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Matousek 31.05.2024 16:17

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Zitat:

Zitat von mithardemb (Beitrag 3627528)
Vielleicht musst du mehr als den letzten Beitrag lesen um das zu verstehen. Natürlich kannst du während des Spiels reklamieren.

Den Vorschlage von Haureinis Tango nach dem Spiel zu stänkern halte ich für wenig sinnvoll.

In der Regel halte ich mich zurück. Wenn es aber einer zu sehr auf die Spitze treibt (vor allem gg. SBEM Spieler), kann ich mir eine Bemerkung nicht ersparen.

mithardemb 31.05.2024 16:56

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Zitat:

Zitat von Matousek (Beitrag 3627550)
In der Regel halte ich mich zurück. Wenn es aber einer zu sehr auf die Spitze treibt (vor allem gg. SBEM Spieler), kann ich mir eine Bemerkung nicht ersparen.

Und das machst du dann in der beschriebenen Art und Weise. Du gehst nach dem Spiel auf den Spieler zu, bezeichnest ihn als unfair und redest dann nicht mehr mit ihm?

alba 31.05.2024 22:27

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Tischtennis gilt ja als eine der fairsten Sportarten. Vielleicht liegt das ja gerade daran, dass man an der Basis ohne geprüfte Schiedsrichter auskommt. Das Regelwerk im Tischtennis wird hie und da nicht eingehalten, aber im allgemeinen stört das doch niemand. Die Beispiele mit minimal von den Vorschriften abweichenden Belägen oder Bekleidungsvorschriften wurden ja schon erwähnt. Ist es wirklich schlimm, wenn der Ball einen Zentimeter zu niedrig geworfen wird? Korinthenkackerei, die den Sport eher behindert als ihm nutzt. Was anderes ist es, wenn Spieler sich einen unfairen Vorteil verschaffen, nur diesen Typen kann man per Regeln das Handwerk kaum legen. Die finden immer neue Wege, die im Grenzbereich des Zulässigen liegen. Was ist z.B. mit gezielt eingesetzten Psychotricks, um den Gegner aus der Fassung zu bringen? In meinem Bezirk kenne ich nur wenige von dieser Spezies, möglicherweise weil diese Leute selbst merken, dass sie sich damit keine Freunde machen und wer verbringt schon gerne seine Freizeit in einem Umfeld, wo er Außenseiter ist?
Ich persönlich kann sowohl auf die Korinthenkacker als auch die unfairen Spieler gern verzichten. Davon haben wir in anderen Lebensbereichen schon genug.

Hansi Blocker 01.06.2024 07:27

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Ich hatte es einmal in einem Spiel, dass mein Gegner immer erst, wenn es knapp wurde, falsche Aufschläge gemacht hat. Der SRaT (mein Mannschaftskollege) hat beim Stand von 9:9 im fünften Satz auf Let entschieden und meinen Gegner auf seinen Aufschlag aufmerksam gemacht. Daraufhin hat mein Gegner den SRaT gefragt, ob er Kunden verlieren möchte, denn der SRaT hatte ein Einzelhandelsgeschäft im Ort des Gegners. Da war die Stimmung dann doch ein wenig angespannt ...

Chris21272 01.06.2024 07:53

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Zitat:

Zitat von alba (Beitrag 3627694)
Was anderes ist es, wenn Spieler sich einen unfairen Vorteil verschaffen, nur diesen Typen kann man per Regeln das Handwerk kaum legen.

Auch da sind die Grenzen fließend. Nahezu jeder Aufschlag aus der Hand verursacht einen Vorteil, weil er - gerade im Amateurbereich - kürzer oder auch dynamischer gespielt werden kann als ein hoch geworfener Ball! Gerade Anfänger, die es anders gelernt haben, kämpfen oft damit, dass sie viel zu spät mitbekommen, dass der Gegner einen Aufschlag macht. Oft sind es nämlich solche Urgesteine, die auch keine vorhergehenden Rituale wie Ball aufditschen etc haben und die auch nicht in die Knie gehen oder sich seitlich hinstellen. In meiner Trainingsgruppe ist auch so einer wo man - sobald er an der Platte steht - mit einem Aufschlag aus der Hand rechnen muss. Da hab ich mich mittlerweile dran gewöhnt. Ich drehe mich erst weg und rechne sobald ich nach vorne gucke mit einem ankommenden Ball. Insofern für junge Spieler auch ein bisschen Schule des Lebens.

Folgende Ansichten sind üblich aber ein bisschen *schwierig*:

Wir spielen in unteren Amateurklassen, da ist die Einhaltung der Regeln nicht so wichtig.

Ich kann nichts falsches monieren, weil ich oder meine Mannschaftskameraden das auch nicht richtig machen.

