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Alt 30.11.2007, 11:59
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AW: Uefa-cup

Das schreibt sport1.de zum Bayern-Spiel in Braga


Bayern holpert - Kahn flippt aus

München/Braga - Der FC Bayern im Herbst 2007. Ein angeschlagenes Star-Ensemble, das den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt.
Auch mit 38 Jahren noch heiß: Bayern-Keeper Oliver Kahn (r.) rastet aus
Statt mit dem mit 70 Millionen Euro verstärkten Kader souverän in der Bundesliga vorne weg zu marschieren, führt der Rekordmeister die Liga nach einigen mäßigen Auftritten mit einem Punkt Vorsprung an.
Selbst im Uefa-Cup, Franz Beckenbauers "Cup der Verlierer", bekleckern sich die Münchner nicht mit Ruhm.Beim Tabellen-Siebten der portugiesischen Liga kam der FCB am Donnerstagabend nicht über ein Remis hinaus.
Nach dem 1:1 (0:0) in Braga haben die Bayern vor ihrem letzten Spiel der Gruppenphase nicht einmal den Einzug in die Runde der letzten 32 sicher.
Führung in Gefahr
In der Gruppe F liegt der FCB (5 Punkte) zwar vorn, Aris Saloniki (4) kann aber mit einem Erfolg am nächsten Donnerstag gegen Braga an den Bayern vorbeiziehen.
Am letzten Spieltag kommt es dann am 19. Dezember zum direkten Vergleich zwischen den beiden Top-Teams der Staffel.
"Noch alle Trümpfe"
Trainer Ottmar Hitzfeld suchte nach den 90 Minuten von Braga nach Ausflüchten:
"Wir wollten gewinnen. Aber die letzte Entschlossenheit hat gefehlt. Mit dem 1:1 können wir nicht ganz zufrieden sein."
"Wir haben noch alle Trümpfe in der Hand", sagte Uli Hoeneß trotz des kraftlosen Auftritts seines Teams.
Statt über die Mannschaft zu sprechen, äußerte sich Hoeneß über den Schiedsrichter: "Wir haben einige böse Fouls erlebt, die der Schiedsrichter hat laufen lassen."
Keine Ideen
Kritik am schwedischen Unparteiischen Eriksson, die Mannschaft bleibt verschont. Trotz ihres trägen Auftritts.
Mit Unsicherheiten in der Innenverteidigung (Martin Demichelis, Lucio). Ohne zündende Ideen im Spielaufbau, viel zu seltenem Flügelspiel. Und ohne Durchschlagskraft im Angriff.

Oliver Kahn reicht das Gezeigte offenbar nicht. In ihm brodelt es. Die Emotionen entluden sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit.
Nach einem bösen Tritt von Roland Linz explodierte der frühere Nationaltorhüter, stürmte auf den Österreicher, der in der Jugend für 1860 München spielte, zu und wollte ihm an die Gurgel gehen.
Mehrere Mitspieler mussten Kahn zurückhalten. Letztlich hatte er sogar Glück, dass der Referee nicht mehr als Gelb zückte.

Nach der Pause sollte vieles besser werden. Wurde es aber nicht.
Nur einmal zeigte das Sturm-Duo Luca Toni/Miroslav Klose seine Klasse: Der Italiener spielte den WM-Torschützenkönig frei, der aus wenigen Metern nur einzuschieben brauchte (47.).
Doch die Führung gab den Gästen keine Sicherheit. Ausgerechnet Linz erzielte den verdienten Ausgleich für die Gastgeber (66.).

Das passt zum Auftreten der Münchner in den vergangenen Monaten.
"Wir haben einfach nicht zu unserem Spiel gefunden", meinte Torschütze Klose.
So läuft das aber nun schon seit Wochen. Die Über-Bayern gibt es nicht mehr. Weder in der Bundesliga. Noch im Uefa-Cup.Michael Schwartz
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