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Alt 31.01.2008, 18:00
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AW: Tischtennis I: Sieg oder Niederlage

Zitat:
Zitat von martinspin Beitrag anzeigen
Hoi Cheftrainer



Wurde eigentlich schon je einmal versucht, Jugendlich mit Spiel & Spass auf ein internationales Niveau zu bringen?

Wenn ich mir so überlege, wie Jugendliche auf reines Spielen abfahren, dann müssten die eigentlich von Tischtennis kaum genug kriegen können. Man würde dem nicht mehr unbedingt Training sagen, aber vom zeitlichen Umfang her wäre so was wahrscheinlich noch intensiver. Die "Trainingsmethoden" müssten sich natürlich grundlegend ändern. Reines Drillen wäre nur für solche angebracht, die grossen Gefallen daran fänden. Für andere gäbe es viel lustbetonte Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Natürlich wäre viel Phantasie von Trainerseite her gefragt. Die Zusammenarbeit zwischen Trainer und Jugendlichen wäre partnerschaftlich. Die Trainer und Coaches würden den Jugendlichen sehr viele Möglichkeiten aufzeigen und die Kinder könnten daraus auswählen. Jeder könnte in seinem eigenen Tempo fortschreiten und es ist von Anfang an nicht klar, welches Kind nun wie weit kommt.

Gruss, Martin

Hallo Martin,
ich schreibe unter anderen auch, damit der Cheftrainer nicht denkt, dass ich deinen Beitrag nicht gelesen hätte.
Ob Jugendliche vom Tischtennisspielen genug bekommen oder nicht, hängt wie ich meine von vielen Faktoren ab. Der wesentlicher Faktor liegt in der Peergroup und der Persönlichkeit des Trainers.
Reines Drillen kann wie ich meine nicht gut sein. Dies bedeutet aber nicht, dass es nicht auch zum Einprägen monotone Phasen geben muss. Nur wer auch diese mit Freude durchläuft wird erfolgreich sein. Phantasie kann nicht schlecht sein, doch diese braucht nicht nur der Trainer, sondern auch der Spieler. Partnerschaftlich sollte das Verhältnis sein, doch sind die Teilnehmer dadurch noch nicht gleich, denn der Trainer hat ja viel mehr Erfahrung als der Spieler und ist somit eher in der Lage sich in seine Situation zu versetzen und ihm Respekt zu zollen. Dem Spieler fällt dies natürlich schwerer.
Wie ich meine sollte der Trainer lenkend eingreifen, doch dies sollte wohl dosiert sein.
Die Grundbedürfnisse(Essen, Trinken, Schlaf, Atmen, Kommunikation,....) sollten ausgewogen befriegt sein.
Das Trainingspensum muss sich nach dem Spieler richten, es darf nicht zu viel und nicht zu wenig sein, nicht zu schnell und nicht zu langsam, nicht zu schwierig und nicht zu leicht, es muss genug Bekanntes geben und noch genügen verborgen bleiben, nicht zu lange und nicht zu kurz...
Sicher muss der Trainer auch auf die Ordnung achten, doch sollte dies eher unbeabsichtlich wirken (Hilf mir, aber lass es mich nicht merken). Auf eine Aufsicht kann wie ich meine nicht verzichtet werden, doch diese kann ja auch retrospektiv erfolgen (Lactatwerte, Befragungen, Zustand der Halle...).
Wenn dies aber alles nicht nützt, dann kann man noch stärker auf die Jugendlichen eingehen und das machen, was sie gerne wollen. (andere Spiele, Quatschen...)

Ja und dann hat man Verantwortung und darf das Vertrauen der Spieler nicht enttäuschen.

Sicher ist dann immer noch nicht klar, wer sich wie entwickelt, doch es besteht dann eine gute Chance, dass Tischtennis für die Spieler wichtig wird.

Gruß,
Horst
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Kann man überhaupt von "Leben" sprechen, wo kein Vergnügen ist? (Erasmus von Rotterdam)
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