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Spinmichel 29.09.2015 18:12

Österreich ist Europameister - und das verdient!
 
:austria: gratulation nach österreich :klatsch:

auch wenn timo boll fehlte, mit ovtcharov, baum und franziska hatte deutschland ein voll konkurrenzfähiges team. filus und walther nicht zu vergessen.

aber österreich wurde verdient europameister. mit gardos, fegerln, habesohn und edeljoker chen weixing in der hinterhand, haben sie europameister portugal und vizeeuropameister deutschland geschlagen, das muss man anerkennen.

em-gold reiht sich für mich sogar auf platz 2 der größten (für österreich bedeutensten) erfolge von österreich im tischtennis ein. mein ranking:

1 WM-Gold im Herren-Einzel von Werner Schlager 2003

2 EM-Gold mit dem Herren-Team 2015

3 WM-Gold im Herren-Einzel von Richard Bergmann 1937

4 EM-Gold im Herren-Doppel von Werner Schlager / Karl Jindrak 2005

5 WM-Bronze im Herren-Einzel von Werner Schlager 1999

6 Olympia Halbfinale mit dem Herren-Team 2008

7 EM-Gold im Damen-Einzel von Liu Jia 2005

8 EM-Silber mit dem Herren-Team 2005

9 EM-Silber im Herren-Einzel von Werner Schlager 2009

10 Champions League Sieger (SVS Niederösterreich) 2007/2008



dieser europameisterschaftstitel mit dem herrenteam könnte dem tischtennissport in österreich großen auftrieb geben.

Fastest115 29.09.2015 19:44

AW: Österreich ist Europameister - und das verdient!
 
Aha...Berichte doch mal in einem Jahr oder in zwei wie sich Mitgkiederzahlen, Aktive Spieler und TV Zeiten verändert haben. In Deutschland haben ähnliche Ereignisse keine spürbaren positiven Effekte gebracht

Stefan Lamm 30.09.2015 01:18

AW: Österreich ist Europameister - und das verdient!
 
Zitat:

Zitat von Spinmichel (Beitrag 2662326)
:austria: gratulation nach österreich :klatsch:

auch wenn timo boll fehlte, mit ovtcharov, baum und franziska hatte deutschland ein voll konkurrenzfähiges team. filus und walther nicht zu vergessen.

aber österreich wurde verdient europameister. mit gardos, fegerln, habesohn und edeljoker chen weixing in der hinterhand, haben sie europameister portugal und vizeeuropameister deutschland geschlagen, das muss man anerkennen.

Auch von mir Gratulation ins Alpenland. :top:

War verdient und geht vollkommen in Ordnung.

Zitat:

Zitat von Spinmichel (Beitrag 2662326)
em-gold reiht sich für mich sogar auf platz 2 der größten (für österreich bedeutensten) erfolge von österreich im tischtennis ein.

Wenn man die Bedeutung für die aktuelle Zeit nimmt, stimme ich dir zu. Aber wenn man nur rein die Titel über alle Jahrzehnte nimmt, dann muss man einfach sehen, dass Richard Bergmann Einzelweltmeister war. Für Österreich hat er nur einmal Gold geholt, danach startete er ja für Großbritannien.


Zitat:

Zitat von Spinmichel (Beitrag 2662326)
mein ranking:

1 WM-Gold im Herren-Einzel von Werner Schlager 2003

2 EM-Gold mit dem Herren-Team 2015

3 WM-Gold im Herren-Einzel von Richard Bergmann 1937

4 EM-Gold im Herren-Doppel von Werner Schlager / Karl Jindrak 2005

5 WM-Bronze im Herren-Einzel von Werner Schlager 1999

6 Olympia Halbfinale mit dem Herren-Team 2008

7 EM-Gold im Damen-Einzel von Liu Jia 2005

8 EM-Silber mit dem Herren-Team 2005

9 EM-Silber im Herren-Einzel von Werner Schlager 2009

10 Champions League Sieger (SVS Niederösterreich) 2007/2008

Du hast EM-Gold im Herren-Doppel von Daniel Habesohn / Robert Gardos 2012 unterschlagen.

Von der Medaille her gleich viel Wert wie das Gold im Doppel von Schlager / Jindrak 2005, aber nachdem die beiden das 7 Jahre vorher schon erreichten, steht dieses Gold für mich etwas höher.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob Bronze im Einzel 1999 von Schlager, hinter Liu Guoliang und Ma Lin (anderes Halbfinale war Jan-Ove Waldner) nicht eine größere Außenwirkung und Bedeutung in Österreich hatte als die beiden EM-Titel im Herren-Doppel!?

