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Trask 27.06.2001 09:19

Zitat:

Original geschrieben von Jens Makait


Dafür kommt aber ein "Ich lag schon 0:2 in Sätzen zurück und dann..." aber nun hinzu. Soviel anders ist das gar nicht.


Ich kann dich echt nicht verstehen. Eine Aufholjagd beim 21er Satz oder zwei 21er Sätze infolge gewinnen ist gänzlich anders als 3 Sätze bis 11 hintereinander gewinnen zu müssen.
Den will ich sehen, der mich nach einer 2:0 Satzführung in meiner Klasse schlägt.
Wer dann nur einmal unkonzentriert ist, Probleme mit nem Aufschlag hat oder 3 Netzroller schlucken muß kann sich schon auf sein nächstes Spiel freuen.
Diese Art von Aufholjagd wird eher Seltenheistwert haben.
...aber was solls, wir werden ja erleben. Und dann will ich hier stehen sehen:"ja Sven du hast Recht gehabt".
:D

Jens Makait 27.06.2001 13:55

Zitat:

Original geschrieben von Trask
Ich kann dich echt nicht verstehen. Eine Aufholjagd beim 21er Satz oder zwei 21er Sätze infolge gewinnen ist gänzlich anders als 3 Sätze bis 11 hintereinander gewinnen zu müssen.
Den will ich sehen, der mich nach einer 2:0 Satzführung in meiner Klasse schlägt.

Etwas anderes ist das sicher. Aber ist m.M. ungefähr gleichermaßen selten und wird doch immer wieder mal vorkommen.

Fast jeder hat irgendwann mal z.B. einen 5:15-Rückstand umgebogen und sich dann entsprechend gefreut. Aber im Verhältnis so schrecklich oft wird's nicht passiert sein.
Seltener wird dir auch das Umbiegen eines 0:2-Satzrückstandes dann auch nicht gelingen -> ebensoviel Freude.

(und Respekt vor deinem Selbstvertrauen, aber war es da den früher wirklich wahrscheinlicher, daß du einen 15:5-Vorsprung noch vergeigt hast? Na, dann solltest du doch nicht so viel Selbstvertrauen haben.)

Ich hätte deine Argumentation eher andersherum erwartet, so im Sinne von: "5:15 aufholen ist so schwierig und selten und schön, nun nach 0:2 noch gewinnen kann das nicht ersetzen, weils häufiger ist"

Ich denke, es wird häufiger vorkommen, daß nach einem 0:2 noch gewonnen wird, als daß ein Satz nach 5:15 (über den genauen Zwischenstand kann man ja diskutieren) noch gewonnen wird.

Für einen Satzgewinn reichen nach wie vor 2 Punkte Vorsprung im richtigen Moment, man hat nicht unbedingt einen Berg mehr Punkte zu machen als der Gegner.

Jens

Hülser 27.06.2001 15:57

Schlechte Entscheidung
 
Ich persönlich finde die neue Zählweise besch:zensiert: ...eiden, da es doch eigentlich schon von Anfang an Tradition war, bis 12 zu spielen, und nun wollen einfach mal so ein paar :zensiert: Funktionäre das TT-Spiel auf den Kopf stellen...:rolleyes:

Das Spiel wird meiner Meinung nach viel zu kurz, um ein Spiel zu gewinnen braucht man nun 33 Punkte, früher waren es noch 42.
Man hat ja kurzerzeit überlegt auf 3 Gewinnsätze bis 21 rüberzuwechseln (vor der 11-er Entscheidung), gut, dann wären die Spiele doch schon hart, aber wie kann man sich dann so umentscheiden, nur auf 3 Gewinnsätze bis 11 einzugehen??? :confused:

Die bestmöglich Entscheidung wäre, auf 4 Gewinnsätze bis 11 einzugehen, oder weiterhin bis 21 zu spielen, bei 2 oder 3 Gewinnsätzen.

3 Gewinnsätze bis 11, nee.

Es gibt auch noch eine riesen Verwirrung beim Doppel: Stellt euch mal vor, da spielen so 4 11-jährige Knürpse, da ist doch Chaos vorprogramiert, die machen doch bestimmt Fehler beim Wechseln, da man es ja nach jeden 2.Ball machen muss.

