
30.11.2000, 00:55
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Nur eine Randfigur...
Foren-Stammgast 500
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Registriert seit: 13.02.2000
Beiträge: 653
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Hallo Freunde der Wüste!
Von einem Abwehrspieler der sehr sehr (!)hoch spielt bringe ich Euch diesen Bericht, welchen ich Euch gleich ins Deutsche übersetzt habe:
Zitat:
Ich spiele den Friendship 837 und agiere damit sowohl am Tisch/Störspiel, als auch aus der halblangen und der langen Abwehr.
Grundsätzlich versuche ich auch aus der halblangen und langen Abwehr zu stören in dem ich mal weiche Abwehrbälle einstreue (gebogene Flugbahn) und mal voll darunterfahre (gerader giftiger Abwehrball) und vor allem wo es nur geht mit der VH dagegenziehe, schieße oder sogar hohe Ballonbälle einstreue (wenn ich dadurch punkte sind das psychologische Bigpoints) und wenn der Gegner diese trifft (und das ist bei der Flughöhe und der langen Platzierung der Ballonbälle nicht so einfach), dann kann es durchaus sein, daß ich diesen (dann nicht mehr allzuharten) Schmetterschlag mit den Noppen "runterhole" oder gar mit der VH dagegenziehe.
Ich würde mein Spiel als ziemlich spektakulär bezeichnen, aber nur wenn ich Rückschlag habe. Wenn ich selber Aufschlag habe, mache ich als guter Aufschläger viele Punkte direkt oder durch zu hoch zurückgegebene Returns bieten sich viele Möglichkeiten mit meiner VH draufzugehen.
Auch ein typischer Spielzug ist der: Seitunterschnittaufschlag (mit unheimlich viel Effet!) kurz in die weite RH, der Gegner hat meist viel Mühe den passabel zurückzuspielen und weil der Rückschlag dann nichts halbes und nichts ganzes ist, fahre ich voll mit den Noppen rein, platziert meist in die weite VH, weil der Gegner aus dem Lauf mit fast überstrecktem Arm ziehen muß sind die Tops dann auch nicht zu brutal, so daß ich sie mit den Noppen gleich wieder gegen die Laufrichtung blocke (zum Effekt eines OX-Noppenblocks muß ich wohl kaum etwas sagen...!). Sollte (!) der Gegner diesen Ball noch erreichen, meist kann er dann nur noch einen Notschupfball spielen weil der Ball vom Noppenblock so kurz hinter dem Netz liegen bleibt und der Gegner aus der weiten VH wieder zurück rennen muß, dann geht es entweder mit einem aggressiven OX-Noppenschupfball (in diesem Fall kein Unterschnitt, im Gegenteil!!) platziert weiter auf den Körper, nochmal gegen die Laufrichtung oder wenn ich dem Gegner überlegen bin dann "spiele" ich mit ihm ein bischen indem ich ihm den Ball so hinlege, daß er eröffnen kann, meist spiele ich diese Vorlage nochmal in die RH, denn wenn er die RH umläuft, dann ist er erledigt weil ich sowohl mit der OX-Noppe als auch mit der VH (vom Winkel her zum Ausblocken noch besser!!) die offene weite VH punktbringend ausnützen werde, der zweite Grund warum ich die Vorlage auf die RH spiele, ist daß der RH-Topspin bei vielen Spielern im Verhältnis deutlich schwächer/unsicherer ist als deren VH (wobei ich das in meiner Spielklasse nicht unbedingt behaupten will, aber niedrigklassiger ist es sicherlich so), wer nach dieser Hetzjagd von weiter RH in die weite VH dann wieder zurück in die weite RH dann zum RH-Topspin ansetzt, dem fehlt oft die richtig Stellung zum Ball oder aber manchen das Wissen was für ein Schnitt im Ball ist wenn man mit einer OX-Noppe einen Schupfball mit einem aggressiven Schupfball erwidert und viele ziehen dann den Ball ins Aus. Diejenigen die den Topspin nach vorne ziehen, denen antworte ich auf der VH mit einem knallharten Konter-/Blockball diagonal (oft kann ich den Ball auch einfach abschießen) und auf der RH mit einem sauberen RH-Schnittabwehrball (etwa 1 bis 1.5 Meter hinter dem Tisch, je nachdem wie schnell ich nach hinten komme), welchen die Gegner dann aufgrund des enormen Schnittes (das erfordert übrigens viel Übung gegen einen nach vorne gezogenen Ball dann etwa 1 bis 1.5 Meter hinter dem Tisch so einen Ball kontrolliert und mit viel Schnitt zu spielen, viele haben dabei einen zu harten Schläger-Ballkontakt) stark nach oben ziehen müssen. Meist fehlt den Spielern nach dieser Ballwechsellänge und der vorrausgegangen Hetzjagd die nötige Durchschlagskraft um einen gefährdenden Topspin zu ziehen, so daß ich entweder mit der VH sofort gegenziehe (meist mit unheimlich viel Seitspin und extrem von unten nach oben gezogen, mit dem enormen Schnittwechsel kommen viele nicht zurecht!) oder aber mit der RH mal richtig giftig drunterfahre (dann aber schon deutlich weiter hinter dem Tisch als wie beim ersten Abwehrball!), dieses Katz- und Mausspiel kann dann je nach Spielklasse des Gegners mehr oder weniger oft hin und her gehen, nur eines ist für ihn tödlich: nämlich diesen Ball mit einem Stopball in meine RH oder (für mich) noch besser in die Mitte zu legen, denn mit dieser OX-Noppe kann ich zu hoch geratene Stopbälle mit einem geraden Schlag nach vorne wegschießen (die kommen garantiert nie zurück) oder aber den normalen Stopbällen kann ich aufgrund der Riffelung meiner OX-Noppe mit einem "Handgelenkschlenker" so einen teuflischen Schnitt mitgeben daß alles zu spät ist.
Ich benötige für mein Spiel eine sehr gute Beinarbeit (Vorraussetzung für TT-Leistungssport) und lebe von guter Platzierung und unzähligen Schnittvariationen, Störspiel am Tisch, einer sicheren Abwehr hinterm Tisch und habe in meinem neuen Friendship 837 wirklich die "eierlegende Wollmilchsau" gefunden, also einen besseren Langnoppenbelag hat es noch nicht gegeben und Ding Song spielt nicht ohne Grund ebenfalls den Friendship 837 (früher spielte er 755).
Nach der Umstellung auf den 40mm Ball mußten viele Langnoppenspieler umstellen, mit den meisten Langnoppen auf dem Markt ist man doch nur noch Kanonenfutter weil mit den meisten Belägen zu wenig möglich ist, man muß aktiver spielen können und mit kaum einer Langnoppe geht das so hervorragend mit dabei phänomenalen Störwerten!
Ich muß ganz klar sagen daß für meine Art Abwehr zu spielen, der 40mm Ball sogar noch besser ist, obwohl mit dem 38mm Ball extremere Schnittwechsel möglich waren.
Ich hoffe Ihr konntet mit meinen Ausführungen etwas anfangen.
Mit Abstand der beste 837 ist übrigens der mit den geriffelten Noppen und der glatten Noppenoberfläche.
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TT-Institut der Vereinigten Arabischen Emirate, Neffe des Sultan of Brunei.
(Naja, Titel u.s.w. sind natürlich ein Scherz, aber meine Kommentare sind ernst gemeint)
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