Hi,
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Schließlich macht man das, um das Überleben der Erwachsenen-Teams zu sichern.
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sorry, das ist m.E. genau die falsche Einstellung. Die Zielsetzung ist den Nachwuchs optimal zu fördern. Die andere Einstellung mündet häufig in Vereins-Egoismus. Interessanterweise habe ich mit dieser Einstellung in den letzten >10 Jahren das Problem der Abwanderung nie gehabt. Einige Spieler habe ich (bzw. der jeweilige Verein) regelrecht abschieben müssen, als wir keine angemessene Spielklasse mehr hatten.
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Mir ist ein Beispiel bekannt, wo mit den Eltern der Kiddies Verträge gemacht weden. Darin wird festgelegt, dass die Jungs von dem Zeitpunkt an, wo sie in die Herren-Teams wechseln, indestens 2 Saisons weiterspielen müssen. Ansonsten müssen die "Ausbildungskosten" erstattet werden.
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Kaann ich Dir drei Dinge dazu sagen:
1. als Jugendwart:
Würde ich nicht machen, denn eine vertragliche Bindung bringt mir nichts. Macht der Verein gute Arbeit ist das auch nicht nötig.
2. als Trainer:
In so einem Verein würde ich nicht arbeiten. Denn wer garantiert im Gegenzug die optimale Förderung? Was ist, wenn heute alles zusammenbricht? Wenn der Spieler dann eben doch (aus welchen Gründen auch immer) in einer zu niedrigen Spielklasse eingesetzt werden soll?
3. als Vater:
Völliger Witz. Würde ich niemals akzeptieren. Im Verein gibt es eine Geben und Nehmen. Welche Entschädigung bekommt mein Sohn/Tochter für die gespielten (gewonnen) Spiele? Was ist wenn er mit 19 zum Studieren weit weg zieht oder gar mit 16 zur Lehre weg ziehen muß? Welche Ansprüche habe ich dann gegen den Verein, daß mein Sohn/Tochter optiomal gefördert wird?
Die Bilanz jedes gut arbeitenden Vereins ist in der Nachwuchsarbeit positiv, auch wenn der ein oder andere wechselt. In guten Vereinen gleichen das die Zugänge automatisch aus bzw. ist der erzielte "Reingewinn" immer noch sehr hoch.
Viele Grüße
Joachim