Die Damen holten 2014 übrigens wie die Herren 2005 Team-Silber bei der EM. Aber von der Wirkung hat der Herrenwettbewerb sicherlich mehr Strahlkraft.

Zitat:

Zitat von Spinmichel (Beitrag 2662326)
dieser europameisterschaftstitel mit dem herrenteam könnte dem tischtennissport in österreich großen auftrieb geben.

Weiß ich nicht.

Gab es dem deutschen Tischtennis so großen Auftrieb als Roßkopf / Fetzner 1989 Weltmeister im Doppel wurden und 1992 Olympia-Silber holten und Rossi im gleichen Jahr Einzeleuropameister wurde und 1996 Olympia-Bronze im Einzel holte oder als Timo Boll mehrfach Europameister wurde oder Boll / Süß Vizeweltmeister im Doppel, Team-Silber bei Olympia 2008, Team-Bronze und Ovtcharov Bronze bei Olympia 2012?

Gab es dem österreichischen Tischtennis so großen Auftrieb als Werner Schlager 2003 Einzelweltmeister wurde?

Ich denke, dass das Team-Gold 2015 auch keine großen Auswirkungen auf die Entwicklung des Tischtennis in Österreich haben wird. Aber die Frage werden sicherlich Österreicher besser beantworten können, vielleicht täusche ich mich ja auch und in Austria setzt jetzt der große TT-Boom ein.

fresh_F 30.09.2015 13:45

AW: Österreich ist Europameister - und das verdient!
 
Zitat:

Zitat von Stefan Lamm (Beitrag 2662467)
... Gab es dem deutschen Tischtennis so großen Auftrieb als Roßkopf / Fetzner 1989 Weltmeister im Doppel wurden ...

Habe aus Erzählungen gehört, dass zumindest danach plötzlich verhältnismäßig viele Jugendliche bzw. neue Leute in die Vereine gekommen seien. Wobei man das anhand der Statistiken, die ich dazu gefunden habe, nicht gerade feststellen kann:
Von 1989 auf 1990 gab es einen riesigen Mitgliederrückgang.
(Mitgliederentwicklung)

Scheinbar hatte der Erfolg von Rosskopf/Fetzner jedoch andere positive Auswirkungen, hier noch ein interessanter Artikel in dem Zusammenhang:
Zitat:

(i) Roßkopf als lebendes Beispiel für ein „Wunder“



Roßkopf lehnt sich aus gutem Grund aus dem Fenster. „Mr. Tischtennis“ ist sehr wohl bewusst, dass Ovtcharov und Co. in einem WM-Endspiel rein gar nichts zu verlieren und alles zu gewinnen haben. Vielmehr aber weiß der Coach am besten, dass sogar offenkundig absolute Chancenlosigkeit immer noch allerhand Möglichkeiten für eine Überraschung lässt: Sein sensationeller WM-Titel vor 25 Jahren im Doppel mit Steffen Fetzner bei der Heim-WM in Dortmund ist ein Paradebeispiel für die Unwägbarkeiten im Sport. Es wäre sicherlich eine taugliche Motivationshilfe, ließe „Rossi“ ein Vierteljahrhundert später seine Nachfolger in Tokio bei der Vorbereitung auf ein Finale gegen China an seinem reichhaltigen Schatz von Erfahrungen aus den Tagen von 1989 teilhaben.



Das „silberne Gold-Jubiläum“ bietet jedoch über die Wiederbelebung ebenso einmaliger wie historischer Erinnerung hinaus die Gelegenheit zu einer Bestandsaufnahme: Was hat eine der größten Sensationen in der deutschen Sportgeschichte dem Tischtennis hierzulande letztlich gebracht?



