Hoi aleol
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Zitat von aleol
O.K, da sind wir uns ja doch einig.
Die Entwicklung hin zu mehr "Spiel" erwarte ich übrigens auch - allerdings wohl aus anderen Gründen als Du. Ich glaube, es ist jetzt schon ein Trend zu erkennen, dass der "Seniorensport" im TT immer weiter an Bedeutung gewinnt. Ich kenne mittlerweile doch viele, die erst im höheren Alter mit TT beginnen, und das ganze eher als Gesundheitssport sehen. Hier ist sicherlich der Wettkampfgedanke eher zweitrangig.
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Ich würde auch unbedingt die Jugend in die Rechnung mit einbeziehen. Als Keyboard- und Klavierlehrer stelle ich fest, dass heutzutage nur ein Unterricht Sinn macht, der das Spielen stark in den Vordergrund stellt. Die Kids sind alle nett und sie würden einiges mitmachen. Befrage ich sie, äussern sie sich deutlich für einen Unterricht, der das lustvolle Spiel fördert. Mit Theorie (Notenlesen), Fingerübungen und klassischen Stücken würde ich an den Schülern vorbei unterrichten. Ähnlich entwickelt es sich im Nachwuchstraining einer Tischtennisabteilung. Als ich noch Jugendliche trainierte, waren die bei jeglicher Form von Spielen immer sehr engagiert. Systemtraining wurde für eine kurze Zeit während des Trainings geduldet.
In unserer "Wohlstandsgesellschaft" braucht sich kaum ein Kind "den Arsch aufzureissen", um es später mal besser zu haben. Wir haben alles, was es zum Leben braucht und so verschieben sich die Bedürfnisse der Gesellschaft. Die Schule und das Erwerbsleben verlangt grosse Anstrengungen von den Kindern und den Erwachsenen. So ist es auch nicht weiter erstaunlich, wenn der Mensch in der Freizeit den Ausgleich in Form von spiel-orientierten Beschäftigungen sucht. Sich in der Freizeit zusätzlichen Druck aufzubauen, macht in der heutigen Zeit kaum mehr Sinn und so wird sich der Breitensport immer mehr in Richtung "Spiel & Spass" entwickeln.
Gruss, Martin