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Zitat von hermano
So sehr ich weiß, dass es in den USA teilweise verrückte Rechtsprechung gibt, sollte man doch bei der Wahrheit bleiben. Und die wird oft verzerrt, weil die Dinge a) in den Medien nicht genau dargestellt werden und b) sich oft beim weitererzählen oder weiterleiten in der e-mail verändern.
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Sehr schoen! Bin froh, dass das mal jemand erwaehnt hat.
Aber trotzdem sind die Geschichtchen ja lustig und - da beisst die Maus keinen Faden ab - teilweise gibt es hier schon die abenteurlichsten Faelle: so hatte erst juengst ein Anwalt seinen "Laundry-Service", dem er seit Jahren die Treue hielt, verklagt. Grund: der Laden hatte eine seiner Hosen verschlampt. Der Geschaeftsbesitzter bot sofort an, fuer das Beinkleid vollumfaenglich aufzukommen (Wert war unter $ 100,--). Der Anwalt lehnte aber ab und zerrte den armen Kerl - asiatischer Immigrant der sein Geschaeft seit Jahrzehnten betreibt - vor Gericht. Er reklamierte, er komme ueber den Verlust der Hose "emotional" nicht hinweg. Der eigentliche Sachwert sei ihm vollkommen gleichgueltig. Es sah zeitweilig auch tatsaechlich so aus, als kaeme er damit durch. Wohl haette er kaum die eingeklaten Millionen (ich glaube es waren um die $ 50 Mio. USD) bekommen, aber trotzdem einen noch recht stattlichen Betrag. Der Verklagte bot dann sogar einen Vergleich an: um die $ 50.000,--, seine ganzen Ersparnisse, damit das Verfahren eingestellt werden wuerde.
Dann allerdings tauchte die Hose wieder auf. Und somit dachten dann alle Beteiligten, dies Sache sei nun aus der Welt - nciht aber der klagenden Anwalt. Dem war das, entgegen seiner urspruenglichen Aussage, nun ganz egal, er wollte jetzt doch lieber das Geld. Schliesslich musste er sich ja dem ganzen Prozessstress aussetzen, etc..
Naja, das Verfahren wurde dann tatsaechlich bald darauf eingestellt, Freispruch fuer den Angeklagten. Der wurde dann nach der Urteilsverkuendung gefragt, ob er denn jemals wieder den Anwalt als Kunden akzeptieren wuerde. Daraufhin meinte er, dass der "Gentleman" jederzeit in seinem Geschaeft willkommen sei, so wie jeder andere auch.
Wahnsinnig daran ist einfach, dass so ein Sachverhalt tatsaechlich dazu berechtigt, ein Verfahren zu eroeffnen. Klar, die Sache ging Tag und Nacht durch die Medien. Der Druck der Oeffentlichkeit wurde zunehmend staerker. Und ich bin mir nicht mal sicher - vielleicht waere der Herr Anwalt sogar mit seinem laecherlichen Case davon gekommen, haette das Ganze nicht unter dem Auge der Oeffentlichkeit stattgefunden.
Naja, Anwaelte eben.