Einzelnen Beitrag anzeigen
  #623  
Alt 21.01.2008, 00:28
Bernd Beringer Bernd Beringer ist offline
Registriert seit 2000
Foren-Stammgast 2000
 
Registriert seit: 06.12.2000
Beiträge: 2.053
Bernd Beringer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast (Renommeepunkte mindestens +40)
AW: Erklärung zum Ablauf des DTTL-Spieles zwischen Düsseldorf - Würzburg

Simon, wer immer Du bist (jedenfalls zu feige, um mit Deinem Namen hinter Deiner Meinung zu stehen), eines solltest Du wissen: Ich hasse überhaupt keine Menschen, auch keine Sportvereine. Was mich aber furchtbar ärgert und manchmal auch wütend macht, sind grobe Unsportlichkeiten im Sport, besonders Unsportlichkeiten in unserem Sport. Auch Neid (zum Beispiel auf Würzburg) ist mir völlig fremd - im Gegenteil: Ich bewundere Vereine, die auf seriöse Art und Weise erfolgreich sind, die für unseren Sport viele neue Freunde, Sponsoren und Repräsentanten gewinnen. Wie zum Beispiel Borussia Düsseldorf, ein Verein, der seit Jahrzehnten Erfolg hat wie kein anderer und dessen Repräsentanten wie Hans Wilhelm Gäb oder Eberhard Schöler unendlich viel für den deutschen Tischtennissport getan haben.

Wenn ich mir daneben einen Frank Müller anschaue, wird mir schlecht angesichts des Kasperletheaters, das dieser Mann seit Jahren im deutschen Tischtennissport veranstaltet. Die von ihm veranlasste Unsportlichkeit und "Rache-Aktion" in Düsseldorf, die durch nichts, auch nicht durch angebliche oder tatsächliche "Beschwerden" von der Düsseldorfer Bank, zu rechtfertigen ist, schadet uns allen - siehe das Medien-Echo nicht nur in der Würzburger Presse. Und es schadet vor allem dem einstigen bayerischen Vorzeigeverein Würzburg, bei dem Herr Müller nach seinem Abgang die gleiche verbrannte Erde hinterlassen wird wie anderswo.

Wenn sowohl das Präsidium des DTTB als auch das des BTTV die "schädliche Aktion" des Herrn Müller in deutlicher Form kritisieren, sagt das viel. Würzburg war schließlich vor einem Jahr deutscher Meister und ist Teilnehmer an der Champions League, also ein "herausragender Repräsentant des deutschen Tischtennissports" Als socher muss man sich aber benehmen können. Und das kann Herr Müller anscheinend nicht. Ihm geht es allem Anschein nach nicht um den Sport, sondern um die Provokation, die Schau um jeden Preis, die Selbstdarstellung, das eigene Ego. Alles andere scheint ihm wurscht zu sein.

Was mich aber auch noch ärgert, ist, dass da Betrugsvorwürfe einfach so und auch noch öffentlich in den Raum gestellt werden. Jetzt soll der Verein Düsseldorf wohl beweisen, dass sie keine "Betrüger" sind, weil ein (luxemburgischer) Schiedsrichter einem Würzburger Spieler (wohl zu Recht) einen Aufschlag abgezählt hat. Wenn ein ganzes Fußballstadion pfeift, weil ein Schiedsrichter (zu Recht oder zu Unrecht) auf Elfmeter entscheidet, beschuldigt doch keiner den gegnerischen Verein, ein Betrüger zu sein. Wenn doch, dann wird er vom DfB hart bestraft. Und was macht unser glorreicher Liga-Ausschuss? Der lässt den Vorwurf Betrug im Raum stehen! Das ist der zweite Skandal an dieser ganzen Affäre: Ein Teil der Bundesliga-Manager will dem "König der Liga" an den Kragen. Wo Solidarität gefragt wäre, siegen Neid und Rache. Armes Tischtennis-Deutschland!
Mit Zitat antworten