1989 wurde aus Pingpong Tischtennis



Ohne Verklärung fällt die Bilanz durchwachsen aus. Fraglos bedeutete jener 8. April 1989 den Tag, an dem das belächelte Pingpong im Bewusstsein der deutschen (Sport-)Öffentlichkeit zum ernstzunehmenden Tischtennis erwuchs. Kein Ereignis zuvor und bislang auch nicht mehr danach hat den Sport so ins Gespräch und sogar ins Rampenlicht gebracht wie das völlig überraschende Husarenstück der beiden weithin unbekannten Youngsters Roßkopf und Fetzner. Wo auch immer heutzutage über Tischtennis gesprochen wird, fällt wahrscheinlich auch der Name Boll, Sportkenner mögen sogar schon Ovtcharov erwähnen, auf jeden Fall aber gehören in aller Regel „Rossi“ und „Speedy“ zu den Themen. Dies mag Roßkopf 2003 gemeint haben, als der Rekordnationalspieler nach Bolls erstmaligem Sprung an die Spitze der Weltrangliste mahnte, dass für einen erneuten Tischtennis-Aufschwung ein großer Titel seines Kronprinzen und - bei aller Wertschätzung für Platz eins in der Welt - nicht „bloß“ eine bemerkenswerte Momentaufnahme notwendig sei.



Fortgeschrittene Professionalisierung



Tatsächlich hinterließ Dortmund 1989 durch das WM-Gold nachhaltige Wirkungen, besonders bei der Professionalisierung des Spitzensports. Center Court, roter (später auch blauer) Boden, Arena-Inszenierung – all diese Innovationen der WM-Organisatoren um den damaligen DTTB-Präsidenten Hans Wilhelm Gäb waren gleichermaßen wegweisend für den gesamten Sport und sind heute weltweit Standard wie die zu Beginn der 90er Jahre kreierten Elite-Turniere Masters Cup und Nations Cup.



Auch die Gleichung Gold gleich Geld ging nicht nur für die beiden neuen Idole auf, Sponsoren drängten zum Verband und - besonders bei den Herren - auch zu den Bundesliga-Vereinen. Die zusätzlichen Mittel waren vielerorts die Grundlage für die heute zu Recht hochgelobten Profi-Strukturen in Deutschland.

Roddy 06.10.2015 00:41

AW: Österreich ist Europameister - und das verdient!
 
Zitat:

Zitat von Spinmichel (Beitrag 2662326)
em-gold reiht sich für mich sogar auf platz 2 der größten (für österreich bedeutensten) erfolge von österreich im tischtennis ein.

Das EM-Gold mit dem Team alleine vielleicht nicht, aber der Gesamterfolg bei diesen Europameisterschaften mit weiterem Gold und Silber im Herrendoppel.


:idee: Die bedeutensten TT-Erfolge für Österreich sehe ich so:


:purpleline: 1 WM-Gold im Herren-Einzel von Werner Schlager 2003

:purpleline: 2 EM-Gold mit dem Herren-Team plus Gold und Silber im Herren-Doppel durch Stefan Fegerl / Joao Monteiro (WSA-Spieler) und Robert Gardos / Daniel Habesohn 2015

:purpleline: 3 WM-Bronze im Herren-Einzel von Werner Schlager 1999

:purpleline: 4 Olympia Halbfinale mit dem Herren-Team 2008

:purpleline: 5 EM-Gold im Herren-Doppel von Werner Schlager / Karl Jindrak 2005, EM-Gold im Damen-Einzel von Liu Jia 2005 und EM-Silber mit dem Herren-Team 2005

:purpleline: 6 Bronze bei den European Games mit dem Herren-Team 2015

:purpleline: 7 Champions League Sieger (SVS Niederösterreich) 2008

:purpleline: 8 EM-Silber im Herren-Einzel von Werner Schlager 2009

:purpleline: 9 EM-Gold im Herren-Doppel von Daniel Habesohn / Robert Gardos 2012

:purpleline: 10 WM-Gold mit dem Herren-Team 1936, WM-Bronze Richard Bergmann im Herren-Einzel 1936, WM-Gold im Herren-Einzel von Richard Bergmann 1937, WM-Gold im Damen-Einzel 1937/1938 von Trude Pritzi



:idee: Ich möchte erläutern, wie ich zu dieser Einstufung komme.

