Einzelnen Beitrag anzeigen
  #30  
Alt 25.08.2002, 17:25
wjuergens wjuergens ist offline
wjuergens
erfahrenes Forenmitglied
 
Registriert seit: 03.08.2002
Ort: Rahden
Alter: 70
Beiträge: 289
wjuergens ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Genügsamkeit

@10beide

Hallo erstmal,

natürlich kann hier jeder seine Meinung vertreten, aber jeder andere kann diese Meinung auch ablehnen.

1) Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene
Als Norman diesen Thread einrichtete, hatte er glaube nicht im Sinn, hier ein für alle mal zu klären, wer der absolut beste Trainer in NRW ist, sondern es ging ihm denke ich darum, über verschiedene Trainer zu diskutieren, ihre Verdienste und Stärken herauszuarbeiten usw.
Die Fähigkeiten eines Trainers lassen sich mit Sicherheit nicht an der absoluten Spielstärke seiner Schützlinge ablesen. Ein Verbandstrainer hat ganz andere Voraussetzungen, was sein Ausgangsmaterial angeht, als ein Vereinstrainer.
Ein Verbandstrainer bekommt ausgefilterte Spieler, die schon über eine Grundausbildung verfügen und "nur" noch feingeschliffen werden müssen. In diesem Bereich sind Erfolge auf unteren Ebenen natürlich völlig unwichtig.
Ein Vereinstrainer dagegen bekommt in der Regel blutige Anfänger, die er grundausbilden muss. Da können Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene schon einiges aussagen. Deshalb ist derjenige nicht gleich der beste Trainer in NRW, wenn er aber über Jahre hinweg immer wieder Spieler herausbringt, die auf besagter Kreis- und Bezirksebene vorne liegen und dann häufig vom Verband übernommen werden, würde ich ihn durchaus als sehr guten Trainer bezeichnen.
Auch eine Nadine Bollmeier hat ihre ersten Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene erzielt.

2)Spielstärke eines Trainers

Die (frühere) Spielstärke eines Spielers hat mit seiner Qualität als Trainer wenig zu tun. Natürlich hat es ein Spieler, der selbst hochklassig gespielt hat, leichter, sich in entsprechende Spielsituationen hineinzudenken, umgekehrt zu schließen, ein Trainer, der selbst nie hochklassig gespielt hat, wäre dazu nicht in der Lage und wäre deshalb zwangsläufig schlecht, ist einfach sehr kurz gedacht.
Entscheidend ist die Fähigkeit zu beobachten und aus diesen Beobachtungen Schlüsse zu ziehen und dem Spieler diese Schlüsse zu vermitteln. In gewisser Weise können schlechtere Spieler sogar Vorteile bei der Analyse von Fehlern haben, weil sie viel mehr auf das aktive Beobachten und Analysieren angewiesen sind als viele gute Spieler, denen hohe spielerische Fähigkeiten "angeboren" sind, bzw. denen diese Fähigkeiten zugefallen sind.

3) Spielklasse von Stefan Schulte-Kellinghaus

Stefan hat meines Wissens nach mit 18-19 Jahren Oberliga gespielt, hat dann aber sehr früh Interesse an der Trainerschiene gefunden und sich auf diesen Bereich konzentriert.

Sammy
__________________
"Erst wenn
der letzte Nachwuchsspieler zum Fußball abgewandert,
der letzte Übungsleiter gefrustet aufgibt,
der letzte Verein die Jugendarbeit einstellt
und der letzte Aktive seinen Schläger altersbedingt zur Seite legt,
werdet Ihr feststellen, dass man mit click-TT keinen einzigen Nachwuchsspieler gewonnen hat und niemand mehr da ist, um die Kosten zu tragen!"
(Abgewandelt von der Weissagung der Cree)
Mit Zitat antworten