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Spin2Win 15.01.2016 12:44

Unzufriedenheit / Unlust im eigenen Spiel
 
Hi Leute,

ich hoffe ihr könnt mir für mein Problem ein paar Tipps geben. Zu erst mal ein bisschen was zu meiner Vorgeschichte.

Habe wegen Personalproblemen im Verein 2 Jahre lang 2 Klassen zu hoch gespielt. Nicht verwunderlich das ich dort die meisten Spiele verloren habe, hat mich auch nie gestört, selten war ein Sieg drinnen.

Seit circa einem Jahr habe ich mein Training angepasst und laut meiner Kameraden habe ich mich seither stark verbessert. Meiner Meinung nach habe ich mich auch deutlich gebessert.
Jetzt spiele ich aber in unserer 2. Mannschaft, die letzte Saison neu gegründet wurde, heißt ich habe die Hinrunde schon tiefer gespielt. Bin auch mit der Erwartung reingegangen, dass ich wohl mehr spiele gewinne als verliere (mit diesem Gedanken in die Saison zu starten, in einer für mich neuen Klasse war wohl schon falsch).

Im Laufe der Zeit hat sich eine Unzufriedenheit angesammelt, egal ob ich mal wirklich gut spiele oder nicht. Mittlerweile verliere ich einfach die Lust während dem Spiel wenn es nicht läuft, durch eigene Fehler oder einfach durch gutes Spielen des anderen. Dadruch spiele ich nur noch schlechter und jegliche Motivation zum Gewinnen fehlt.
Erst gestern beim Training habe ich gegen unsere 1 aus der Ersten gespielt, knapp verloren und alle nachfolgenden Spiele verloren, die ich eigentlich immer gewinne. Es lag auch nicht daran das die anderen einen besonders gut Tag hatten oder so.

Habt ihr irgendwelche Tipps/ Tricks um meinen Siegeswillen zu fördern oder wieder zu finden, wenn ich ihn mal wieder verloren habe?

P.S.: Morgen ist Vereinsmeisterschaft, da will ich nicht letzter werden. ;)

wetterau 15.01.2016 22:15

AW: Unzufriedenheit/ Unlust im eigenen Spiel
 
einfach nicht selbst unter Druck setzen ;) ich kenn dieses Gefühl zu gut. Notfalls hilft Pause machen im Wettkampf wenn das geht. Ansonsten versuche einfach nur ein bestimmtes Ziel ("heute deutlich mehr VH, heute RH agressiver) anzupeilen oder einfach nur "Gegner" ärgern. Je verkrampfter - umso schlechter und Ziele einfach niedriger ansetzen. Klingt einfach, ist schwierig - den Spaß wiederfinden :-D nicht spielen um zu gewinnen, sonst des Spielens willen ;)

Rückhandmonster 21.01.2016 17:30

AW: Unzufriedenheit/ Unlust im eigenen Spiel
 
Freu Dich einfach am Ball und nicht am Punkt - wenn ich verhauen werde, dann versuche ich zumindestens einen guten Ball zu spielen und den behalte ich dann...
verlieren gehört zum Spiel... ABER ich glaube Du hast das Problem schon erkannt. Dir fehlt einfach die Anspannung im Spiel, weil Deine Erwartung ist, dass Du es gewinnen MUSST, weil Du ja so viel besser geworden bist.

Mal so als kleine Anregung: Meinst Du die anderen sind stehengeblieben oder sind schlechter geworden?

Wäre es Dir eigentlich recht, wenn Du immer leicht gewinnen würdest? Wenn ja, dann such Dir einen anderen Sport :).

Im Tischtennis ist es ja das schöne und interessante, dass jeder jeden schlagen kann und nur weil Du die Nr. 1 fast geschlagen hast, kann Dich doch die Nummer 6 der 8. Mannschaft weghauen, weil der an dem Tag alles trifft....
Du machst es nur leichter für den Gegner, wenn Du mit so einer Arroganz (ja bewusst gesetzt) da ran gehst, dass Du besser bist. Das muss sich am Tisch zeigen, ob Du an dem Tag sportlich besser bist oder nicht.

Am Ende macht Motivation einen extrem großen Anteil am Sieg aus. Wenn Du nicht den Willen und die Anspannung für das Spiel mitbringst, dann wirst Du immer verlieren, weil selbst ein Sieg dann keine Belohnung ist, weil Du Dich nicht angestrengt hast.:kinnlade:

Spin2Win 25.01.2016 12:10

AW: Unzufriedenheit/ Unlust im eigenen Spiel
 
@ wetterau
Wie du geschrieben hast, klingt einfach, ist aber ziemlich schwierig. Werde einfach versuchen ohne jegliche Erwartung ins Spiel zu gehen und von Anfang bis Ende einfach zu spielen.. Muss man denn wirklich mitzählen? :D


Zitat:

Zitat von Rückhandmonster (Beitrag 2702391)
Freu Dich einfach am Ball und nicht am Punkt - wenn ich verhauen werde, dann versuche ich zumindestens einen guten Ball zu spielen und den behalte ich dann...
verlieren gehört zum Spiel... ABER ich glaube Du hast das Problem schon erkannt. Dir fehlt einfach die Anspannung im Spiel, weil Deine Erwartung ist, dass Du es gewinnen MUSST, weil Du ja so viel besser geworden bist.

