Zitat:
Zitat von Tony_Iommi
. Bin in letzter Zeit durch viele Postings durchgegangen, "mehrheitlich" (der war fuer Dich, Waterhouse  ) schlicht und ergreifend unbrauchbar.
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Stand erst auf'm Schlauch...hat aber wohl was mit "bis auf wenige Ausnahmen" zu tun.
zum Thema:
Als Angestellter in einem Großkonzern bin ich schon eher ein Spezialistentrottel. Einem mittelständischen Unternehmen könnte ich wohl nur nach längerer Einarbeitung dienen. Mein Wissen wäre dort im Prinzip nix wert. Jobs wie meinen "leistet" man sich dort nicht.
Ansonsten stimme ich Tony zu. Ein hochqualifizierter Abschluss ist leider noch keine Garantie, dass ein Bewerber für jeden - dem Studium entsprechenden - hochqualifizierten Job taugt.
In den letzten Jahren haben die Leute gelernt, sich und ihre Arbeit wesentlich besser zu präsentieren. Auf der Strecke geblieben sind ein Stück weit recht simple Fähigkeiten, die an und für sich gar kein Studium erfordern:
Zahlen auf einen Blick plausibilisieren ("ein Gefühl für Zahlen"), die Bereitschaft sich erst mal mit "einfacher" Arbeit das notwendige know-how anzueignen (hier sind die zu hochtrabenden Stellenausschreibungen auch Schuld) und ein entsprechend tiefes Hintergrundwissen, dass einen zu einem gefragten Ansprechpartner im Betrieb macht.
Heute bekommt man öfters qualitativ weniger gute Arbeit in einer dafür ansprechenderen Form geliefert.
Was den Arbeitsmarkt für Facharbeiter, Handwerker, etc. anbelangt, kenne ich mich zwar wenig aus, aber oftmals liegt auch hier der Unterschied in relativ simplen Fähigkeiten.
Die Filialleiterin des örtlichen Metzgers, die einfach
- nett zu den Kunden ist
- auf ihre Kunden hört (die Wurst bitte dünner, zwischen diesen Käse Folie)
- auf Hygiene achtet
- die Ware ansprechend präsentiert
- flexibel und bemüht ist (Maschine ist geputzt, aber es gibt noch was)
ist Gold wert für ihren Chef, scheißegal was im Zeugnis steht.
Als Häuslebauer kenne ich mittlerweile auch das Handwerk ein bißchen. Hier kann man auch gutes Geld verdienen und die Qualitätsunterschiede sind enorm. Stundenlöhne von 40 € + Mwst. sind keine Seltenheit.
Neben den originären Fertigkeiten eines Handwerkers gibt es aber auch Faktoren, die ich nicht unbedingt in der Schule "erlernen" muss.
Z.B.
- Zuverlässigkeit
- Termintreue
- Sorgfalt auch bei den nicht sichtbaren Dingen
Fazit:
egal auf welchem level, oftmals machen einfache Eigenschaften den Unterschied zwischen einem guten und einem weniger guten Mitarbeiter aus. Und diese kann ich selten direkt aus einem Zeugnis ablesen.