Zitat:
Zitat von Manfred
Mich ärgert immer wieder die unterschiedliche Auslegung von Regeln. Vermutlich die meisten TT-Spieler unterscheiden Regeln, deren Einforderung unfair ist und Regeln, die genau eingehalten werden müssen.
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Wenn jemand eindeutig gegen die Regeln verstößt und dies eben nicht stillschweigend geduldet wird, sondern der Betreffende darauf angesprochen wird, dann gibt es zwei typische Reaktionsweisen:
a) Er zeigt ein Mindestmaß an Einsicht und versucht zumindest, sein Verhalten anzupassen (oft entsteht hieraus so etwas wie eine Vertragsverhandlung über die Bedingungen: „Wenn du den Ball richtig hochwirfst, nehme ich den Arm beim Aufschlag weg”) oder
b) er wähnt sich im Recht und/oder schlägt (verbal) um sich.
Natürlich gibt es keinen Streit, wenn sich jeder alles gefallen lässt. Es gibt allerdings auch dann keinen Streit, wenn Fall a eintritt, und das ist m.E. der Normalfall. Selbst Fall b bietet Lösungsmöglichkeiten: Wenn sich der Betreffende im Recht wähnt und seine Sicht darstellt, kann man die Sachlage prüfen.
Oft stößt man auch auf das Prinzip der Sippenhaft: „Wieso muss ich den Ball hochwerfen? Eurer Mannschaftskamerad da drüben macht doch auch falsche Aufschläge!”
Das finde ich doppelt unpassend: Erstens würde wohl kein Richter sich von dem Argument überzeugen lassen: „Aber ihr Bruder hat doch auch schon mal was geklaut.” Zweitens wird hier das Auge-um-Auge-Prinzip auf bizarre Weise verdreht: „A hat mich, B, geschlagen, also darf ich C zurückschlagen.”
Nebenbei: Das Prinzip Auge um Auge hinterlässt auf beiden Seiten Blinde.