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Alt 21.12.2007, 17:03
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Rieslingrübe Rieslingrübe ist offline
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Zitat:
Zitat von Tony_Iommi Beitrag anzeigen

Der Geheimtipp in NYC schlechthin:

Das Becco , 335W 46th Street. Gediegen, aber nicht zu pompoes:

http://becconyc.com/index2.htm

...beim Wein...noch unschluessig...


Hmmm....hab die Weinkarte eben mal überflogen...mit Verlaub: nicht überzeugend. Und vor allen Dingen wenig aussagekräftig bis verwirrend formuliert

Die aufgeführten Weißweine sind in meinen Augen keine weitere Erwähnung wert. Zwar würde der ein oder andere Tropfen durchaus zum Fisch passen; zu dem Preis bekommt man anderswo - auch in NY - jedoch mit einiger Wahrscheinlichkeit mehr fürs Geld.
Falls ihr auf einen kräftigen Wildbraten umschwenken würdet: In der Rotweinsektion ist mir die Nummer 10047 positiv aufgefallen:

Allerdings gilt es abzuklopfen, was dort mit der Beschreibung Barolo Faletto 1998 tatsächlich gemeint ist: Es handelt sich erstens um ein besonderes Jahr - in Piemont vermutlich das größte seit 1971 - und zweitens und drittens um eine gute Lage von einem absoluten Toperzeuger: Bruno Giacosa . Jedoch gibt es von ihm sowohl einen Barolo Roche de Faletto, als auch einen Barolo Faletto di Serralunga; zudem - zumindest in ausgezeichneten Jahren wie '98 - von jeder Lage eine Standardabfüllung (weißes Etikett) und eine Riserva (rotes Etikett).

Sollte es sich tatsächlich um eine Faletto di Serralunga Riserva 1998 handeln, dann zuschlagen. - Rund zweihundert Mücken pro Flasche sind hier durchaus angemessen: immerhin dürfte er im Einkauf schon knapp 100 gekostet haben...

Ich möchte jedoch betonen, dass es sich hier um einen großen Wein mit enormen Reifepotential handelt, der sich erst zwischen 2015 und 2020 auf seinem absoluten Höhepunkt befinden wird. Fazit: mindestens sechs, besser 10 Stunden vorher dekantieren ; dann bei rund 15 Grad (die optimale Trinktemperatur von 18/19 ° erreicht er später innerhalb weniger Minuten auf dem Tisch im Restaurant) irgendwo in Ruhe stehen lassen - optimalerweise mit 'nem Deckel auf dem Dekanter.

Aufgefallen ist mir auch die Nummer 10041: Barolo Pajana 1996 von Domenico Clerico. Ebenfalls eine gute Lage, ein großes Jahr u. ein Toperzeuger: moderner in Vinifikation u. Ausbau als Giacosa , ergo mit früher trinkreifen, nicht ganz so tanninlastigen Weinen. Allerdings ist hier der Preis von 225 Euro wirklich unverschämt: habe noch vor vier Jahren in Turin im Einkauf umgerechnet 35 für die Flasche gezahlt.

Also entweder Signor Clerico auf rund 100 Knödl runterhandeln - oder den Giacosa genau prüfen. Bei negativem Befund empfehle ich ein zügiges Umbuchen...


ciao

upi

Geändert von Rieslingrübe (21.12.2007 um 22:22 Uhr)
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