Die Erfolge fanden in diesen Jahren statt:

2015, 2012, 2009, 2008, 2005, 2003, 1999, 1937

1936/1937 hatte Österreich ganz andere Sorgen, politisch "brannte" es dort an allen Fronten (NS-Zeit) und am 13. März 1938 wurde Österreich Teil des Deutschen Reiches.
Die WM fand zwar in Österreich statt (Baden), aber rund 60 Jahre vor der flächendeckenden Einführung des Internets erlangte die TT-WM sicherlich keine mediale Wirkung, nachdem es 1937 in Österreich (wie fast überall) auch noch kein Fernsehen gab, sondern erst ab 1955-60.
Dann muss man wissen, dass bei der "WM" 1937 außer 11 europäischen Ländern nur die USA und Ägypten angetreten sind. Also keine asiatischen Länder. Sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren wurde 1937 die USA Teamweltmeister! Es nahmen 96 Herren teil, davon 20 aus Österreich.
Da wir von der NS-Zeit sprechen, hatte Richard Bergmann als Jude sozusagen keine besondere "Fanbase" und ist demzufolge aus Österreich geflüchtet und ab 1938 für England angetreten.
Aufgrund der ganzen Situation sehe ich die Erfolge um 1936-1938 von relativ geringer Bedeutung für Österreich damals und auch heutzutage dienen diese Erfolge mehr der Historie.
Aber Österreich kann ohne wenn und aber klar sagen kann, dass sie außer dem Weltmeistertitel von Werner Schlager ihre erfolgreichste Zeit in den 30-er Jahren hatten und dort sowohl Einzelweltmeister bei den Damen, als auch den Herren wurden und darüber hinaus sogar schon Weltmeister mit dem Herrenteam wurden - allesamt Erfolge von denen Deutschland nur träumen kann!

:purpleline: Der Erfolg mit der größten Außenwirkung und Bedeutung hatte aber sicherlich der Weltmeistertitel von Werner Schlager im Herren-Einzel 2003, von dem sicherlich durch TV, Internet, Radio und Printmedien jeder in Österreich mitbekommen hat.

:purpleline: Auf dem zweiten Platz sehe ich in der Gesamtheit die EM 2015, da die Goldmedaille mit dem österreischen Herrenteam und Gold + Silber im Herrendoppel sicherlich medial richtig gefeiert wurde in Austria.

:purpleline: Auf Platz 3 sehe ich zur Überraschung von vielen die WM-Bronzemedaille von Werner Schlager 1999. Warum? Weil Österreich seit den 1930-er Jahren nichts mehr in Sachen Tischtennis gerissen hat und dann kommt Schlager und zieht ins Halbfinale der WM ein. Das war sicherlich ein Highlight.
Und Österreich sorgte damals gleich nochmal für Schlagzeilen, da der SVS Niederösterreich für die neu gegründete European Champions League mit Weltmeister Liu Guoliang, Vizeweltmeister Ma Lin und Bronzemedaillengewinner Werner Schlager (der davor für den TTV Hornstein spielte) die besten 3 der Welt unter Vertrag nahm und darüber hinaus auch die restliche Herrennationalmannschaft von Österreich stellte. Es reichte übrigens trotzdem nicht für den Titel, da Liu Guoliang und Ma Lin nicht gleichzeitig eingesetzt werden durften und im ECL-Finale (Videos hier) gab es zwei 0:3 Niederlagen gegen Borussia Düsseldorf (beide Spiele verloren Ma Lin gegen Koji Matsushita, Werner Schlager gegen Vladimir Samsonov und der Austro-Chinese Qian Qianli gegen Jörg Roßkopf).

:purpleline: Auf Platz 4 kommt für mich das Olympia-Halbfinale von 2008 des Herrenteams. Olympia! 5 Jahre vorher wird Werner Schlager Einzelweltmeister, 3 Jahre vorher gibt es eine Titel- und Medaillenflut bei den Europameisterschaften und dann steht eine österreichische Mannschaft im Olympia-Halbfinale und spielt um olympisches Edelmetall! Große Wirkung!

:purpleline: Platz 5 belegt für mich die gerade erwähnten Erfolge bei der EM 2005. Gold im Herrendoppel, Gold im Dameneinzel und Silber mit dem Herrenteam, zwei Jahre nachdem Schlager Weltmeister wurde, der Hype in Österreich ging weiter!

:purpleline: Platz 6 könnte da schon die Bronzemedaille des Herrenteams bei den European Games 2015 in Baku belegen. Das war eine von gerade mal vier Medaillen österreichischer Sportler in den verschiedenen Sportarten bei den European Games.

:purpleline: Platz 7 ist aus meiner Sicht der Champions League Triumph des SVS Niederösterreich, nachdem sie bereits viermal das ECL-Finale verloren hatten. Dieser Titel ging sicherlich auch gut durch alle Medien.