Und wenn du mal in einen Spiel den Start verpasst, ist gleich der erste weg, oder ich weiß nicht ob ein 0:5 Rückstand so einfach wettzumachen ist :rolleyes:

Ich denke durch diese neue Zählweise wird der Aufschlag wesentlich wichtiger, als zuvor: Jetzt hat man nämlich nur noch 2, und muss sich besonders auf diese beiden konzentrieren. Verschiedene Aufschlagvarianten kann man halt nicht mehr in so großen Maße anwenden, aber mit 2 Aufschlägen sollte man doch schon was zustande bringen :)

40mmfan 29.06.2001 21:24

also ich trainiere schon einige wochen bis 11. aus eigener erfahrung ist es signifikant wahrscheinlicher einen 2:0 satzrückstand aufzuholen als einen 5:15 rückstand. kann mich gar nicht erinnern , wann ich zuletzt so einen rückstand in einem halbwegs ernstzunehmenden match noch wettgemacht habe.
eins ist sicherlich anders: volle konzentration von anfang an, keine spielereien.

ML 30.06.2001 19:21

rein informativ
 
Von der TIBHAR-Homepage http://www.tibhar.de:

Zitat:

TIBHAR Slovenia Open 2001
-Ein ITTF Test-Turnier

Von 26. bis 28. Januar 2001 wurden in Velenje die zweiten Slovenia Open ausgetragen. Wie schon beim ersten Turnier war TIBHAR auch dieses Mal wieder offizieller Ausrüster. Es wurde auf TIBHAR Tischen und mit TIBHAR Bällen gespielt.

15 Nationalverbände nahmen an den Slovenia Open teil. Es gab einen Wettbewerb für Spieler und Spielerinnen unter 21 Jahren, sowie einen für Herren und Damen. Die Teilnehmer, die jünger als 21 Jahre waren, konnten beide Turniere mitspielen. Für beide Turniere gab es Qualifikationsrunden nach dem Modus „jeder gegen jeden“. Das Preisgeld betrug insgesamt 20.000 DM.

Bei den Herren gewann Liu Song (Argentinien) das Endspiel gegen Bratanov (Belgien), bei den Damen Logatskaya (Belarus) gegen Voikaki (Griechenland). Im Herren Doppel siegten Karakasevic, Markovic (Jugoslawien), bei den Damen Paovic (Kroatien), Logatskaya (Belarus).

Beide Turniere waren Test-Turniere der ITTF mit Sätzen bis 11 Punkte, Aufschlagwechsel nach 5 Aufschlägen, Seitenwechsel nach zwei Sätzen und im Entscheidungssatz nachdem ein Spieler 5 Punkte erspielt hat. Nach 8 Minuten spielte man nach der Zeitregel.

Nach dem Turnier befragte man die Mehrheit der Spieler und Trainer über die neue Zählweise. Ihre Kommentare waren wie folgt:

- Alle befragte Spieler und Trainer, mit Ausnahme von zwei Spielern waren für die kurzen Sätze bis 11.

- Alle befragten Spieler und Trainer waren einstimmig gegen den Aufschlagwechsel nach fünf Aufschlägen. Ihrer Meinung nach ist so der Vorteil des Spielers, der als erster aufschlägt zu groß, 5 Aufschläge in Serie sind bei so kurzen Sätzen entschieden zu viel. Die große Mehrheit der befragten Spieler und Trainer sprach sich für einen Aufschlagwechsel nach 2 Punkten und ab 10:10 nach jedem Punkt aus. Einige Spieler schlugen vor, den Aufschlag nach 3 Punkten zu wechseln, hatten jedoch keine Vorschläge wie am Ende des Satzes gewechselt werden soll.

- Die Mehrheit der Spieler und Trainer möchte die alte Regel behalten und nach jedem Satz die Seiten wechseln, wobei es für sie in Ordnung wäre, wenn man sich nur nach jedem zweiten Satz mit dem Trainer beraten dürfte. Einige Spieler möchten sich mit dem Trainer in jeder Satzpause beraten, schlagen jedoch vor, in so einem Fall die Satzpausen zu verkürzen. Die Spieler möchten die Seiten nach jedem Satz wechseln um so eindeutig zu empfinden, daß ein neuer Satz anfängt. Sie wollen nicht nach dem Satzende den neuen Satz ohne Pause und ohne Seitenwechsel anfangen. Die Trainer meinten außerdem, daß Seitenwechsel nach zwei Sätzen nicht gerecht sei, da so jeder Spieler viereinhalb Sätze auf einer Seite und nur zweieinhalb Sätze auf der anderen Seite spielt. Außerdem scheint es auch für die Zuschauer viel logischer wenn die Spieler die Seiten nach jedem beendeten Satz wechseln, so merken sie sofort, daß ein neuer Satz angefangen hat.

