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TTC Röthenbach ist erstmals gestrauchelt
Nürnberger Zeitung vom 23.09.02
Der Tischtennis-Bundesligist unterlag Bad Driburg
Die Spielerinnen von Franz David bleiben mit 5:5 Punkten und 23:25 Sätzen weiterhin Tabellenführer
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RÖTHENBACH/St. Wolfgang (NZ). — Nein, diese Niederlage ist kein Beinbruch. Hoffnung, die sensationelle Tabellenführung in der Tischtennis-Bundesliga auf Dauer inne zu haben, hatten die Frauen des TTC Femont Röthenbach ohnehin keine. Mit dem 2:6 gegen den TuS Bad Driburg konnten am Ende alle leben.
Zumal das Ergebnis über die Spielstärke beider Teams ein wenig hinwegtäuscht. Von den insgesamt acht Begegnungen wurden nämlich fünf erst im fünften und letzten Satz entschieden. Vier davon zu Gunsten der Gäste aus Niedersachsen. Es war also mehr drin für den Neuling, der nur kurz trauerte: „Heute hat uns ein wenig Glück gefehlt“, sagte Trainer Franz David, fügte aber hinzu: „In der Saison bisher haben wir keinen Grund, uns zu beklagen.“
Wohl wahr: 5:5 Punkte aus den ersten Spielen hatten selbst die größten Optimisten kaum für möglich gehalten. David: „Mit zwei, vielleicht drei hatten wir gerechnet.“ Auch einen Knacks dürften die Fränkinnen nicht bekommen haben, zu couragiert sind sie bisher aufgetreten. Und auch am Samstag spielten sie keinesfalls schlecht. Über drei Stunden verwöhnten sie ihre treuen Fans mit guten Leistungen, auch wenn es nicht ganz reichte.
Tischtennis vom Feinsten
Symptomatisch der Auftritt von Christina Fischer. Was die NeuRöthenbacherin gegen die russische Abwehrspezialistin Svetlana Ganina bot, war Tischtennis vom Feinsten. Leider fehlte Fischer, die erst am Vortag ihren Umzug aus Lübeck abgeschlossen hatte, in den entscheidenden Phasen ein wenig die Konzentration. So musste sie sich schließlich im letzten Durchgang geschlagen geben. Das gleiche Schicksal widerfuhr ihr später dann noch gegen die Chinesin Xu. Und die Röthenbacher Chinesin? Die machte es gegen Ganina zwar besser, gab aber gegen ihre Landsfrau zuvor eine 2:0-Führung noch aus den Händen.
So kam das hintere Paarkreuz nur einmal zum Zuge. Deshalb konnte Svenja Weikert auch nur ein Mal punkten. Ihr zweites Einzel wurde gar nicht mehr ausgespielt. 2:6 — doch den Klassenerhalt haben die Röthenbacherinnen weiter fest im Visier. Hauptkonkurrent Uerdingen liegt — noch ohne jegliches Erfolgserlebnis — nämlich ganz hinten und hat derzeit die schlechtesten Karten.
TTC Femont Röthenbach — TuS Bad Driburg 2:6 — Lin/Fischer — Xu/Silbereisen 7:11, 3:11, 10:12; S. Weikert/J. Weikert — Ganina/Ivancan 5:11, 6:11, 11:7, 11:5, 10:12; Lin — Xu 11:4, 11:6, 10:12, 10:12, 5:11; Fischer — Ganina 11:13, 11:7, 22:20, 9:11, 8:11; S. Weikert — Ivancan 11:7, 9:11, 11:8, 6:11, 11:3; J. Weikert — Silbereisen 11:7, 6:11, 8:11, 5:11; Lin — Ganina 11:9, 11:5, 11:3; Fischer — Xu 8:11, 12:10, 10:12, 11:7, 7:11.
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