:purpleline: Platz 8 sehe ich 2009, Werner Schlager wird Vize-Europameister

:purpleline: Platz 9 nach einer kleinen Durststrecke dann 2012 endlich wieder ein Europameistertitel, Daniel Habesohn / Robert Gardos mit Gold im Doppel

:purpleline: Platz 10 wie oben begründet die Erfolge in den 1930-er Jahren.


Zitat:

Zitat von Spinmichel (Beitrag 2662326)
dieser europameisterschaftstitel mit dem herrenteam könnte dem tischtennissport in österreich großen auftrieb geben.

Zitat:

Zitat von Fastest115 (Beitrag 2662378)
In Deutschland haben ähnliche Ereignisse keine spürbaren positiven Effekte gebracht

Zitat:

Zitat von Stefan Lamm (Beitrag 2662467)
Gab es dem deutschen Tischtennis so großen Auftrieb als Roßkopf / Fetzner 1989 Weltmeister im Doppel wurden und 1992 Olympia-Silber holten und Rossi im gleichen Jahr Einzeleuropameister wurde und 1996 Olympia-Bronze im Einzel holte oder als Timo Boll mehrfach Europameister wurde oder Boll / Süß Vizeweltmeister im Doppel, Team-Silber bei Olympia 2008, Team-Bronze und Ovtcharov Bronze bei Olympia 2012?

Vergesst eines nicht, Österreich hat 8,5 Millionen Einwohner, Deutschland etwas 10 mal mehr und ist über viermal so groß. Im Vergleich zu Österreich hat Nordrhein-Westfalen doppelt so viele Einwohner, Bayern 50% mehr (und ist flächenmäßig fast so groß wie Österreich) und auch Baden Württemberg hat wesentlich mehr Einwohner.

Dann ist Österreich eine absolute Wintersportnation, wo sie zur Weltspitze gehören.

Dazu kommt, dass Österreich bei den Sommersportarten im Vergleich zu den Wintersportarten deutlich abfallen. In Deutschland schwebt Vater Fußball über allem und erdrückt durch seine Dominanz fast alle anderen Sportarten. In Österreich ist man in Sachen Fußball eher drittklassig. International muss man sich nur überlegen, welche Rolle Austria Wien, Rapid Wien, Sturm Graz und selbst Red Bull Salzburg (bereits zum achten Mal :eek: in acht Anläufen in der Qualifikation zur Champions League gescheitert!) spielen.

Man kann sich sicher sein, dass Tischtennis Weltmeister- und Europameistertitel in Österreich eine deutlich größere Bedeutung und Wirkung haben als in Deutschland.
Zitat:

Zitat von Stefan Lamm (Beitrag 2662467)
Gab es dem österreichischen Tischtennis so großen Auftrieb als Werner Schlager 2003 Einzelweltmeister wurde?

Ich denke, dass das Team-Gold 2015 auch keine großen Auswirkungen auf die Entwicklung des Tischtennis in Österreich haben wird. Aber die Frage werden sicherlich Österreicher besser beantworten können, vielleicht täusche ich mich ja auch und in Austria setzt jetzt der große TT-Boom ein.

Daniel Habesohn wurde einen Monat vor Schlagers WM-Bronze 13 Jahre alt und als Schlager in Paris Gold holte, war Habesohn 16 Jahre alt. Als Werner Schlager WM-Bronze holte, war Stefan Fegerl 10 Jahre alt, als Schlager Einzelweltmeister wurde war Fegerl 13 Jahre alt.

Diese Erfolge gaben Österreichs Tischtennis und insbesondere damaligen U15-Jugendspielern wie Daniel Habesohn und Stefan Fegerl mit Sicherheit großen Auftrieb!

Ich bin überzeugt, dass die Erfolge von Österreich im Jahr 2015 ohne Werner Schlager nicht möglich gewesen wären! Oder seht ihr das anders?

Bochum light 25.10.2015 19:34

AW: Österreich ist Europameister - und das verdient!
 
Zitat:

Zitat von Roddy (Beitrag 2664888)
Ich bin überzeugt, dass die Erfolge von Österreich im Jahr 2015 ohne Werner Schlager nicht möglich gewesen wären! Oder seht ihr das anders?

Das dürfte unbestritten sein.

Fegerls Höhenflug ist übrigens keine Eintagsfliege:

http://forum.tt-news.de/showthread.p...94#post2672094


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