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Hogar 18.01.2008 20:57

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Zitat:

Zitat von Waterhouse (Beitrag 1047754)
Dein Humor gefällt mir...vielleicht habe ich Dich einfach unterschätzt...

Danke, doch was bleibt einen denn sonst noch.

In den Ligen, in denen ich bisher gespielt habe, halten sich die meisten nicht an die Regeln. Da spielen einige noch mit Hanno oder Skitt-Belägen, andere spielen noch den Original Barna, das Klebeverbot in der Umkleide wird von einigen nicht beachtet. Aus Interesse hatte ich mal den Belag mit Verdünner geklebt. Ein Funtionär begutachtete ausführlich meinen Noppenbelag, doch den zum Himmel stinkenden Vorhandbelag schenkte er keinen Kommentar.
Hölzer wurden beworben, gekauft und gespielt, deren Schichten nicht durchlaufend waren. Statt das Verbot durchzusetzen wurde die Regel verändert. Beim Aufschlag ruht der Ball, wenn er es tut, auf den Fingern und nicht auf dem geöffneten Handteller. Der Staffelleiter kommt nur zum Spiel wenn er Spielpartner für ein Turnier sucht. Punkte werden ausgehandelt oder der Ballwechsel wird entgegen der Regel wiederholt, wenn Unstimmigkeiten auftauchen.

Wenn also einer meint, weiter kleben zu müssen, dann wird es in unseren Klassen ( Stadtliga, Kreisliga und tiefer) vermutlich wenig Probleme damit geben.

Bitte nicht missverstehen, ich spiele ganz gerne in diesen Klassen.:)

Hogar 04.02.2008 09:21

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Zitat:

Zitat von Fastest115 (Beitrag 1023364)
Thema austricksen gab es schonmal. Geht wohl nicht. Aber da ja auch noch kein Trickser das versucht hat, da die Dinger noch nicht verbreitet sind...vieleicht findet ja doch noch jemand was.

Alternativen gibt es mehr oder weniger gute:

Tuner/Booster

Beläge mit Tensoreffekt (die Prototypen der nächsten generation werden gerade getestet und immer besser)

Innovationen die noch keiner erfunden hat (wer hat vor 6 Monaten schon von Tunern gewußt...)

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Handlungsrichtlinie des DTTB durchzulesen. http://www.tischtennis.de/aktuelles/details.php?id=6194
Dabei stelle ich fest, dass vermutlich die einzige Möglichkeit das Testgerät auszutricksen darin besteht, den Lömi-Gehalt der Umgebung bei der Kalibrierung so zu erhöhen, dass der Schläger nicht mehr durchfallen kann, doch das wird vermutlich auffallen.

Fest steht aber, dass nicht jeder X-Beliebige das Gerät einsetzen kann, sondern eigens dafür ausgebildete Schiedsrichter, die im jeweiligen Wettkampf auch als Oberschiedsrichter eingesetzt sind.

Alternativ könnte man nun versuchen, die Schiedsrichter auszutricksen, was auch schwierig erscheint.

Doch der DTTB-Schiedsrichterausschuss hat sich schon selbst ausgetrickst, denn wie soll follgendes ablaufen?

"Freiwillige Kontrollen möglichst vor Turnierbeginn oder vor einem Meisterschaftsspiel, bei positivem Befund einmalige Möglichkeit des Schlägerwechsels",

wenn dies eingehalten werden soll.

"Die Kontrollen finden ausnahmslos im jeweiligen Spielraum (der Box), möglichst vor dem Einspielen, statt."

Nun ist dies zu beachten: "Kontrollen möglichst vor dem Spiel, bei positivem Befund einmalige Möglichkeit des Schlägerwechsels".

Wenn aber ein Spieler seinen Schläger schon freiwillig hat testen lassen und die Kobntrolle zufällig an seinem zweiten Schläger erfolgt, dann darf er diesen nicht mehr wechseln, er soll aber noch die Möglichkeit haben dies zu tun. :ratlos:

Mouselook 04.02.2008 17:23

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Zitat:

Zitat von Hogar (Beitrag 1061358)
Fest steht aber, dass nicht jeder X-Beliebige das Gerät einsetzen kann, sondern eigens dafür ausgebildete Schiedsrichter, die im jeweiligen Wettkampf auch als Oberschiedsrichter eingesetzt sind.

(Hervorhebung durch mich)
Ich denke du bewertest die Formulierung "geprüfte Schiedsrichter" etwas über. Das heißt nur, dass nicht jeder Schiedsrichter (das ist "die Person, die dafür eingesetzt wurde, das Spiel zu leiten." (A 5.11), kann also grundsätzlicher jeder sein) sondern nur SR im Besitz irgendeiner Lizenz auf ihren offiziellen Einsätzen diese Kontrollen durchführen dürfen. Ich bin gespannt, ob die Handhabung des Geräts ein Thema auf den diesjährigen Weiterbildungsveranstaltungen sein wird.

Zitat:

Zitat von Hogar (Beitrag 1061358)
Alternativ könnte man nun versuchen, die Schiedsrichter auszutricksen, was auch schwierig erscheint.

