Einzelnen Beitrag anzeigen
  #76  
Alt 15.09.2002, 01:08
A.Rendler A.Rendler ist offline
registrierter Besucher
erfahrenes Forenmitglied
 
Registriert seit: 20.08.2002
Ort: Lembruch, Dümmer See
Beiträge: 382
A.Rendler ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
ruhige Hand oder Staubsauger

Viele Wähler vergessen zu schnell, was alles in den letzten 20 Jahren vorgefallen ist.

Blicken wir doch einmal zurück:

Mißtrauensvotum gegen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Sturz durch Mende aus der Wendehals-Partei, die heute schon wieder auf 18 % Stimmenanteile hofft und einen eigenen Kanzlerkandidaten zur Wahl 2002 stellt.

Kohl kam nach Helmut Schmidt und baute bis zur Wende an seinem Geschichtssockel, um sich einen Namen für die Entstehung der EG zu machen. In allen Beitrittsstaaten gab es Volksentscheide, nur bei uns nicht. 1990 hielt sich Kohl nur an der Macht, weil er die ehemalige DDR für seine Wiederwahl nutzbar machte und den dortigen Wählern für seine Wiederwahl den Himmel auf Erden versprach, was er natürlich nicht einhalten konnte, denn dann hätten wir in den alten Bundesländern bis heute auf mind. 35 % unseres Einkommens verzichten müssen.

Die nächste Schweinerei war, dass die gewinnbringenden Wirtschaftsimmobilien in der ehemaligen DDR durch die vorgesetzte Treuhandgesellschaft preiswert an Auslandsanleger und Kapitalgeber aus den alten Bundesländern verschachert und enthobene Besitztümer zurückenteignet wurden, so dass die Bürger selbst nicht investieren konnten; denn wer finanziert in ungewisse Eigentumsverhältnisse.
Selbst unsere Solidarbeiträge flossen nicht in den Osten, weil man diese Gelder ja für die 50 % Finanzierung der EG gebrauchte, die die Bundesrepublik Deutschland auch noch heute zahlen muß. Denken wir an die Affäre Barschel und die vielen Ungereimtheiten, denken wir an Kießling, der als schwul abgestempelt wurde, nur weil ein höher gestellter Beamter den Natoposten haben wollte und denken wir an die Spendenaffäre
von Kohl und seinen Schatzmeistern vor vier Jahren, in die vor allen Dingen auch Namen wie Merkel und unser damaliger angeschossener Innenminister verwickelt waren.

Kohl kam nicht ins Gefängnis; jeder andere Unbekannte würde dafür für lange Zeit hinter Gittern wandern und entehrt werden.

Die vorherige CDU-Regierung hat der heutigen Regierung einen wahren Scherbenhaufen hinterlassen, für den man länger als vier Jahre Amtszeit benötigt, um diesen wegzuräumen.

Denken wir nun an die heutige Zeit und an die junge Flutkatastropfe. In Sachsen warten die Bürger immer noch auf die versprochene Nothilfe, die schon lange von der Bundesregierung freigegeben wurde, aber von Sachsens Ministerpräsidenten noch nicht angefordert wurden.

Ist der auch von der CDU und Will dieser die Wahl 2002 beeinflussen?

Staubsauger hat für die Flutopfer in Bayern ja schliesslich 50 % aller Nothilfen verlangt. Holt der sich die jetzt aus Sachsen?

Staubsauger gibt es überall auf der Welt; eine ruhige moderne und zeitgemäße Hand dagegen nicht.

Wenn man die schon verplanten Bundesbanksicherheiten für die Nothilfe einsetzen will, dann schafft man dadurch weitere Schulden für Zinsaufkommen und die können wiederum nur durch spätere Steuererhöhungen eingefahren werden, denn Staubsauger schlucken schließlich alles; auch die Wahrheit, nichts sagen zu wollen.

Und wer nichts sagen will, der darf auch nicht regieren.
Mit Zitat antworten