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-   -   Sollte die Farbe der Beläge wieder frei gegeben werden ? (https://forum.tt-news.de/showthread.php?t=4899)

Walker 23.01.2002 17:25

Zitat:

Original geschrieben von Thorsten Kleinert

Der Hildebrandt aus Göttingen heißt aber Harald Kunik. Der hat in der Tat mit seinem "Curl-Spezial" viele Top-Leute bis hin zur 2. Liga geschlagen.

Nein, der Hildebrandt aus Göttingen heisst auch Hildebrandt.:)

Freezer 23.01.2002 17:50

Ich bin auch der Meinung , dass die Regel bleiben sollte. Allerdings nicht weil man dann nicht mehr merken würde mit welcher Seite der Gegner den Ball spielt, was meiner Meinung nach ohne Probleme zu hören ist, sondern eher aus Gründen der Gewohnheit.Wenigstens etwas sollte dem TT erhalten bleiben, und dazu gehört "rot, schwarz" fast wie Platte und Netz! ;)

User 1878 23.01.2002 18:00

[QUOTE]Original geschrieben von Freezer
[B]Allerdings nicht weil man dann nicht mehr merken würde mit welcher Seite der Gegner den Ball spielt, was meiner Meinung nach ohne Probleme zu hören ist, QUOTE

Eben nicht!

Ich wette mit Dir, dass Du kaum einen Unterschied wahrnimmt zwischen einem offfensiven Anti und einem nichtgeklebten Noppeninnenbelag.
Beispiel hierfür Bty Absorber (gibt es zwar schon einige Jahre nicht mehr, unterscheidet sich aber weder optisch noch vom Geräusch).
Aktuell: Juic Neo Anti.

Das Problem ist ja, dass Du in einem solchen Fall nicht im Moment des Schläger-Ballkontaktes beim Gegner erfährst, welche Art Ball Du zu erwarten hast (Da Du siehst, ob Anti,Noppe oder glatt) sondern frühestens nach dem ersten Teil der Flugbahn, noch schlimmer erst nach Auftreffen auf deiner Tischhälfte.
In jedem Fall wird Deine Reaktionszeit verzögert.

Gruß Tom

mh 23.01.2002 18:07

Zitat:

Original geschrieben von Freezer
Ich bin auch der Meinung , dass die Regel bleiben sollte. Allerdings nicht weil man dann nicht mehr merken würde mit welcher Seite der Gegner den Ball spielt, was meiner Meinung nach ohne Probleme zu hören ist, sondern eher aus Gründen der Gewohnheit.Wenigstens etwas sollte dem TT erhalten bleiben, und dazu gehört "rot, schwarz" fast wie Platte und Netz! ;)
Freezer, als der Sriver-Killer auf den Markt kam, machte Butterfly Werbung mit der Aussage, dass man keinen Unterschied mehr hören könne.

Und zur Kombination Rot - Schwarz: Ein Grund warum man diese Kombination gewählt hat war die Rücksicht auf farbenblinde Spieler, die z.B. bei der Kombination Rot/Grün Schwierigkeiten bekommen hätten.

aleol 24.01.2002 13:42

Ich bin auch dafür, die unterschiedlichen Farben beizubehalten. Wie sich einheitliche Belagfarben in den höheren Klassen auswirken, kann ich aufgrund mangelnder Erfahrung im Bereich über der Bezirksklasse nicht einschätzen.

Auf Kreisebene und auch in der Bezirksklasse würde TT aber für die meisten Spieler wesentlich unattraktiver.
Hier haben sehr sehr viele Spieler überhaupt Probleme, mit dem Wechsel von Bällen mit Außennoppe oder Anti oder Noppeninnenbelag zurechtzukommen. Wenn dann ein "Material-Spieler" noch das Drehen im Ballwechsel beherrscht, ist er in diesen Klassen schon König, obwohl die Beläge verschiedenfarbig sind.

Fällt nun dieses Erkennungsmerkmal auch weg, dann werden in den unteren Klassen viele Spieler die Lust daran verlieren, mit ihren Noppeninnenbelägen weiterzuspielen und entweder aufhören oder selber zum "Material" greifen.
Klar wäre das dann auch ein Zeichen der Unfähigkeit dieser Spieler, das Ergebnis wäre aber, daß in den unteren Klassen keine Marterialvielfalt mehr gegeben wäre, vielmehr wären die Noppeninnenbeläge die absoluten Exoten.

Ich bin absolut kein Feind von Außennoppen, ich spiele sogar sehr gerne dagegen, gerade weil es Spaß macht, sich Taktiken auszudenken und sich das ganze Spiel über darauf zu konzentrieren, wie der Ball denn jetzt noch von welchem Belag wiederkommt.
Aber ich traue mir selber absolut nicht zu, ohne die Hilfe der zweifarbeigen Beläge auch nur halbwegs kontrolliert gegen "Materialspieler" zu spielen, das ganze Spiel würde eher auf Zufall beruhen. Und ich denke so würde es in den unteren Klassen vielen Spielern gehen.

