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Auftakt am Samstag für SV Casinio Kleinwalsertal
Allgäuer Zeitung vom 13.9.02:
Hinten ausgeglichen und vorne sehr gut
Tischtennisspielerinnen aus dem Kleinwalsertal gelten in der 2. Bundesliga als Mitfavoritinnen - Auftakt am Samstag
Von unserem Mitarbeiter Edgar Österle, Kleinwalsertal -
Der SV Casino Kleinwalsertal steht vor seiner zehnten Saison in der zweiten TischtennisBundesliga Süd der Frauen. Das erste Match steigt am Samstag in Otterswang. So stark wie vor dieser Spielzeit waren die Walserinnen noch nie besetzt. Mit der bundesliga-erfahrenen Yang-Xu Yanhua und der 14-jährigen Nachwuchshoffnung Angelina Gürz avancieren die Casino-Frauen sogar zu einem der Titelfavoriten. Mannschaftsführerin Sandra Peter steckt die Ziele des Walser Zweitligisten für die Saison 2002/2003 klar ab: "Wir denken an einen Platz unter den ersten drei." Damit stapelt die Nummer 3 des SVCK angesichts der Konkurrenz-Tipps ein wenig tief. Denn innerhalb der Zweitliga-Teams werden die Walserinnen zusammen mit Schwabhausen als Titelaspirant gehandelt. Nach dem Wechsel von Martina Erhardsberger nach Schwabhausen hat "Macher" Helmut Kromp mit der 35-jährigen Chinesin Yang-Xu Yanhua und der 14-jährigen Angelina Gürz zwei besonders starke Spielerinnen ins Kleinwalsertal geholt. Yang-Xu Yanhua - langjährige Spitzenspielerin des TuS Jahn Soest und Ehefrau des Plüderhausener Spielertrainers Yang Jianhua - hatte nach ihrer Einbürgerung in Deutschland nach mehrjähriger Babypause in Coesfeld ein erfolgreiches Erstliga-Comeback gefeiert und zuletzt im italienischen Sgonico überzeugt. Ihre zweijährige Bundesliga-Erfahrung und ihre Europapokal-Einsätze bedeuten für das Walser Team von Trainer Walter Grabner eine spielstarke Verstärkung. Hinter der Walser Nummer 1, Jana Dobesova, wird sie an Nummer 2 antreten und damit für eines der stärksten ersten Paarkreuze in der Liga sorgen. Mit Nachwuchshoffnung Angelina Gürz aus Wombach wurde zudem eine der besten deutschen Schülerinnen verpflichtet.
Trainer als Erfolgsgarant
"Wir lassen uns nicht unter Druck setzen", glaubt Mannschaftsführerin Sandra Peter zwar an eine Titelchance, "aber den ersten Platz und den Aufstieg in die erste Liga haben wir nicht anvisiert". Vielmehr, so Peter, wolle man "so gut stehen und spielen wie es geht" sowie der Konkurrenz als "ein nicht zu kleines Stolpersteinchen" begegnen. Sandra Peter über die Stärken ihres Teams: "Vorne sind wir sehr gut und hinten sehr ausgeglichen." Im Team herrsche viel Harmonie und "die gute Mischung zwischen Jung und Alt" mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren könnte in den Augen der Spielführerin der Weg zum Erfolg sein. Langzeit-Trainer Walter Grabner sei ein weiterer Erfolgsgarant: "Wir könnten uns keinen besseren Trainer vorstellen. Er bringt die sportliche Kompetenz, die beste Motivation und den notwendigen Spaß in das Team." Dass es nach einer Regeländerung ab sofort keine verdeckten Aufschläge mehr geben wird, könnte fürr Sandra Peter zu Nachteilen für die guten Aufschlägerinnen führen, "die damit ihr Spiel gemacht haben". Andererseits dürften die Spiele spannender und attraktiver werden. Dadurch, hofft Peter, kommen vielleicht mehr Zuschauer zu den Heimpartien als in den vergangenen Jahren. Um in den Punktspielen möglichst frisch und bestmöglich motiviert an den grünen Platten zu stehen, hat man sich beim SVCK dazu entschlossen, in der Vorrunde ganz auf "Rotation" zu setzen. Das Team bilden Jana Dobesova, Yan-Xu Yanhua, Sandra Peter, Barbara Kantner, Angelina Gürz und Yvonne Steinbrecher. Los geht's am morgigen Samstag um 14.30 Uhr mit der Partie in Otterswang. Gleich zu Beginn eine nicht zu unterschätzende Hürde für die Walserinnen, die in der letzten Saison aus zwei Partien lediglich einen Punkt auf ihr Konto gutschreiben konnten.
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