- Manche Trainer waren der Meinung, daß 8 Minuten als Zeitlimit zu kurz sein könnte. Mit dem neuen Ball erwartet man längere Ballwechsel und so scheint ein Zeitlimit von 10 Minuten eher angebracht.

- Die Qualifikationsrunden wurden genau wie die Hauptrunde auf 4 Gewinnsätze gespielt. Dieses wurde von den Teilnehmern begrüßt und für den Veranstalter war es kein Problem da die Spiele auf 4 Gewinnsätze bis 11 Punkte wesentlich kürzer sind als die Spiele auf drei Gewinnsätze bis 21 Punkte! Man muß nur bedenken, daß bei drei Gewinnsätzen auf 21 Punkte, in dem Fall, daß alle 5 Sätze 21:19 enden, insgesamt 200 Punkte gespielt werden und bei 4 Gewinnsätzen auf 11 Punkte in dem Fall, daß alle Sätze 11:9 enden insgesamt nur 140 Punkte gespielt werden! Die Spiele auf 4 Gewinnsätze bis 11 sind nicht viel länger als die Spiele auf 2 Gewinnsätze bis 21 Punkte (3 Mal 21:19 sind 120 Punkte!). In Slowenien wurden auch die Doppel auf 4 Gewinnsätze gespielt, es war kein Problem für den Zeitplan da die Spiele doch spürbar kürzer sind als Spiele auf drei Gewinnsätze bis 21!

holger 01.07.2001 01:13

5 Aufschläge bei einem Satz der bis 11 geht, ist wirklich zuviel und ein Vorteil. für den der zuerst aufschlägt. 2 Aufschläge finde ich schon richtig. Aber im Doppel ist es einfach nur nervig diese Wechselei.

Michi88 01.07.2001 09:56

Ach ja, man gewöhnt sich auch im Doppel dran.

Jens Makait 02.07.2001 09:34

Zitat:

Original geschrieben von holger
5 Aufschläge bei einem Satz der bis 11 geht, ist wirklich zuviel und ein Vorteil. für den der zuerst aufschlägt. 2 Aufschläge finde ich schon richtig. Aber im Doppel ist es einfach nur nervig diese Wechselei.
Nach dem ersten Satz (!!) im Doppel nach dieser Zähl- und Wechselweise lief es doch schon wieder wie ganz von allein.
Ich denke, hier haben wir bestimmt kein Problem und hier wird auch niemand (auch die Kinder nicht) überfordert sein.

Jens

Mephisto 02.07.2001 09:42

@ Jens Makait
 
Zitat:

Original geschrieben von Jens Makait


Nach dem ersten Satz (!!) im Doppel nach dieser Zähl- und Wechselweise lief es doch schon wieder wie ganz von allein.
Ich denke, hier haben wir bestimmt kein Problem und hier wird auch niemand (auch die Kinder nicht) überfordert sein.

Jens

Über die neue Regel lässt sich ja streiten, aber das Doppel ist nach der Zählweise echt fürn A:zensiert: :flop: :flop: :flop: . Durch die permanente Wechselei kommt sowas wie Spielfluss gar nicht erst zustande. Man wird sich zwar zwangsläufig ein wenig daran gewöhnen müssen, letztendlich hat das Doppelspiel aber deutlich an Attraktivität eingebüsst und ist für viele nun eine Qual.

BlueLion 05.07.2001 21:33

hi
bin neu hier und wrede auch mal ein kurzes Statement zu der neuen Zählweise abgeben.
ich finde, dass durch die neue Zählweise viel öfter der schlechtere gewinnt. ich hab im Training u.a. schon gegen 2leute gespielt, gegen die ich so im Schnitt immer nur so um die 15-16 Punkte gemacht hab. gegen den einen hab ich jetzt mit 3-0 sätzen der neuen Zählweise gewonnen, und zwar folgendermaßen: 11-9; 11-9; 13-11. genauso wars bei der 21er Regel auch meistens als zwischenstand, allerdings konnte sich dann eben der bessere noch durchsetzen. andersrum gings mir auch schon: einer, gegen den ich praktisch noch NIE verloren habe, fertigte mich plötzlich mit 3-0 und 3-1 ab...ich denke die kurzen sätze haben zu viel mit Glück zu tun, 2 oder 3 netzroller oder kantenbälle vom Gegner, dann selber noch ein oder zwei Fehlangaben und schon hat man den Satz verloren....der grosse Ball ist ja noch okay, aber die neue Zählweise?! be:zensiert: !! :gift: :würg: :flop: :flop:

mfG...


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