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TTC Berlin Eastside (GER)
Liebe Forumsteilnehmer,
vor einiger Zeit wurde an dieser Stelle über das Playoff-Halbfinale Berlin-Betzingen diskutiert.
Die Tatsachen, dass die Wahrheit über den tatsächlichen Ablauf der Dinge in der Öffentlichkeit praktisch unbekannt ist, und hauptsächlich der Leserbrief von Christina Fischer in der Juni-Ausgabe des dts, haben uns veranlaßt, eine Stellungnahme zu schreiben.
Hongi hat diese an den dts gesendet, wo sie hoffentlich in der nächsten Ausgabe veröffentlicht wird.
Dass die Reaktion erst jetzt erfolgt, liegt daran, dass wir den Brief erst vor einigen Tagen gelesen haben.
Wir haben unsere Stellungnahme im Hause Rohr und mit dem TSV Betzingen diskutiert, und Hongi wird von allen Seiten unterstützt und bestärkt, diese Gegendarstellung zu veröffentlichen.
Der Brief wird später auch auf die Homepage der Rohr-Zwillinge und auf die Seite des TSV-Betzingen gestellt werden.
"Aufgrund der Berichterstattung in der Presse, in Internetdiskussionsforen und hauptsächlich aufgrund des Leserbriefs von Christina Fischer, welcher mehr als meilenweit von der Wahrheit entfernt ist (und geschrieben wurde ohne dass sie, wie sie selbst bestätigt, den Vorfall direkt mitbekommen hat), sehe ich mich gezwungen, einige Dinge klarzustellen.
Grund für den Spielabbruch war keineswegs die Tatsache DASS, sondern die Art und Weise WIE die Aufschläge abgezählt wurden. Neben den im ersten Einzel gegen Veronika Pavlovitch ohne Vorwarnung nur in entscheidenden Phasen abgezählten Aufschlägen war Hauptauslöser, dass der zweite und letzte Aufschlag im zweiten Einzel, demonstrativ überhoch geworfen, vom Schiedsrichter abgezählt wurde, BEVOR die Aufschlag- bzw. Ballwurfbewegung überhaupt begonnen hatte. Dies konnte ich aus den Augenwinkeln und auch das Team auf der Bank eindeutig erkennen. Der zweite Grund für die Aufgabe war die Tatsache, dass diese Schiedsrichterentscheidungen unter wiederholter Einflussnahme des Berliner Managers durch Einreden auf die Schiedsrichter zustandekamen.
Nach diesen Aktionen, und nachdem der Oberschiedsrichter den Austausch der Schiedsrichter abgelehnt hatte, schien ein faires Spiel leider völlig ausgeschlossen, und deshalb habe ich NACH EINSTIMMIGER AUFFORDERUNG von aussen durch Gaby, Meike und Josef Rohr, Zhu Xiaoyong und Viktoria Pavlovitch, sowie eigener Auffassung das Spiel aufgegeben, da dies die einzige Möglichkeit war, gegen die wiederholte Unsportlichkeit (wirksam) zu protestieren.
Das Erreichen des Playoff-Finales ist ein wichtiges Ziel, rechtfertigt aber nicht alle Mittel und auch nicht das Akzeptieren dieser Mittel.
Die Aussage, meine Mannschaftskameradinnen hätten versucht, mich zum Weiterspielen zu überreden, ist definitiv falsch, ebenso das abgedruckte Zitat "Ich habe nicht gewußt was ich tun soll, also habe ich aufgegeben", was ich in dieser Form niemals gesagt habe.
Der einzige, der die radikale Entscheidung des Spielabbruchs zunächst skeptisch beurteilte, war Abteilungsleiter Gerald Horner; dies liegt aber ausschließlich daran, dass er ein feiner Mensch ist, der immer den Kompromiß sucht und es allen Beteiligten mit einer guten Lösung recht machen will. Nach kurzer Diskussion hat auch er die Entscheidung des gesamten Teams mitgetragen und erst danach kam es zum Abbruch.
Die mehrfach aufgetretenen Zwischenrufe einiger Berliner Zuschauer mit der Forderung nach Austausch der Schiedsrichter und noch mehr die tröstenden Worte etlicher Berliner nach dem Spiel, wir hätten das Richtige getan und aufgrund der unglaublichen Vorfälle würden sie künftig die Berliner Halle strikt meiden, haben uns in unserer Entscheidung nachträglich bestärkt.
Die Berlinerin Veronika Pavlovitch hat sich im Übrigen nach unserem Einzel bei mir und später unter vier Augen bei Ihrer Zwillingsschwester für die gesamten Vorfälle entschuldigt.
Noch ein Wort zu Christina Fischers Leserbrief: Ich finde es meinerseits unsportlich und sehr überheblich, eine Aussage wie "Sind wir in der Kreisliga oder was" zu Papier zu bringen. Alle Spielklassen haben dieselbe Existenzberechtigung, ein Kreisklassespieler hat genauso viel Spass am Tischtennis wie ein Nationalspieler und unfaires Verhalten ist in allen Klassen gleichschlimm.
Qianhong Gotsch"
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