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Alt 28.01.2008, 16:30
Rahul Nelson Rahul Nelson ist offline
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Zitat:
Zitat von Manfred Beitrag anzeigen
Mich ärgert immer wieder die unterschiedliche Auslegung von Regeln. Vermutlich die meisten TT-Spieler unterscheiden Regeln, deren Einforderung unfair ist und Regeln, die genau eingehalten werden müssen.
Wenn jemand eindeutig gegen die Regeln verstößt und dies eben nicht stillschweigend geduldet wird, sondern der Betreffende darauf angesprochen wird, dann gibt es zwei typische Reaktionsweisen:

a) Er zeigt ein Mindestmaß an Einsicht und versucht zumindest, sein Verhalten anzupassen (oft entsteht hieraus so etwas wie eine Vertragsverhandlung über die Bedingungen: „Wenn du den Ball richtig hochwirfst, nehme ich den Arm beim Aufschlag weg”) oder

b) er wähnt sich im Recht und/oder schlägt (verbal) um sich.

Natürlich gibt es keinen Streit, wenn sich jeder alles gefallen lässt. Es gibt allerdings auch dann keinen Streit, wenn Fall a eintritt, und das ist m.E. der Normalfall. Selbst Fall b bietet Lösungsmöglichkeiten: Wenn sich der Betreffende im Recht wähnt und seine Sicht darstellt, kann man die Sachlage prüfen.

Oft stößt man auch auf das Prinzip der Sippenhaft: „Wieso muss ich den Ball hochwerfen? Eurer Mannschaftskamerad da drüben macht doch auch falsche Aufschläge!”
Das finde ich doppelt unpassend: Erstens würde wohl kein Richter sich von dem Argument überzeugen lassen: „Aber ihr Bruder hat doch auch schon mal was geklaut.” Zweitens wird hier das Auge-um-Auge-Prinzip auf bizarre Weise verdreht: „A hat mich, B, geschlagen, also darf ich C zurückschlagen.”

Nebenbei: Das Prinzip Auge um Auge hinterlässt auf beiden Seiten Blinde.
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