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forty-seven 25.02.2017 19:09

Maximaler Spin bei Belägen
 
Hallo zusammen,
ich habe mal eine Frage an die Experten unter euch: Die Hersteller geben ja immer Werte für die Spinfähigkeit an. Mich würde interessieren, was das z.B. beim Spin für Otto-Normal-Spieler für Auswirkungen hat. Also konkret, bekomme ich z.B. mit einem FX-S mehr Spin in meine Schläge als mit einem Aurus Soft gleicher Schwammstärke, da er einen höheren Wert als Werksangabe hat, oder ist das Mehr an Spinfähigkeit nur für entsprechend spielstärkere Spieler zu erreichen und für den Otto-Normal-Spieler eigentlich zu vernächlässigen?????

Omma 25.02.2017 20:23

AW: Maximaler Spin bei Belägen
 
1. Gib nicht allzu viel auf Katalogwerte. Die sind nicht genormt für alle Hersteller, sodass es eine generelle Vergleichbarkeit gibt, sondern der Willkür der Hersteller unterworfen. Bei einem Hersteller können (!) sie aber dennoch als grobe Einschätzung (qualitativ!) herhalten.

2. Spin ist immer eine Frage der Technik. Wirst du ja schon merken, wenn du mal gegen 2 Leute mit den gleichen Belägen spielst. Dem ersten drückst du jeden Topspin rein und der zweite zieht dir die Bälle auf einmal so, dass du mit Müh und Not 3 Topspins im Spiel auf den Tisch zurückgeblockt kommst.

3. Damit direkt Punkt 3: Da deine Technik nicht allzu sehr von deinen Belägen abhängig sein sollte, sollte (!) innerhalb eines Herstellers das ganz gut hinhauen mit den Katalogwerten, dass du mit Belag A (Spin 110) mehr Spin reinbekommst als mit Belag B (Spin 85).

4. Zu beachten ist dabei aber die Schwammhärte. Je nachdem was du gewohnt bist, kann es durchaus sein, dass du technikbedingt mit weichen Belägen mehr Spin entwickeln kannst als mit harten Belägen, obwohl rein physikalisch-theoretisch mit harten mehr Spinpotenzial gegeben ist. Dies könnte sich auch in Katalogwerten widerspiegeln.

Beispiel: Mx-S Spinwert 150, Aurus Soft Spinwert 100. Trotzdem bekommst du aus dem Aurus mehr Spin, weil du den Ball zu frontal triffst, die Kontaktzeit beim Mx-S kürzer ist und der Ball direkt wieder abspringt, ohne Spin entwickeln zu können. Beim Aurus ist die Kontaktzeit länger und du wirst vermutlich mehr Spin reinbekommen.

Ich hoffe das beantwortet deine Frage(n) ausreichend.

Popperklopper 25.02.2017 20:41

AW: Maximaler Spin bei Belägen
 
Besser kann man das eigentlich mit so wenigen Sätzen nicht erklären!:klatsch::klatsch::klatsch:

Ich würde aber noch anmerken, dass Spieler niedrigerer Klassen an sich nicht mit den Belägen in den obersten Tempokategorien spielen sollten, da die Kontrolle dann so leidet, dass das Spinpotenzial gar nicht (voll) genutzt werden kann.

Power-Seven 25.02.2017 21:47

AW: Maximaler Spin bei Belägen
 
Ich finde ebenfalls, dass die Erklärung genau auf den Punkt kommt.

forty-seven 26.02.2017 15:53

AW: Maximaler Spin bei Belägen
 
Danke!!!!!

pibach 26.02.2017 17:38

AW: Maximaler Spin bei Belägen
 
@ Popperklopper

Gleichzeitig ist diese Einstellung oft die Ursache, dass sie aus den unteren Klassen nicht herauskommen.

AndiHL 27.02.2017 08:07

AW: Maximaler Spin bei Belägen
 
Zitat:

Zitat von Omma (Beitrag 2820889)
4. Zu beachten ist dabei aber die Schwammhärte. Je nachdem was du gewohnt bist, kann es durchaus sein, dass du technikbedingt mit weichen Belägen mehr Spin entwickeln kannst als mit harten Belägen, obwohl rein physikalisch-theoretisch mit harten mehr Spinpotenzial gegeben ist. Dies könnte sich auch in Katalogwerten widerspiegeln.

Beispiel: Mx-S Spinwert 150, Aurus Soft Spinwert 100. Trotzdem bekommst du aus dem Aurus mehr Spin, weil du den Ball zu frontal triffst, die Kontaktzeit beim Mx-S kürzer ist und der Ball direkt wieder abspringt, ohne Spin entwickeln zu können. Beim Aurus ist die Kontaktzeit länger und du wirst vermutlich mehr Spin reinbekommen.

Wie müsste ich denn den Ball treffen, damit ich aus nem härteren Belag das Spinpotenzial auch wirklich ausnutzen kann? Möglichst dünn? Oder doch eher in die Richtung Schlagspin um möglichst bis auf den Schwamm durch zu kommen?

crycorner 27.02.2017 08:40

AW: Maximaler Spin bei Belägen
 
Omma :top:

Omma 27.02.2017 10:45

AW: Maximaler Spin bei Belägen
 
Danke für die Lorbeeren, scheine ich ja doch ein bisschen was gelernt zu haben in meinen 15 Jahren TT.:yooo: Und wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin, irgendwelche User für unsinnige, dumme, provozierende, trollende, unnötige, spammende oder Mimimi-Beiträge anzupöbeln, scheint ja da auch was sinnvolles bei rumzukommen. Kein Kommentar zu irgendwelchen Namen.

Zitat:

Wie müsste ich denn den Ball treffen, damit ich aus nem härteren Belag das Spinpotenzial auch wirklich ausnutzen kann?
Bevor ich die Frage beantworte, versuche selber auf die Lösung zu kommen, wenn du ein wenig in Kinematik/Physik/Mathe bewandert bist. Zeichnung in 2D mit Kreis=Ball und Schlag in Vektoren hilft.
Einfacher Grund dafür: Je mehr du drüber nachdenkst, woher es kommt, desto einfach sollte es dir fallen entsprechende Anpassungen zu machen und Fehleranalyse zu betreiben, da kann dir auch niemand von uns bei helfen.

crycorner 27.02.2017 11:05

AW: Maximaler Spin bei Belägen
 
Lob tut manchmal nicht gut... ;-)


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