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@Jaskula,
Ich kann dir in einem Punkt nicht zustimmen: Die heutigen Schüler sind fachlich nicht so gut wie früher.
Seit ich ABI machte (1970 B-W) ist der Abischnitt in BW um über eine Note gestiegen. Sind aber die Schüler um so viel besser als damals?
Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit einige Abiaufgaben der Jahre 1950 - 1969 (Mathematik) gefunden und sie einem Abiturienten zur Abivorbereitung gegeben. Er stand davor wie "der Ochs vor dem Berg".
Das ganze Dilemma kommt in meinen Augen von der frühzeitigen Spezialisierung wie sie heutzutage stattfindet. In der Oberstufe wird ja keine Allgemeinbildung mehr sondern zum Teil nur sehr dürftiges Spezialwissen vermittelt. Zu meiner Zeit hatte ich in der Oberstufe die Wahl zwischen
Englisch und Physik
Chemie und Biologie
Musik und Kunst
An sich bescheuerte Auswahlen.
mit dem heutigen System der Grund- und Leistungskursen kann man doch fast alles unbequeme rechtzeitig abwählen. Da ist doch der "Faulheit" Tür und Tor geöffnet.
Die Aufgabe der Gymnasien sollte sein Allgemeinbildung zu vermitteln. Die Spezialisierung kommt an der Uni oder bei einer Ausbildung noch früh genug.
Beim Abi selbst bekamen wir am Prüfungstag gesagt in welchen Fächern wir geprüft werden. Also nicht schon Wochen vorher um dann die Gelegenheit einer gezielten Vorbereitung zu haben.
Normalerweise sollten etwa 5-10% der Teilnehmer durchfallen, aber das trauen sich die Schulen heute aus Imagegründen gar nicht.
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