Rot-Grün-Farbenblindheit und Legasthenie sollen ja recht verbreitet sein :D
Im Ernst: Der Versuch den Schläger nach der Kontrolle auszutauschen wird bei jedem halbwegs aufmerksamen SR eine erneute Kontrolle nach dem Spiel zur Folge haben.

Zitat:

Zitat von Hogar (Beitrag 1061358)
Doch der DTTB-Schiedsrichterausschuss hat sich schon selbst ausgetrickst, denn wie soll follgendes ablaufen?
[...]
Wenn aber ein Spieler seinen Schläger schon freiwillig hat testen lassen und die Kobntrolle zufällig an seinem zweiten Schläger erfolgt, dann darf er diesen nicht mehr wechseln, er soll aber noch die Möglichkeit haben dies zu tun. :ratlos:

Mit Wechsel ist gemeint: Nach einer positiven Kontrolle einen anderen Schläger zur Kontrolle bringen. Das ist in deinem Beispiel nur einmal passiert. Außerdem dürfte die einmalige Wechselgelegenheit bei positivem Test einmal für den freiwilligen und einmal für den verpflichtenden Test gewährt werden. Wenn ein Spieler nach der Einspielzeit seinen Schläger noch wechseln möchte, kann ihm der OSR das auch nicht verbieten. Das wäre dann einer der Fälle, bei denen nach dem Einspielen noch kontrolliert wird.

Die Idee dahinter wird gewesen sein, dass man vermeiden wollte, dass Spieler vor Turnierbeginn erstmal mit vielen Schlägern zum OSR kommen, alle testen lassen und sich dann einen aussuchen. Man wollte den Spielern wohl nur die Gelegenheit geben, vorab ohne Risiko und Zeitdruck zu testen, ob ihr Schläger zulässig ist. Daher werden nach einem negativen Test auch keine weiteren Schläger mehr getestet.

Bei positiven Kontrollen unmittelbar vor dem Spiel die Spieler nur einmal wechseln zu lassen halte ich auch für fragwürdig. Bei anderen Beanstandungen an Material oder Spielkleidung gibt man den Spielern schließlich auch mehrfach Gelegenheit zu wechseln, soweit dies nicht gegen andere Regeln verstößt.

Hogar 04.02.2008 20:25

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Zitat:

Zitat von Mouselook (Beitrag 1061721)
Mit Wechsel ist gemeint: Nach einer positiven Kontrolle einen anderen Schläger zur Kontrolle bringen. Das ist in deinem Beispiel nur einmal passiert.


Bei positiven Kontrollen unmittelbar vor dem Spiel die Spieler nur einmal wechseln zu lassen halte ich auch für fragwürdig. Bei anderen Beanstandungen an Material oder Spielkleidung gibt man den Spielern schließlich auch mehrfach Gelegenheit zu wechseln, soweit dies nicht gegen andere Regeln verstößt.

Wenn ein Schläger freiwillig vorher getestet wurde und durchfiel, dann darf der 2.Schläger bei der Kontrolle in der Box nicht mehr durchfallen, denn sonst würde ja der Schläger zweimal gewechselt werden müssen, nach der Kontrolle in der Box sollte aber die Möglichkeit bestehen, den Schläger zu wechseln. Also haben wir einen klaren Widerspruch. Wenn die freiwillige Kontrolle nicht als solche sondern als freiwilligen Test bezeichnet würde, dann hätte es keine diesbezüglichen Probleme gegeben.

Sicher etwas pingelig, ich stimme Dir aber zu, dass man öfter die Möglichkeit haben sollte einen Schläger kontrollieren zu lassen.

realCop 12.02.2008 00:22

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Zitat:

Zitat von Hogar (Beitrag 1046747)
Das mit dem in die Klebedose schiffen funtioniert vermutlich nicht, sonst könnte er dies ja patentieren lassen. Ins Testgerät schiffen könnte aber funktionieren, denn dann will es bestimmt keiner einsetzen, die Frage ist nur, ob er auch den Zugang dazu bekommt, ohne dass es auffällt. Alle Testgeräte austricksen macht aber keinen Sinn, es reicht doch vollkommen aus, das Gerät auszutricksen, mit dem sein Schläger gemessen werden soll.
Am einfachsten wird es dann aber sein, wenn es sein eigenes ist und er dafür sorgt, dass auch dieses zum Messen eingesetzt wird.
Wenn es nicht sein eigenes ist, dann wird es wohl nicht in der genannten Art gehen, dann könnte er versuchen, einen anderen Schläger messen zu lassen.
Oder er versucht gleich den Tester zu überzeugen, dass es keinen Sinn macht seinen Schläger zu messen.
Oder er läßt den Schläger gut ablüften, nur dann hat er nicht mehr die gewünschte Wirkung.

Oder er versucht die Funktion des Geräts mit einem anderen Gerät zu beeinträchtigen, doch dazu benötigt er ein Handgerät, welches in der Handfläche Platz hat und dann praktisch verdeckt getragen werden kann.

Es gibt also viele Möglichkeiten zum Tricksen, die aber alle beim Punktspiel nicht legal sind. Mir kann es jedoch egal sein, da die Geräte bei meinem Schläger so und so nicht ausschlagen werde.