TGO 24.01.2002 16:58

Gibs denn irgendwelche Überlegnung von den Spezies diese Regelung zu ändern? Ich bin für die jetztige Regel!

Ricardo Schimassek 24.01.2002 18:49

Es soll so bleiben, wie es ist, erstmal haben TT-Schläger das Schwarz/Rote Image, 2. sehen andere Farben nicht gemäss aus, würden das Auge stören.
Und das mit den Abwehrern, ich merk sowieso schon am Sound, mit welchem Belag der gespielt wird, wenn ich dann trotzdem Probleme hab, liegt das nicht daran, weil ich nicht wusste, womit er spielt, sondern weil ich Probleme mit dem ankommenden Spin hatte. Abwehrer haben Vorteile, die sie nicht verlieren, aber die Farbengleichheit wird ihnen keine bringen. Wenn sie gegen mit gleichen Farben gegen einen Typ gewinnen würden, der ihnen liegt, dann würden sie das mit verschiedenen Farben genauso tun.

User 1878 27.01.2002 23:39

[QUOTE]Original geschrieben von Ricardo Schimassek
[B]Und das mit den Abwehrern, ich merk sowieso schon am Sound, mit welchem Belag der gespielt wird, wenn ich dann trotzdem Probleme hab, liegt das nicht daran, weil ich nicht wusste, womit er spielt, sondern weil ich Probleme mit dem ankommenden Spin hatte.

Habe ja oben schon erklärt, warum Einfarbigkeit nicht wünschenswert wäre.
Hier noch genauer:

Habe vorhin noch mal mit oben erwähnter Frau gesprochen, die hatte folgendes Beispiel:

Muß 75 bei der WM gewesen sein.
Im Mannschaftswettbewerb trat China mit einem Antispieler/Abwehrer an. Natürlich einfarbig (die Beläge - vielleicht der Chinese aber auch:D ).
Der Mann gewann gegen die Weltelite tw. zu 2+3 (Stipancic,Bengtsson) - an die beiden konnte sie sich noch erinnern.
Genau aufgrund der verzögerten Wahrnehmung des zu erwartenden Effets war es auch absoluten Spitzenleuten nicht möglich zu reagieren.
Teilweise sah das wohl reichlich erbärmlich aus.

Im Einzel hatte der Mann keine Chance, da seine Landsleute sein Spiel kannten.

Nach Einführung der Zweifarbregel ist er nie wieder aufgetaucht.

So, Ricardo, wenn Du meinst, dass Du jeweils hören und wissen kannst, was son Abwehrer mit einfarbigen Belägen tut, Hut ab.
Diese absoluten Weltklasseleute konnten das nicht.

Gruß Tom

mh 28.01.2002 06:52

Zitat:

Original geschrieben von Ricardo Schimassek
Abwehrer haben Vorteile, die sie nicht verlieren, aber die Farbengleichheit wird ihnen keine bringen.
Welche Vorteile sollen das sein?

Jens Makait 28.01.2002 11:35

Zitat:

Original geschrieben von elvis
...Ich (als Kreisligakicker) jedenfalls nicht. Schaut euch doch mal um, wieviele lange Noppen inzwischen auf den Schlägern eurer Gegner kleben oder wieviele Langnopper es hier im Forum gibt. Das Spielen mit oder gegen Material ist doch nix Ungewöhnliches mehr.
Ich (ebenfalls Kreisliga) stimme dir darin zu: Das Spielen mit oder gegen Material ist doch nix Ungewöhnliches mehr.
(Und für wen das ungewöhnlich ist, der muß einfach mehr üben (Hua, das sage gerade ich))

Aber die Regeln so zu ändern, dass überhaupt nicht mehr erkennbar ist, welches Material eingesetzt wird, steht sicher auf einem ganz anderen Blatt. Da haben wir sofort(!) die ganze drastische 'Perversität', die ich in meinem ersten Posting beschrieb.

Ich halte es für sehr wichtig, zu wissen, welche Beläge der Gegner aufgeklebt hat (und dann eben auch bei jedem einzelnen Schlag benutzt).
Ich schaue mir den Schläger vor dem Spiel meist auch kurz an.
Und die Beläge kommen dann in die Kategorien:
- glatt und griffig (Sriver etc.)
- glatt und tot (Anti etc.)
- Noppengummi (Barna etc.)
- griffigere Noppen (dazu gehören auch die etwas längeren)

Wenn das nicht mehr optisch erkennbar ist, dann bricht mein Spiel (und wohl nicht nur meines) zusammen.
Und dann leime ich mir wohl aus lauter Verzweiflung tatsächlich auch so'n pechschwarzes Anscheißer-Brett zusammen.
Aber ob's dann noch Spaß macht?

Jens


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