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Schlägerholz F 4 MD
Das Halten und die jeweilige Schlägerstellung zum Ball löst verschieden starke Kräfteeinwirkungen aus, die u.a. Körperschallwellen entstehen lassen. Diese Erschütterungs- bzw. Druckwellen werden in den Griffbereich transportiert und dort durch eine asymetrische Anordnung von Einschnitten im Griffsystem einerseits gebrochen, - und wenn man das Blatt dreht, - nicht gebrochen. Es entstehen so entweder kurze oder lang auslaufende Reflektionswellen, die sich auf das jeweilige Tempoverhalten gezielt auswirken. => Das Schlägerholz verfügt also über zwei voneinander getrennte Spielebenen. Befinden sich diese Einschnitte, die von außen nach innen verlaufen, in der Innenhandfläche, so wirkt das Schlägerholz in dieser Schlägerhaltung zum Ball auf jeweils VH u. RH gleichwertig schneller oder wenn man das Schlägerholz um 180° dreht und diese Einschnitte zu den Fingern zeigen, gleichwertig auf VH u. RH langsamer. Entscheidend ist hierbei auch, wieviel Druck man mit der Hand auf den Griff ausübt, bzw. wie fest man das Schlägerholz hält.
Schlägerholzaufbau: Der Innenkern besteht meistens aus mind. drei sehr weichen selektierten Balsaschichten; die Deckfurnierschichten aus 0,6 mm Buchen-Messerschnittfurnieren. Alle Schichten bilden mit einem speziellen Verbundwerkstoff einen Körper, wobei der Verbundwerkstoff die Eigenschaften hat, nach dem Aushärten luftzirkulierend, aber auch isolierend zu wirken. Die Oberflächenstrukturen der Balsaschichten werden durch diesen Verbundwerkstoff zwar gefestigt, jedoch werden die physikalischen Eigenschaften des Balsas in der Weichheit nicht verändert, sondern der Weichheitsgrad noch weiter angehoben, weil sich der porös aushärtende Verbundwerkstoff in die Kapillaren des Balsas einlagert und wie schon erwähnt, natürliche im Balsaholz vorhandene Luftanteile aufnimmt, speichert und innerhalb der weichen Schichten auch an das Balsa wieder abgeben kann. Die Oberflächenfestigung wirkt isolierend zum Deckblattfurnier, wobei die natürliche Federwirkung des Balsas weiter verzögert wird.
Durch die sehr dünnen Buchenfurniere wird der Federeffekt - lokal auf den Ball begrenzt, - optimal verstärkt. Es entsteht so ein sehr soft wirkendes Schlägerblatt, dass hervorragende Ballgefühlswerte vermittelt und völlig frei von Störschwingungen ist, die das Feedback wiederum belasten könnten.
Beim Balsaholz gibt es verschiedene Holzsorten, die weich, mittelhart und auch härter sein können. Je nach den gewünschten und zu erzielenden Spieleigenschaften werden die Hölzer ausselektiert und dann erst verarbeitet.
Beim F 4 MD sind die äußeren Balsaschichten, die eine dickere Balsaszentrumsschicht einschließen, im Vergleich zu dieser Schicht dünner. Je dünner und weicher die Schichten im Verhältnis zur Zentrumsschicht sind, umso mehr lagert sich der Verbundwerkstoff ein bzw. kann diese auch vollständig durchnetzen. Da der Verbundwerkstoff die Katapultwirkung verzögert, so vermute ich, "wird die Isolation im Innenkern so hoch, dass das Tempo am Tisch noch optimal ist, - jedoch weiter hinten die eigene Schubwirkung => Kraft zum Ball erhöht werden muß, weil das Schlägerholz druckloser wirkt.
Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe.
Viele Grüsse,
Achim
Geändert von A.Rendler (31.08.2002 um 13:11 Uhr)
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