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AW: Tischtennistrainingsplan ohne Aufwärmübungen
Da mir ein User einige Verständnisfragen zu den Plänen geschickt hat hier mal einige Erläuterungen für alle die es interessiert (haben ja zumindest bereits einige die Pläne geladen):
1. Thema Aufschlagtraining:
Ich lasse die Spieler grundsätzlich das Aufschlagtraining immer vor dem Aufwärmen machen. Das hat den einfachen Grund, dass ein Ziel des Aufwärmens ja die Aktivierung des Herz-/Kreislaufsystems ist. Der Puls würde aber durch das (nicht gerade intensive) Aufschlagtraining wieder runter gehen. Deswegen Aufschäge i.d.R. vor dem Aufwärmen. Einzige Ausnahme ist, dass ich gelegentlich auch mal Aufschlagtraining im belasteten Zustand (Ende des Trainings) druchführen lasse. Dann meist kurze Aufschläge. Gerade beim Stand von 9:9 im 5. muss man eben auch genug Gefühl haben die Platzierung hinzubekommen, die man anpeilt.
2. Ziele beim Trainingsplan "kombinierte Beinarbeit":
a) Beim Schattentraining am Beginn trainiere ich unterschiedliche Beinarbeitstechniken, hier ist der Schwerpunkt auf die Beine gerichtet. D.h. Kreuzschritte nach Umlaufen auf dem Weg in die tiefe VH, alternativ den gleichen Laufweg mit Sidesteps. Bei 1-1 kombiniert geht es mir darum, dass die Sidesteps immer mit dem der Bewegung zugewandten Fuss begonnen werden.
b) Bei den Übungen am Tisch geht es mir hauptsächlich darum, dass der Schläger in der Orientierungsphase (zwischen den Schlägen) immer über Tischniveau bleibt. Tiefe Stellung, Körperspannung sind auch Dinge auf die ich achte.
3. Trainingsplan "VH Eröffnung auf US und Nachspielen auf Block"
Die erste Übung besteht nur aus kurzen Sequenzen die mit Aufschlag und Rückschlag starten, danach gibt es nur die Eröffnung, den Block und das Nachspielen. Es geht mir bei der Übung nur um die Sequenz mit den beiden Topspins (unterschiedlicher Schlagansatz!!!). Da wir uns aber in der Wettkampfphase befinden (Zeitpunkt des Lehrgang) lasse ich die Sequenz zwar isoliert trainieren, aber nur aus einer wettkampfnahen Aufschlagsituation.
4. Trainingsplan "Wechselpunkt"
Hier verpasse ich den Spielern gleich auch eine Taktik Lektion. Der Wechselpunkt ist je nach Spieler eben nicht Tischmitte sondern der Punkt an dem ein Spieler in einer bestimmten Sitation die VH oder RH gleichwahrscheinlich einsetzen würde. In Mitte würde jeder VH dominante Spieler zu 100% die VH einsetzen, Ausnahme wäre eventell wenn er aus der weiten VH kommt. Daher muss man versuchen in jeder Situation neu zu überlegen wo der Punkt ist. Wenn ein Spieler bei einer bestimmten Platzierung eben meist die VH einsetzt, dann muss der Partner noch etwas tiefer in die RH platzieren um den "Wechselpunkt" zu finden. Daher darf man nicht Wechselpunkt mit Tischmitte oder Ellbogen gleichsetzen.
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