Ich würde gerne auf einen Fehler meines Gegners hinweisen, lasse es aber sein, weil es nur Stress gibt.

Mit diesen *Regeln* wächst leider jeder im Amateurbereich auf. Ob das immer so glücklich ist sei dahingestellt*.

Matousek 01.06.2024 08:32

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Zitat:

Zitat von mithardemb (Beitrag 3627565)
Und das machst du dann in der beschriebenen Art und Weise. Du gehst nach dem Spiel auf den Spieler zu, bezeichnest ihn als unfair und redest dann nicht mehr mit ihm?

Genau, muss ja nicht mit jedem Freund sein.

alba 01.06.2024 10:41

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Zitat:

Zitat von Chris21272 (Beitrag 3627795)
Folgende Ansichten sind üblich aber ein bisschen *schwierig*:

Wir spielen in unteren Amateurklassen, da ist die Einhaltung der Regeln nicht so wichtig.

Ich kann nichts falsches monieren, weil ich oder meine Mannschaftskameraden das auch nicht richtig machen.

Ich würde gerne auf einen Fehler meines Gegners hinweisen, lasse es aber sein, weil es nur Stress gibt.

Mit diesen *Regeln* wächst leider jeder im Amateurbereich auf. Ob das immer so glücklich ist sei dahingestellt*.

Da bin ich etwas anderer Meinung. Regeln, deren Einhaltung man nicht eindeutig prüfen kann, machen keinen Sinn. Den Ballwurf könnte man heutzutage zwar per Videobeweis kontrollieren (kalibrierte Linie a la Abseitsregel), aber wollen wir das wirklich? Wollen wir ein immer aufgeblähteres Regelwerk? Mir reichen schon die Diskussionen um Störbälle, die meistens nicht eindeutig sind. Wollen wir Spaß am Sport oder wollen wir Stress wegen ein, zwei zweifelhafter Punkte? Die schwarzen Schafe sollten wir freilich rauskomplimentieren.

Chris21272 01.06.2024 12:32

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Das ist ja das schwierige: Wenn das Kriterium für die Sinnhaftigkeit einer Regel deren Überprüfbarkeit ist!

Die einzige Regel, deren Überprüfbarkeit einfach ist (nämlich dass man sich während des Ballwechsels nicht am Tisch aufstützen darf), ist die einzige Regel, die in (meiner) Praxis von allen komplett ignoriert wird. Und zwar m E nicht nur, weil sie nicht bekannt ist, sondern weil wir uns sonst öfter verletzen würden.

In der Praxis handele ich generell genau so, wie du es sagst und mache mir keinen Stress wegen der Regeln. Hab auch bisher zwar einige Diskussionen mitbekommen aber richtig eskaliert ist noch nie was.

Grundsätzlich ist es aber schade, dass es so sein muss. Ich wäre dann eher für Anpassung der Regeln (zumindest für den Amateurbereich). Denn diejenigen, die es überstrapazieren - ob gewollt oder unabsichtlich - bekommt man meist nicht zu Fassen.

Fastest115 01.06.2024 12:44

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Zitat:

Zitat von Chris21272 (Beitrag 3627795)
Auch da sind die Grenzen fließend. Nahezu jeder Aufschlag aus der Hand verursacht einen Vorteil, weil er - gerade im Amateurbereich - kürzer oder auch dynamischer gespielt werden kann als ein hoch geworfener Ball!

Folgende Ansichten sind üblich aber ein bisschen *schwierig*:

Wir spielen in unteren Amateurklassen, da ist die Einhaltung der Regeln nicht so wichtig.

Ich kann nichts falsches monieren, weil ich oder meine Mannschaftskameraden das auch nicht richtig machen.

Ich würde gerne auf einen Fehler meines Gegners hinweisen, lasse es aber sein, weil es nur Stress gibt.

Mit diesen *Regeln* wächst leider jeder im Amateurbereich auf. Ob das immer so glücklich ist sei dahingestellt*.

1. Genau richtig...wenn du keinen Vorteil aus dem nicht hochwerfen hast dann kannste ihn ja auch hoch werfen. Wenn der mit Wurf nicht so "gut" ist wie ohne hast du durch nicht hoch werfen logischgerweise einen Vorteill

2. Regelproblematik im Amateurbereich sehr gut zusammengefasst

Matousek 01.06.2024 13:22

AW: Regeldurchsetzung im Amateurbereich
 
Zitat:

Zitat von Chris21272 (Beitrag 3627879)
- ob gewollt oder unabsichtlich - bekommt man meist nicht zu Fassen.

in wie fern z.B. beim Aufschlag unabsichtlich? Die Regeln dürften nun mtlw. jedem bekannt sein.


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