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Alt 20.09.2002, 09:48
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Röthenbach will an der Spitze bleiben

Artikel der Nürnberger Zeitung vom 19.9.02:


Die Tischtennisspielerinnen empfangen den TuS Bad Driburg in der Schwarzachhalle




RÖTHENBACH/St. Wolfgang (NZ). — Gibt es in der Sporthochburg Mittelfranken einen Tabellenführer in irgendeiner Bundesliga? Klar, die Club-Handballerinnen. Und noch einen weiteren? Ja, es gibt ihn. Seit gut drei Wochen lassen die Tischtennis-Frauen des TTC Femont Röthenbach die gesamte nationale Konkurrenz überraschend hinter sich und stehen als Aufsteiger ganz oben. Ob das so bleibt, können Sie am Samstag um 16 Uhr in der Röthenbacher Schwarzachhalle miterleben, wenn die Fränkinnen auf den TuS Bad Driburg treffen.

Bad Driburg ist ein überaus prominenter Gast. Und einer mit bewegter Vergangenheit. In Bad Driburg schwangen so bekannte Spielerinnen wie Olga Nemes und Michaela Steff den Schläger, doch der ganz große Erfolg wollte sich nicht einstellen.

Nachdem die Play-offs mehrfach knapp verpasst wurden, zog sich der Hauptsponsor zurück und zwang den Verein zu einer radikalen Richtungsänderung. Der setzt nun verstärkt auf den eigenen Nachwuchs, hat kein Geld mehr für namhafte ausländische Spielerinnen und muss nun — ähnlich wie Aufsteiger TTC Röthenbach — das Feld von unten aufrollen. Ohne große Stars.

Von der Papierform her sind beide Mannschaften ungefähr gleich stark einzuschätzen, doch Papier ist zuweilen geduldig — wie das Beispiel TTC Femont bekanntlich zeigt. Röthenbach hatte niemand zugetraut, auch nach dem vierten Spieltag Spitzenreiter zu bleiben, eigentlich hätten die Röthenbacherinnen keine Chance im Tischtennis-Oberhaus haben dürfen, zumindest eben von der Papierform her.

Als zum Saisonende bekannt geworden war, dass die an Nummer eins gesetzte Rumänin Adriana Nastase Röthenbach verlässt, stand das Team vor einer höchst ungewissen Zukunft, war von vielen Experten längst abgeschrieben worden — und wurde als Abstiegskandidat gehandelt. Doch die Wirklichkeit ist anders: Es scheint jetzt offenbar vieles möglich. Nicht zuletzt dank der beiden Neuverpflichtungen Zhenyi Lin und Christina Fischer.

Ein Glücksgriff

Erst vergangene Woche hatte Fischer beim 5:5 bei ihrem ehemaligen Verein 3B Berlin unter Beweis gestellt, dass sie ein absoluter Glücksgriff für die Röthenbacherinnen ist. „Wir wissen, was wir an ihr haben“, meint Trainer Franz David über die Ex-Nationalspielerin. Dass sie derart gut einschlägt, damit hat aber wohl auch der Coach nicht gerechnet.

Trotz des hervorragenden Saisonstarts heben die Röthenbacherinnen nicht ab: „Wir erwarten knappe und spannende Spiele“, hält sich Trainer Franz David mit Prognosen vor dem Heimspiel gegen Bad Driburg vornehm zurück. Damit sind er und sein Team bisher gut gefahren — und überraschend Tabellenführer geworden. Wolfgang Winkel
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