Zitat:
Original geschrieben von aleol
Da müßte erstmal eine Differenzierung zwischen direkten Verbrauchssteuern wie der Tabaksteuer und den Steuern für die Unternehmen erfolgen, die die CDU senken will, die SPD ja teilweise auch, siehe (verschobene) Steuerreform.
Laut neoklassischer Theorie wäre der CDU-Weg der richtige, laut Keynes eher der SPD-Weg und der "Glaubenskrieg" zwischen den beiden Lagern ist keineswegs so eindeutig entschieden.
Im übrigen ist Volkswirtschaftlehre sowieso häufig das Rechnen unter Ignorierung jeglicher realen Voraussetzungen ("homo oeconomicus" etc.)
Und sollte der Weg der CDU nicht sofort zu einem extrem höheren Wirtschatswachstum führen, was ich in der Internationalen Konjunkturlage eher bezweifele, dann führen jetzt umgesetzt Steuersenkungen zu deutlcih höherer Neuverschuldung und damit zu deutlichen Steuererhöhungen in der Zukunft.
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Ich hatte mich ja auf die Ökosteuer bezogen und da ist die Rechnung so einfach: Steuern bzw. Kosten hoch - Verbrauch runter!
Der Glaubenskrieg ist in der Tat nicht entschieden, aber meine Haltung ist eindeutig: Keynes ist in Deutschland unrealistisch, da in Deutschland mit mehr Geld in der Tasche sehr viel Ware konsumiert wird, die zunehmend nicht aus Deutschland kommt (zB Unterhaltunsindustrie). Das Geld geht also zu wesentlichen Teilen flöten. Inhalt der Theorie ist aber, das die erhöhte Nachfrage entsprechend auch die Produktion im jeweiligen Land steigert und das ist einfach nicht mehr der Fall.