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AW: Philosophie-Thread
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Aus der "Tatsache" daß Dinge von oben nach unten fallen, kann man leicht folgern daß die Erde nicht rund sein kann. Heute weiß man, daß oben und unten lediglich die vektorielle Richtung der Schwerkraft an einem Punkt angeben und keine absoluten Größen sind. |
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Genau deswegen bin ich auch Anhäger der Popper'schen Wissenschaftstheorie, die eine Theorie nicht als wahr kennzeichnet, sondern eher als 'bisher gültig'. |
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Hängt vielleicht davon ab, wie hoch man das Diskussionsniveau in einem Off-Topic-Forum ansetzen will. Mit "Gott würfelt nicht" hat sich Einstein möglicherweise geirrt. |
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Lässt man ein Detail aus dem Spiel, so kann man einen Vorgang schlichtweg nicht mit 100%-iger Sicherheit vorhersagen...man trifft lediglich Voraussagen, die zu 99,99...% zutreffen mögen (ganz ähnlich verlaufen die Bemühungen, ein System auf 0 Kelvin abzukühlen- Man schafft locker 0.1 oder 0.01 Kelvin, aber je weiter hinten die Dezimalstelle liegt, desto schwieriger wird es, diese auf Null zu kriegen). Was ich damit sagen möchte: Wenn sich etwas nicht so verhält, wie wir es angenommen haben, dann liegt es nicht daran, dass Gott gewürfelt hat. Viel mehr haben sich auf einer tieferen Ebene, die wir entweder vernachlässigen oder nicht zur Genüge beschreiben können, Prozesse stattgefunden, die im Endeffekt dann für die Überraschung gesorgt haben. Die Methoden, mit denen wir arbeiten, werden ab einem gewissen Level zu grob...anstatt ein Ziel konkret zu erreichen, nähern wir dieses Ziel nur an, bis wir an unsere Grenzen gestoßen sind. Das gilt im Allgemeinen. Aber das bedeutet noch nicht, dass Gott würfelt. |
AW: Philosophie-Thread
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Das Nernst'sche Theorem besagt gerade, dass es unmöglich ist, ein System auf den absoluten Nullpunkt abzukühlen. Dies ist natürlich nur eine Erfahrungssache, aber es gibt sehr gute Gründe, dass man ein System nicht auf 0 K bringen kann. Grundsätzlich kannst du natürlich Recht habe damit, dass es im Mikrokosmos Vorgänge geben kann, die wir noch nicht absehen können (und vielleicht nie werden). Aber ich persönlich halte so eine Vorgehensweise für nicht besonders geschickt, da du ja damit etwas impliziert, dessen du dir nicht sicher sein kannst. Es gab große Diskussionen, ob die Heissenberg'sche Unschärferelation ein messtechnisches oder ein erkenntnistheoretisches Problem ist. Ich stelle mich da auf die Seite von Hawking, der meinte, dass solage wir nicht einen Weg finden die Probleme zu umgehen (die ja doch fundamentaler Natur sind), wir die Unschärferelaion als erkenntistheoretische Grenze betrachten müssen. |
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