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AW: Bezirksklasse Gruppe 1 07/08
Irgendwie war es ein merkwürdiges Spiel unter seltsamer Atmosphäre am gestrigen Abend in Niederweimar. Wir mussten auf Michael Schick verzichten und hatten mit Claudio Finck und Volker Möbus zwei gesundheitlich angeschlagene Spieler dabei. Niederweimar musste auf Peter Eidam verzichten.
Die beiden Eingangsdoppel begannen für uns zunächst unglücklich. Unser Paradedoppel Finck/Kutschbach kam mit Kaufmann/Kraft nicht so wirklich klar, kämpfte sich aber trotzdem in den fünften Satz, um dort dann knapp zu 10 zu unterliegen. Auch Jürgen und ich waren nicht vom Glück verfolgt. Obwohl wir eine sehr starke Leistung gegen Range/Adams boten, konnten wir das Spiel nicht nach Hause bringen. Nach knapp gewonnenem Satz 1 konnten die beiden Niederweimarer einen 7:9-Rückstand noch in einen Satzgewinn umbiegen. Satz 3 ging dann auch knapp an die Gegner, die dann im vierten Satz Matchbälle hatten. Jürgen und ich konnten aber nochmal zurückkommen und den Satz noch umbiegen. Bei 10:10 im Entscheidungssatz brachte ein Netzroller einen weiteren Matchball für Range/Adams, den diese dann nutzen konnten.
Jetzt musste unbedingt Doppel 3 gewonnen werden, damit wir nicht schon nach den Doppeln aussichtslos in Rückstand gerieten. Aber auch dies war für Möbus/Rhiel gegen Feyh/Bangard eine schwere Geburt. In fünf hart umkämpften Sätzen konnten sich die beiden aber durchsetzen und den Anschlusspunkt erzielen.
In den ersten Einzeln sah es zunächst auch nicht besonders gut aus. Claudio Finck lag schnell gegen Adams mit 0:2 zurück und auch Christian Kutschbach hatte den ersten Satz ziemlich deutlich abgeben müssen. Christian konnte aber in den folgenden Sätzen deutlich zulegen und letztlich locker in vier Sätzen gewinnen. Auch Claudio spielte sich zurück ins Match, auf seine Noppenrückhand vertrauend, mit der Marc Adams, nachdem er wusste, dass der „Schwarze“ ein Noppenbelag ist, immer mehr Probleme bekam. Letztlich waren es dann aber die Aufschläge, die im fünften Satz den Ausschlag für den Niederweimarer Akteur gaben.
Die nächsten Spiele in der Mitte sollten dann die Wende herbeiführen. Zunächst traf Volker Möbus auf Steffen Range, der eigentlich ins vordere Paarkreuz gehört. Dementsprechend verliefen auch die ersten knapp 3 Sätze. Bei 10:5 hatte Range fünfmal die freihe Auswahl zum Sieg. Aber solange die Orgel noch spielt, ist die Kirche noch nicht aus! Und die Orgel sollte noch eine ganze Weile spielen. Volker riskierte jetzt mehr, konnte den Matchverlust in Satz 3 vermeiden und hatte in den beiden folgenden Sätzen gegen den entnervten Range keinerlei Probleme mehr. Auch meinereiner war am gestrigen Abend ganz gut drauf und so konnte ich auch dank einiger, von einigen meiner Mannschaftskameraden von mir noch nicht gesehenen Rückhandschüssen, einen sicheren Sieg gegen Feyh landen. Somit führten wir erstmals mit 4:3.
