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Zitat von freaky00
wieviel prozent macht nochmal der anteil der zuschauereinnahmen an den gehältern der spieler aus ? finanzieren tut sich das nunmal fast allein durch sponsoren und sogar in tegernheim springen die nun ab. so wird es auch noch vielen anderen vereinen so gehen, weil die sponsoren die sinnlosigkeit des sponsorings erkennen. bei so wenigen zuschauern machts ja wohl gar keinen sinn. in der 1. liga ists auch nicht anders.
tischtennis muss ins fernsehen, zumindest ins regionale. viele zuschauer habe auch meistens kaum mal zeit, denn freie zeit ist heutzutage knapp und wenn man mal welche hat, verbringt man die garantiert nicht mit dem zuschauen von tischtennis. eher will man da selber spielen.
leider wird es immer so sein, dass es immer vereine geben wird, die durch sponsoring sehr gute spieler finanzieren können, die für eine gute plazierung sorgen. mit sport hat das sehr wenig zu tun bei einer so zuschauerschwachen sportart wie tischtennis. gebt lieber den deutschen spielern eine chance.
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Hmm, überzeugt mich nicht wirklich. Weil Spitzentischtennis oft schlecht besucht ist, ist dies halt ein ehernes Gesetz und wird auch immer so bleiben - dies scheint mir die Logik dieses und zahlreicher anderer Postings zu sein und die teile ich gar nicht. Ich führe mal drei Beispiele aus der laufenden Saison der DTTL an, die zeigen, dass es offensichtlich auch anders geht, wenn TT offensiver vermarktet und stärker als Event präsentiert wird, dazu noch in modernen, großzügigen Hallen im städtischen Bereich stattfindet:
Borussia Düsseldorf - TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (Burg Wächter-Castello, Düsseldorf - 4.200 Zuschauer);
TTC Frickenhausen - Borussia Düsseldorf (Porsche-Arena, Stuttgart - 4.500 Zuschauer, derzeitiger Rekordbesuch in 42 Jahren Bundesliga!);
TTF Liebherr Ochsenhausen - Borussia Düsseldorf (Kuhberghalle, Ulm - 3.000 Zuschauer).
Natürlich war stets Düsseldorf mit einem attraktiven Team beteiligt, das augenscheinlich eine recht hohe Anziehungskraft ausübt. Schaut man sich aber mal an, wie begehrt Fulda-Maberzell mit Waldner und Persson bei den Schatzmeistern der Liga ist, da diese gerade auswärts stets überdurchschnittlich viele Zuschauer anziehen, sieht man, dass der Sport generell ein größeres Potenzial hat, als viele meinen, und durchaus positiv und publikumsträchtig vermarktbar ist. Dazu gehören natürlich attraktive, namhafte Spieler, wie sie in der DTTL, die - trotz mancher Unkenrufe - eben immer noch Top in Europa ist, durchaus zu finden sind und die nicht bloß die Namen Boll und Waldner tragen.
Und - mal Hand auf's Herz - wenn das selbst hochaktive und mit dem eigenen Sport ausgelastete Szenepublikum den Sättigungsgrad eben längst erlebt hat, gilt es vielleicht gerade, neue Zuschauerschichten zu erschließen und weg zu kommen von reinen Insiderveranstaltungen für ein Fachpublikum, wie sie bislang das Bild prägten.
Richtig ist, dass TV-Präsenz auf diesem Weg, den TT-Sport anders und besser zu positionieren, eine ganz entscheidende Größe ist - und um diese wird derzeit mit großer Anstrengung und interessanten Ideen gekämpft.
Bangemachen und aufgeben gilt nicht - ich bin überzeugt, dass sich noch eine Menge bewegen lässt.
Was mich aber stört ist der Umstand, dass manche Forenposter - und damit greife ich jetzt keinen persönlich an - so auftreten, als würden sie stets alles komplett überschauen und als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen, während die Personen, die sich von Amts oder Berufs wegen mit der Materie befassen, sämtlich komplett unfähig wären. Glaubt mir einfach mal, dass sich eine Menge kompetenter Leute mit guten Ideen zur Zeit dafür stark machen, den Tischtennissport aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken, und lasst einfach mal gelten, dass auch andere Ideen, Interpretationen und Zielvorstellungen als die Euren zielführend sein und den Sport weiterbringen können.