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AW: Reformplan DTTL/Bundesligen
Die Gespräche in Bremen am Rande der German Open haben erwartungsgemäß wenig neue Erkenntnisse gebracht - fast jeder beharrt auf seinem bisherigen Standpunkt. Ich persönlich finde es bemerkenswert, dass sich so viele DTTB-Funktionäre von ganz wenigen Medienmenschen, die bisher eher durch Unzuverlässigkeit aufgefallen sind, geradezu abhängig machen wollen. Das zeugt nicht von Vertrauen in die eigene Stärke.
Ermutigend war übrigens der Zuschauerzuspruch in Bremen - Tischtennis ist einfach ein toller Sport, das hat man in Bremen wieder erleben können. Allerdings gab es auch langweilige Stunden - vor allem am Schlusstag, als nur noch auf einem Tisch gespielt wurde. Selbst das Match von Timo gegen Ma Long war nicht der ganz große Knaller. Am Samstag, als noch auf vier Tischen gespielt wurde, war die Stimmung deutlich besser, denn die Zuschauer hatten Alternativen beim Zugucken.
Das zumindest sollte den Befürwortern von Dreier-Mannschaften mit Spielen an nur einem Tisch zu denken geben. Es wird mitunter gewaltige Langeweile aufkommen, der man (fast) nur entgehen kann, wenn man geht.
Ich gehöre zu denen, die den Zuschauern was bieten wollen: Vielfalt statt Einfalt ist eher erfolgsversprechend. Der "eine Tisch" ist deshalb für mich eher ein Rückschritt statt ein Fortschritt. Übrigens kann man selbst da die Spieldauer nicht "steuern" - auch dies hat Bremen gezeigt. Das angestrebte "garantierte Zwei-Stunden-Match" beim abgewandelten Olympia-System mit Dreier-Mannschaften an einem Tisch bleibt - inclusive der von den Vereinen gewünschten Pause - eine Illussion. Aber in der Welt der Illussionen bewegen sich derzeit anscheinend viele - da sieht man mal, wie "verzweifelt" mancher Tischtennis-Funktionär mittlerweile geworden ist und an seinem eigenen Sport zweifelt.
Jungs und Mädels, besinnt Euch auf das gute Alte, das hat noch nie geschadet. Das, was am Neuen gut ist (z.B. die neue Zählweise mit ihren vielen Spannungselementen), setzt sich sowieso durch.
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