Erwartung ist vielleicht das falsche Wort für mich. Natürlich will ich gewinnen, besonders in letzter Zeit. Das sollte aber auch so sein.. also der Wille.

Zitat:

Zitat von Rückhandmonster (Beitrag 2702391)
Mal so als kleine Anregung: Meinst Du die anderen sind stehengeblieben oder sind schlechter geworden?

Stehen geblieben sind die wahrscheinlich nicht, aber bei mir ist wohl die Leistungskurve stärker, so ist zumindestens die Rückmeldung die ich erhalte.

Zitat:

Zitat von Rückhandmonster (Beitrag 2702391)
Im Tischtennis ist es ja das schöne und interessante, dass jeder jeden schlagen kann und nur weil Du die Nr. 1 fast geschlagen hast, kann Dich doch die Nummer 6 der 8. Mannschaft weghauen, weil der an dem Tag alles trifft....

Meiner Meinung nach liegt es nicht an einer "super Form" die der andere an dem Tag hat. Ist mir bei der Vereinsmeisterschaft übrigens wieder passiert. Habe gegen Nr. 1, 3,4 gewonnen und verliere das letzte Spiel gegen die Nr. 11. Nach dem ersten verlorenen Satz hatte ich schon keine lust mehr und habe dadurch natürlich das Spiel verloren.

Zitat:

Zitat von Rückhandmonster (Beitrag 2702391)
Am Ende macht Motivation einen extrem großen Anteil am Sieg aus. Wenn Du nicht den Willen und die Anspannung für das Spiel mitbringst, dann wirst Du immer verlieren, weil selbst ein Sieg dann keine Belohnung ist, weil Du Dich nicht angestrengt hast.:kinnlade:

und genau diese Motivation verliere ich oftmals wenn ich Sätze verliere. Besonders bei Sätzen die sehr knapp sind. Sowas wie 12:14

Yuzhaan 25.01.2016 14:13

AW: Unzufriedenheit/ Unlust im eigenen Spiel
 
Satz abhaken und !WICHTIG! weitermachen. Der Gegner kann auch spielen, eben hatte der Gegner seinen Spaß ...nun bist du wieder dran!
Wenn ich merke, in dem Satz läufts nicht...dann achte ich ganz gezielt darauf was beim Gegner klappt/ nicht klappt, probiere noch 1-2 Sachen aus.
Ganz wichtig: Körpersprache, GERADE bei Rückstand. Immer selbstbewusst auftretten, der Gegner sieht dir deine Stimmungslage an. Man kann zweifeln,
aber wenn der Gegner sieht...der glaubt noch an seinen Sieg/ hat noch nicht aufgegeben...wird der eine oder andere auch unsicher (geht nur wenn man auch ab und an mal nen Punkt macht;) ).
Immer wichtig dabei...Gegner beobachten. Leg dir Spielzüge für enge Situatiionen parat, die du sehr sicher beherrscht.

Ich gewinne meine Spiele wenn mir gewinnen/verlieren weitestgehend egal ist, diese Einsicht zu erlangen hat 6 Jahre gedauert.
Zudem versuche ich nur noch das zu spielen was mir Spass macht (Kampfschupfen adeeeeeee), macht definitiv mehr Spass als nur auf Gewinn zu spielen.
Spiele seitdem viel lockerer und wenn der Gegner besser war (was nichts mit der Position oder der Wertung zu tun hat)...ist es eben so.

crycorner 25.01.2016 16:45

AW: Unzufriedenheit/ Unlust im eigenen Spiel
 
Habe neulich ein Spiel gewonnen, in dem ich im letzten Satz 3:10 hinten lag. Solche Erlebnisse sind es, die einem das Gefühl geben, dass sich jeder Punkt lohnt. Egal bei welchem Spielstand. Ich habe neulich auch gegen einen Spieler gespielt, der in zwei Sätzen bei hohem Rückstand die Sätze durch bewusstes Wegschlagen der Bälle einfach hergeschenkt hat. Und das, obwohl er einen Satz gewonnen hatte und er leistungsmäßig nicht so weit weg war. So einer wird es nie erleben, 7 Matchbälle abgewehrt zu haben. Und Du wohl auch nicht. Ist aber ein geiles Gefühl. Kommt selten vor, will man aber immer wieder haben. Leider passiert das natürlich auch anders rum. Ebenfalls neulich. Im letzten Satz 10:5 geführt, 6 Matchbälle vergeben und verloren. Warum? Weil der Gegner nicht aufgegeben hat!

Smash 26.01.2016 16:21

AW: Unzufriedenheit/ Unlust im eigenen Spiel
 
Zitat:

Zitat von wetterau (Beitrag 2699426)
Notfalls hilft Pause machen im Wettkampf wenn das geht.

Ich empfehle auch, einfach mal 3 Wochen Pause zu machen. Ostern kommt, das ist doch eine ideale Zeit um mal 3 Wochen lang den Schläger in der Tasche zu lassen.

Danach hast du den Kopf wieder frei und gehst mit neuem Elan und wieder gefundener Lockerheit neu an die Sache ran.


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