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AW: 2007/2008 > Wer wird Meister in der Oberpfalzliga?
Ich erlaube mir, eine Lanze für den Spieler Seitz zu brechen, da ich mir einbilde, ihn sehr gut zu kennen und ich schon das ein oder andere Jahr mit ihm in einer Mannschaft gespielt habe:
Bis dato ist es nie vorgekommen, dass er einen Spieler persönlich angegriffen hat, ohne vorher selbst verbal oder durch gewisse Verhaltensweisen des Gegners angegriffen worden zu sein. Zwar kann man nicht ganz leugnen, dass während eines Spieles die ein oder andere Entgleisung stattfindet, doch richtet sich diese dann ausschließlich gegen ihn selbst oder gegen Gegenstände. Es erfordert also schon die tatkräftige Unterstützung der gegnerischen Mannschaft/des Gegners, um ihn zu einer Beleidigung zu bewegen. Ohne Augenzeuge der Partie gewesen zu sein, unterstelle ich, dass Seitz ihn tatsächlich zunächst höflich auf seine falschen Aufschläge aufmerksam gemacht hat (man möge von Äußerungen wie "jeder macht ja falsche Aufschläge" Abstand nehmen, da es doch einen gefühlten Unterschied gibt, ob wer den Ball aus der Hand schlägt oder den Ball mit den Körper verdeckt auf der einen Seite oder den Zeigefinger beim Ballhochwurf krümmt auf der anderen Seite). Tatsächlich war der Gegner aber sehr wohl in der Lage, korrekt(er)e Aufschläge zu servieren (Wenn das nach sechs Jahren Tischtennis zu viel verlangt ist, sollte man den Wechsel in eine Hobbyliga erwägen). Vor diesem Hintergrund ist es dann nur allzu verständlich, zu vehementeren Mitteln zu greifen, wenn das bloße Einfordern regelkonformer Aufschläge nicht zielführend war.
Natürlich ist es streng genommen nicht die feine englische Art, seinen Gegner dann als Darmausgang oder Idioten zu bezeichnen, doch braucht hier meines Erachtens keiner mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger durchs Forum zu laufen, es sei denn, er ist von Beruf Apostel oder hat diese beiden Wörter aus seinem aktiven Vokabular komplett entfernt (wovon ich nicht ausgehe). Der ein oder andere Spieler bedarf also geradezu eines verbalen Weckrufes, um sein nicht regelkonformes Gebaren und seine Beratungsresistenz zu ändern bzw. das Unrechtsbewusstsein zu schulen.
Der Unterschied ist, dass Seitz diese Äußerungen dann direkt am Tisch macht und nicht erst hinter dem Rücken in der Kabine.
Dietmar Springer
Geändert von Achmed (11.12.2007 um 22:43 Uhr)
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