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Auch wenn ich persönlich meine, dass man (wo dies, wie in anderen Verbänden, möglich ist) eine Ermessensentscheidung treffen sollte und auf die Strafe verzichten sollte, halte ich es für völlig "daneben", wenn hier wegen einer solchen Lappalie schon wieder jemand "ordentliche Gerichte" ins Gespräch bringen will.
Das kann doch einfach nicht wahr sein.
Wir wählen auf allen Ebenen Rechtsinstanzen, und die haben zu entscheiden.
Egal ob uns eine solche Entscheidung mal passt oder mal nicht passt, wir müssen sie akzeptieren.
Wer anders handelt, gefährdet die Basis, auf der der Sport gegründet ist.
Ich schreibe dies, obgleich ich weiß, dass manche Satzungs- und WO-Dinge nicht allen juristischen Überprüfungen standhalten würden. Dennoch stehe ich dazu.
Wenn nämlich wegen jeder Kleinigkeit nun auch noch im Sport Gerichte angerufen werden sollen, dann können wir bald einpacken, zumal in manchen Angelegenheiten verschiedene Juristen verschiedenste Meinungen äußern (was sogar für Gerichte gilt). Keineswegs ist Deutschlands öffentliche Juristerei so vorbildlich toll, wie manche, die die Sportjuristerei so leichtfertig abqualifizieren, meinen.
Eine gute Mischung aus sportlicher Realpolitik, gesundem Menschenverstand und Juristerei benötigen wir; die ist allerdings nicht in allen unseren Rechtsinstanzen vorhanden.
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