiedliche Spielsysteme kennen zu lernen, ist es gut, wenn man bei den Erwachsenen mitspielt. Das geht zum einen im Training, aber da wird es eben - weil oft unter der Woche - einfach zu spät für die Kleinen - oder aber bei Turnieren und Wettkampfspielen, die Freitag oder am Wochenende sind.

Sicher. Wir üben von vornherein sowohl das normale Konterspiel, als auch das Spiel gegen lange Noppen, die ich selber nutze. Meine Cobetreuerin übernimmt den Normalpart, und ich kann beides und drehe sogar, wenn es sein muss. Spielpraxis erlangen die Kinder in 3 Schüler- bzw Jugendmannschaften, und am Wochenende sind sie anderweitig genug ausgelastet. Sie entwickeln sich zwar langsam, aber 5 Jungen und 8 Mädchen sind damit zufrieden und seit dem Anfang dabei geblieben. Wenn sie aus den Schülerjahrgängen herausgewachsen sind, werden sie auf Wunsch auch als JES gemeldet. Es gibt auch noch Jüngere aus der Zusammenarbeit mit der Grundschule, aber bei denen ist (wahrscheinlich, weil ihre Eltern mit TT nichts am Hut haben,)die Lust am Wettkampf nicht gerade ausgeprägt, sodass wir sie neben Balleimertraining frei spielen lassen, solange sie uns nicht von selbst auf einen Einsatz in einer Mannschaft ansprechen sollten.

05er 22.11.2016 13:29

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Ich kenne einige ehemalige Kaderspieler die jetzt Erwachsen sind. Diese sind dankbar für Ihre TT Zeit und haben sich zu verantwortungsvollen Erwachsenen entwickelt. Aber vielleicht ist ja unorganisierte Freizeit in Form von Nachmittags TV viel besser. Wichtig ist für mich, dass sich jemand um seine bzw. ihm anvertraute Kinder kümmert und auch individuell auf Sie eingeht. Das ist aber Arbeit die sich viele, leider auch viele Eltern nicht mehr machen.

Man könnte JoKos Thesen auch umdrehen und sagen, dass jemand der, weil er sich selbst für Allwissend hält, den Kindern eine Chance raubt die diese selbst gerne wahrnehmen würden.

JoKo 22.11.2016 13:38

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Da es inzwischen ziemlich am Thema vorbei geht, erinnere ich nich einmal daran: Ich kritisiere KONKRET eine SBE für einen12 jährigne ( die damit den Jugendmannschaften sogar entzogen wird). Wenn etliche meinen, sich hier für ihr eigenes Handeln rechtfertigen zu müssen, obwohl es nicht vergleichbar ist, werden sie ihren Grund haben.

JoKo 22.11.2016 13:50

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Zitat:

Zitat von crycorner (Beitrag 2797665)
Das heisst? Eigene Entscheidung mit Eintritt in die Pubertät oder mit Ende der Pubertät?

wenn ich sehe, dass sie sich wieder eingekriegt haben.

Zitat:

Zitat von crycorner (Beitrag 2797665)
Wir haben zwei U15 JES, die in unserer Mannschaft (Kreisklasse B) gemeldet sind. Also keine Top-Talente, sondern später mal mit Potenzial, maximal auf Bezirksebene zu spielen. Ich habe als Mannschaftsführer im Vorfeld mit den Kindern und den Eltern gesprochen, ob der Einsatz in unserem Team, gerade auch bei voraussichtlich knappen Auswärtsspielen in Ordnung ist. Die Kinder werden direkt nach dem Spiel von uns heimgefahren. Wenn wir noch was trinken wollen, machen wir das danach. Das funktioniert sehr gut und den Jungs haben die Einsätze bei uns einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben. Das ist auch weit weg vom Leistungssportgedanken, aber innerhalb Deines Jugendschutz- Themas. Und ich finde nicht, dass wir da was falsch machen.

No Problem. Ich kenn es aber eher anders. Bei z.T. 35 km- Entfernungen auf der Landstrasse ist das mit dem zwischendurch Heimbringen bei uns auch in der Kreisklasse Nord Cuxhaven kaum praktikabel, und mit dem Bier und den Würstchen in der Halle wird dann auch nicht gewartet. Da wurden zudem 2 B- Schüler als JES auch schon für ein Heimspiel in der 3.KK 60 km eingeflogen - natürlich mit Billigung der Eltern.

05er 22.11.2016 13:53

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Warum wird er der Jugendmannschaft damit entzogen? Er könnte doch beides spielen.

Hochbegabte müssen meiner Ansicht nach anders behandelt werden als normal begabte Kinder. Und daher kann eine SBE für einen 12 jährigen eine gute Sache sein. Natürlich sollte niemand dazu gedrängt werden und auch nicht jeder der den Schläger halten kann sollte eine SBE bekommen.

Vollblutprofi 22.11.2016 13:53

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Also bei uns z.B. ist es durch die doppelte Einsatzberechtigung kein Problem, die Spielerinnen und -Spieler mit SBE sowohl in der Jugend als auch bei den Damen / Herren einzusetzen. Sollten das manche Verbände nicht zulassen, ist das natürlich schade.

klugscheisser 22.11.2016 14:04

AW: SBE und Jugendschutz?
 
Ich habe mal versucht, einer Fliege zu erklären, dass Wegfliegen klüger ist, als sich mit einem Foxterrier auf ein Wettrennen einzulassen. Sie hat mir nicht geglaubt. Meinem Foxterrier hat sie jedenfalls geschmeckt. :)


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