Doch nochmal zu deiner Frage. Immerhin habe ich versucht, seine scheinbar für ihn so wichtige Frage zu beantworten. Die meisten hier wollen ihm hingegen nicht behilflich sein.

Bei Knallinger´s Frischklebewahn ist der wahrscheinlich selbst so getunt, daß es beim Schiffen ins Testgerät schon piepsen würde, von wegen B-Probe negativ im Urin...!;)

Wie geht der nochmal:

Was sagt ein gedopter Sportler vor dem Wettkampf zu seinem Mannschaftskameraden?
--> Heute gewinne ich - ich hab´s im Urin...!!!:D

Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen...

Die Beiträge sind Weltklasse - macht weiter so!:top:

Sascha Schmitter 26.02.2008 12:51

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Ich habe mich vor einiger Zeit mit einem Besitzer einer Tischtennisshopkette unterhalten und er sagte auch, dass diese ganzen Tunig-Beläge oder Tuning Glue Sachen erstmal überhaupt nicht mal annähernd das Frischkleben und die hervorrufenden Effekte durch die Lösungsmittel ersetzen können.
Ich denke auch nicht, dass irgendein Verein (es sei denn, es ist ein größerer) in den unterklassigeren Ligen ( 3 Kreisklasse - Bezirksklasse) überhaupt so ein Gerät besitzen wird, von daher könnte man es weiterhin mit dem Frischkleben versuchen.

MFG

n0pp3nb3tz 26.02.2008 13:21

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Zitat:

Zitat von Sascha Schmitter (Beitrag 1078241)
Ich habe mich vor einiger Zeit mit einem Besitzer einer Tischtennisshopkette unterhalten und er sagte auch, dass diese ganzen Tunig-Beläge oder Tuning Glue Sachen erstmal überhaupt nicht mal annähernd das Frischkleben und die hervorrufenden Effekte durch die Lösungsmittel ersetzen können.
Ich denke auch nicht, dass irgendein Verein (es sei denn, es ist ein größerer) in den unterklassigeren Ligen ( 3 Kreisklasse - Bezirksklasse) überhaupt so ein Gerät besitzen wird, von daher könnte man es weiterhin mit dem Frischkleben versuchen.

MFG

Grundsätzlich ist die Einstellung falsch.
Aber nehmen wir mal an, ein Verein spielt wirklich nur "Bezirksklasse" wie du meinst. Das vordere Paarkreuz ist allerdings recht Erfolgreich und kommt über die Kreisrangliste und die Bezirksrangliste hinaus und spielt überraschend im nächste höheren Turnier mit. Die Chance, dass hier kontrolliert wird steigt pro Instanz jedesmal um ein vielfaches an.
Hier wäre es mir persönlich einfach zu schade, für so etwas unnützes das Handtuch schmeißen zu müssen.

Sascha Schmitter 26.02.2008 14:08

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Naja gut, das ist natürlich ein besonderer Fall. Ich zum Beispiel spiele in der Kreisklasse und dort wird wohl keiner das Gerät für den Ligaalltag haben. Nach 2,5 Jahren Pause war es schwer für mich, erstmal wieder überhaupt in den TT-Sport reinzukommen und dann muss ich mich gleich wieder vom kleben aufs nichtkleben umstellen. Es gibt halt leider noch keine richtige Alternative zum Frischkleben. Die Alternativen werden bestimmt noch 1-2 Jahre brauchen, um ans alte Frischkleben ranzukommen. Also warum sollte ich nicht einfach noch eine Saison in einer Liga weiter Frischkleben, wo es eh keinen interessiert, bis die Alternativen da sind?!
Zumal dort noch einige Spieler mit unerlaubten Noppenbelägen und dergleichen rumlaufen

Todesnoppe 26.02.2008 14:37

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Zitat:

Zitat von Sascha Schmitter (Beitrag 1078241)
Ich denke auch nicht, dass irgendein Verein (es sei denn, es ist ein größerer) in den unterklassigeren Ligen ( 3 Kreisklasse - Bezirksklasse) überhaupt so ein Gerät besitzen wird, von daher könnte man es weiterhin mit dem Frischkleben versuchen.

unterklassige Vereine sollten es erstmal mit trainieren der Technik versuchen, frischkleben ist für`s Gewinnen in den Bereichen sicher nicht ausschlaggebend.

Ferner ist bescheißen halt scheiße, egal in welchem Sport und in welcher Liga!:flop:

Sascha Schmitter 26.02.2008 14:43

AW: kritische frage zum frischkleben
 
Zitat:

Zitat von Todesnoppe (Beitrag 1078402)
unterklassige Vereine sollten es erstmal mit trainieren der Technik versuchen, frischkleben ist für`s Gewinnen in den Bereichen sicher nicht ausschlaggebend.

Ferner ist bescheißen halt scheiße, egal in welchem Sport und in welcher Liga!:flop:

Naja, man sollte nicht den Tag vor dem Abend loben und passiert ist ja auch noch nichts. Es war ja eher eine Überlegung und das mit dem Bescheissen stimme ich dir bei


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