Im hinteren Paarkreuz trafen mit Martin Rhiel und Kraft zwei von der Spielanlage ähnliche Akteure aufeinander. Entscheidend war hier, wer zuerst ins offensive Spiel kommen würde. In Satz 1 gelang dies Kraft besser, Satz 2 war dann Martins Sache. Und auch Satz 3 schien für Martin zu laufen. Aber leider konnte er eine hohe und deutliche Führung nicht zum Satzgewinn nutzen. Dies führte dann leider dazu, dass Kraft in Satz vier wie entfesselt aufspielte und tolle Punkte aus der Halbdistanz erzielte und klar gewann. Jürgen Schmitt war mittlerweile gegen Ersatzmann Bangard an den Tisch gegangen. In Satz 1 hatte sich Jürgen noch nicht richtig auf das ähnliche Spiel seines Gegners eingestellt. Dies schien dann im folgenden Durchgang besser zu laufen. Aber wie schon Martin konnte auch Jürgen eine deutliche Führung nicht ins Ziel bringen. Trotzdem hatte er jetzt die richtige Taktik, was zu sicheren Satzerfolgen in den beiden folgenden Sätzen führte. Ein anderes Bild aber leider wieder zu Beginn des fünften Satzes. Bangard wollte jetzt seine Chance auf einen Erfolg in der Bezirksklasse nutzen, riskierte viel und traf plötzlich Bälle, die man so nicht erwartet hatte. Bei 2:6-Rückstand wurde es langsam eng für Jürgen. Aber da wir wussten, dass Jürgen in der Regel über das bessere Nervenkostüm und die bessere Ausdauer verfügt, hatten wir noch Hoffnung. Und Jürgen enttäuschte uns auch nicht. Punkt für Punkt konnte er aufholen. Trotzdem sah er sich bei 9:10 einem Matchball seines Gegners gegenüber. Aber auch dies ließ ihn nicht aus der Ruhe bringen und routiniert und souverän holte er die nächsten drei Punkte und somit den nächsten Punkt für uns.
Zur Halbzeit stand es 5:4 für uns. Und da wir im bisherigen Saisonverlauf häufig im zweiten Durchgang nochmal zulegen konnten, waren wir ganz optimistisch, was den weiteren Spielverlauf betraf. Und dies bestätigte sich auch in den nächsten Einzeln. Für Claudio Finck reichte es gegen Kaufmann nur das nötigste zu tun und den Ball im Spiel zu halten. In drei Sätzen gewann er sicher. Christian Kutschbach führte ebenfalls recht schnell und deutlich mit 2:0 Sätzen. Aber irgendwie schaffte es Adams nochmal, den Satzausgleich herbeizuführen. In Satz 5 war Christian aber wieder deutlich der bessere Akteur und konnte unsere Führung auf 7:5 ausbauen.
Auch ich konnte meine gute Form aus dem ersten Einzel im Spiel gegen Range wiederholen. Ausschlaggebend war letztlich die richtige Mischung aus aggressivem und verhaltenem Spiel. Der nach dem letzten Spieltag auf Platz 2 der Spielerrangliste geführte Volker Möbus sollte anschließend den Sack zumachen. Er traf allerdings mit Feyh auf einen starken und unangenehmen Gegner. Es entwickelte sich ein Wechselspiel: Satz 1 für Volker, Satz 2 und 3 für Feyh, Satz 4 wieder für Volker. Entscheidend für die Niederlage in Satz 5 war bereits ein Rückstand aus der Anfangsphase des Entscheidungssatzes, den Volker nicht mehr wettmachen konnte. Somit stand es 8:5 für uns.
Zwischenzeitlich hatte Jürgen Schmitt gegen Kraft begonnen. Und das sich Jürgen mit dem Niveau des Gegners steigern kann, zeigte sich jetzt. Gegen das sehr schön anzuschauende und starke Offensivspiel hatte Jürgen zumeist die bessere Antwort und konnte mit seinem zweiten Einzelsieg den Schlusspunkt an diesem Abend setzen.
Somit haben wir unseren dritten Tabellenplatz erst mal weiter gesichert, während es für Niederweimar am Tabellenende weiterhin bedrohlich eng bleibt. Wir freuen uns jetzt auf die nächste Aufgabe kommenden Freitag zuhause gegen Schröck. Auch hier wird es bestimmt wieder ein enges und spannendes Spiel geben, dies garantiert schon das Vorrundenergebnis. Für interessierte Zuschauer wird also bestimmt wieder spannender TT-Sport geboten – der Kartenvorverkauf für die „Erlenstraßen-Arena“ ist eröffnet!
Geändert von exilhesse (11.02.2008 um 08:48 Uhr)
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