Zitat:
Zitat von Morningstar88
...was speziell an eurer Schlägerkombi das Besondere ist...warum ihr damit spielt...
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Die Mischung macht's natürlich.
Wobei in meinen Augen immer das Holz Vorrang hat und zuerst ausgesucht werden sollte: Ballgefühl, Schnelligkeit, Biegefestigkeit, Gewicht bzw. Gewichtsverteilung, Griffform und Dimensionen (Länge, Breite, Dicke, Höhe des Ansatzes der Griffschalen am Blatt) - all dies muss stimmen; danach geht's dann erst auf die Suche nach den dazu passenden Belägen.
Seit September 2007 spiele ich nun (einmal mehr) ein älteres
Stiga Modell:
'n Hans Alser (Bj. ca. 1970; 91 Gramm, 5,3 mm dick)
Es fällt im Gegensatz zu einigen anderen alten Stiga Hölzern, denen ich in der Vergangenheit vertraut hatte, etwas langsamer, dünner und leichter aus.
So ziemlich genau im neutralen Allround Bereich; freilich mit ausgezeichnetem Ballgefühl.
Weil eben das Holz nun nicht sonderlich schnell und darüber hinaus auch recht weich im Anschlag ist, benötige ich hier als Angriffsspieler unbedingt einen härteren, flotteren, allerdings nicht zu spröden Schwamm; kombiniert mit einer Oberlage, die durchaus griffigiger aber nicht zu wabbelig sein darf.
Hab mich mittlererweile beidseitig für den
Taiphoon Gold von
Globe entschieden: Schwammhärte so um die 47° plus mittlere Klebrigkeit des roten, stärkere Klebrigkeit des schwarzen Obergummis. Vorhand 2,2, RH 1,8 mm.
Diese Kombination ist ausreichend hurtig für Vorhandzieher aller Art (schnell oder überrissen, am Tisch oder aus der Halbdistanz); bietet zudem aber auch gute Kontrolle beim Schupfen (mit giftigem Büffelschnitt), sporadisch eingestreuter Unterschnittabwehr und beim Blocken.
Die schwarze Rückhand ist aufgrund der ausgeprägten Klebrigkeit für Brutalozieher weniger geeignet; wohl aber zum drallbetonten 'Aufmachen' auf Unterschnitt.
Fazit: Für nicht klebende Basiswühler bis Bezirksliga eine einwandfreie Lösung. In höheren Gefilden müsste dann wohl die Kleber- oder Tunerdose zum Einsatz kommen; immerhin zeigt sich der harte japanische Schwamm hier durchaus empfänglich: Bei nur zwei bis drei Schichten Rapid Clean gab's bereits 'ne imposante Wölbung - als Trainingsabstinenzler war mir dies schon zu flott...na ja, jedenfalls beruhigend zu wissen, dass die Keule im Falle eines Falles noch Reserven besitzt...
PS:
Noch was zum Handling: Für mich ist seit jeher ein kopflastiger Schläger mir etwas größerer Fläche Pflicht. Zudem muss der Griff recht dick ausfallen und die Griffschalen sollten stets sehr tief am Blatt angesetzt sein; Kriterien, welche - neben dem geforderten besonderen Ballgefühl - leider nur wenige Modelle erfüllen.
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