Und ein interessanter Kommentar in der FAZ online - das sollte sich der fernsehgeile DTTB mal durch den Kopf gehen lassen! Der ganze Artikel (von Christian Eichler) ist lesenswert; hier nur die speziell auf Tischtennis bezogenen Abschnitte:
"Die jugendlichen deutschen Weltmeister im Biathlon und Turnen, aber auch die „Mannschaft des Jahres“, die Weltmeister im Handball, einem Sport, der seine Kraft nie aus den Ballungsgebieten, den Fußballrevieren Deutschlands bezogen hat, sondern aus der ruhigeren Welt der Mittelgebirge und vom platten norddeutschen Land – diese Gewählten und Ausgewählten des Jahres 2007, die am Samstagabend in Baden-Baden geehrt wurden, stehen für eine Sehnsucht nach dem unbeschädigten, noch nicht an Kommerz und Doping verkauften Sport.
Biathlon, Turnen, Handball,
auch Tischtennis, das Metier des hinter Hambüchen zweitplazierten Timo Boll: eine Wahl wie die Suche nach dem heilen Sport. Seine Heimat: die Region, der Dorfklub, die Keimzelle des Miteinanderbewegens. Dort, wo Sport mehr ist als Einschaltquote.
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Der Glauben an das Gute
So vertreten die Wahlsieger 2007 die stumme Mehrheit des deutschen Sports. Hambüchen den Turner-Bund, mit mehr als fünf Millionen Mitgliedern nur vom Fußball übertroffen. Magdalena Neuner die Skisportler (700.000), irgendwie aber auch die Schützen (1,5 Millionen). Handball ist mit mehr als 800.000 Aktiven der zweitgrößte Mannschaftssport und
Tischtennis, mit Boll als Ausnahmekönner, dank 700.000 Sportlern ein höchst vitales Schattengewächs.
In solchen Branchen findet sich noch etwas vom flüchtigen Geist des wahren Amateurs, der dem theatralischen Spitzenfußball, dem apathischen Top-Tennis oder der Chemiebranche Radsport weitgehend abhanden gekommen ist."
http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E1AB7F5746F5B4361BF480AA74E7E9502~ATpl~Ecommon~Scontent.html