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Zitat von Rudi Endres
Das Problem liegt darin, dass der Laie Punktgewinne im Tennis als Leistung wahrnimmt, aber im Tischtennis meist als unerklärliche leichte Fehler des Gegners. Fehler im Tennis sind eher nachvollziehbar.
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So ist's. Liegt einfach an der Rotation und der kurzen Distanz beim Tischtennis.
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Zitat von mithardemb
Im Vergleich zum TT:
- waren die Ballwechsel noch kürzer.
- der Ball flog noch schneller.
- die Regeln waren noch komplizierter (Zählweise, was ist ein Tiebreak, was bedeutet Aufschlag abnehmen).
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Man darf zudem die Nachvollziehbarkeit vom eigentlichen Ballwechsel und die der Regeln nicht miteinander vermengen. Die elementare Zählweise schnallt außerdem jeder, der mal 15 Minuten Tennis schaut und nicht komplett verblödet ist. Und den Rest schnappt man nebenbei auch auf, wenn man sich dann ein gesamtes Match ansieht.
Generell bringen unreflektierte Vergleiche mit Tennis wenig bis gar nichts. Auch wenn man den großen Wendepunkt Wimbledon '85 ins Felde führt, ist Vorsicht geboten. Man muß immer im Hinterkopf behalten, daß Tennis und Wimbledon schon vorher im Fernsehen stattgefunden haben. Und speziell dieses Turnier hatte unter den normal sportinteressierten Personen bereits immer seinen Status. Ganz andere Grundvoraussetzungen zwischen 1985 und 2008 und Tennis und Tischtennis, zumal 1985 eine sich ständig professionalisierende Vermarktung und Privatfernsehen aufkamen. Und nicht zu vergessen, daß laut der von Rudi angeführten Dissertation der zugegeben traumhafte Erfolg von Becker ohnehin auf einen fruchtbaren Boden fiel.
Es wäre interessant zu wissen, was geschehen wäre, hätte Boris nicht '85 Wimbledon gewonnen, sondern wäre im Viertelfinale ausgeschieden und hätte erst Monate später erste Turniersiege eingefahren.